Spezify me


Internetdienst, der mit Hilfe verschiedener APIs alle Infos zu meinen Namen zusammensucht. Offenbar gibt es noch eine Kanutin, die meinen Namen trägt. Und auch eine Charlotte-Link-Schmonzette. Kennt die irgendwer?

(via)

Die erste Sendung

Gemischte Gefühle nach der ersten Sendung. Doof, dass das mit dem Internet wirklich so lange nicht funktionierte. Dabei war der Ton und alles doch beim Beta-Test perfekt gewesen. Zu perfekt vermutlich. Die Einschaltquoten – sofern man sie messen kann – waren überraschend gut, umso mehr ärgert es mich, ihre Neugier nicht so recht befriedigt zu haben.

Aber vermutlich müssen erste Sendungen so sein. Ein bisschen chaotisch, ein bisschen improvisiert – so dass man sagen kann: „Beim nächsten Mal wird’s alles besser.“ Dann sag ich das jetzt mal.

Meine Nacht mit Michael Jackson

Es sind diese Momente im Nachrichtengeschehen, für die ich meinen Job liebe. Das Entdecken einer möglichen Geschichte, was diesmal über Twitter geschah. „BNO News“ hatte gemeldet, dass Michael Jacksons ins Krankenhaus gebracht worden ist. Gesehen, kurz im Büro angerufen, losgelegt. Mit einer Kollegin, mit der ich zufällig am Rechner saß recherchierten wir, schrieben, aktualisierten. Bis spät in die Nacht hinein. Das ewige Beobachten der verschiedenen Quellen, das Warten auf seriöse Quellen, das Checken, was sich hinter den Eilmeldungen der Agenturen verbarg. Erst berichteten sie gar nicht und dann verschickten sie Eilmeldungen, die sich auf die Quellen beriefen, die schon gefühlte Ewigkeiten vorher über die Geschehnisse berichtet hatten. Und immer wieder die Frage: Darf man das jetzt melden? Oder lieber noch warten? Wie darstellen? Erst TMZ.com, dann irgendwann endlich die „LA Times“, wenig später auch ktla.com. Und irgendwann dann hauptsächlich CNN. Obwohl kein Fernseher in der Nähe war.

Ja, das sind die Momente, an die man sich wohl auch noch in zehn Jahren erinnert. „Und was hast du so gemacht, als Michael Jackson starb?“ – „Gearbeitet“. Mit leuchtenden Augen.

In eigener Sache: Sendung mit dem Internet

Ja, es ist derzeit ein bisschen videolastig hier, aber ich hab gerade sehr viel Spaß an meiner Flip. Und deshalb erklären Daniel und ich hier die „Sendung mit dem Internet“ nicht in Form eines Textes. Sondern per Video.

Doch bevor ihr auf den Video-Button klickt, gibt’s die wichtigsten Infos ganz kompakt.
Termin: Ab 29. Juni jeden Montag von 19 bis 21 Uhr.
Wo? im Internet (www.sendungmitdeminternet.de, bei Twitter), im Radio (Antenne Düsseldorf 104,2)
Das Blog zur Sendung: Sendungmitdeminternet.de

London – der Film

(Ok, so langsam stoße ich an meine Grenzen. Wenn ich jetzt noch anfangen wollte, die Schnitte genau auf den Takt zu, äh, schneiden, wie sagt man denn dazu?, dann brauch ich wohl ein anderes Programm. Tipps für was Kostenloses?)

FILM: Free Rainer

Es ist nicht so, dass Hans Weingärtner nicht auch schon einen guten Film gemacht hat. Der hieß „Das weiße Rauschen„. Doch danach drehte er „Die fetten Jahre sind vorbei„, in dem er bereits die Moralkeule schwang und damit einen ziemlich nervigen Film schaffte. Und dann also „Free Rainer“. Über einen koksenden TV-Heini, der plötzlich moralisch wird und die Welt retten will, in dem er die TV-Quoten manipuliert. Das klappt und als sie dann nicht mehr die Quoten manipulieren, schalten die Menschen da draußen auch schon von alleine kein Trash-TV mehr ein. Leider ist das ganze ziemlich unerträglich erzählt. Ich bin immer noch schockiert, dass ich wirklich bis zum Ende zugeguckt hab.

London (6)

Endlich reiche ich das Video vom Piccadilly Circus nach – gedreht mit der Flip, unterlegt mit Flip-Musik. Geht, finde ich.

London (5)

Ich wusste gar nicht, wie unfassbar schlechte Laune ich bekommen kann, wenn ich morgens nichts frühstücke. Mannmannmann.

Im Flieger fast nur Boulevard gelesen. Gute Geschichten. Zum Beispiel die des Zwillingspaares (29): Wie die Magersucht der einen ihr Leben verändert hat. Spannend auch die Debatte, die sowohl in den Boulevardblättern als auch in den seriösen Medien großen Raum einnimmt: Wie sicher und gut kontrolliert sind künstlichen Befruchtungen? (z.B. DailyMail-Diskussion, Times). Hach, englische Zeitungen.

London (4)

Modesünde

London Eye

London Eye

Bus

Big Ben

London (3)

Heute morgen im Hotelzimmer den Text von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen, der die Zeitungen retten will. Vor allem mit weniger Internet-Hinweisen in Zeitungen. Er will nicht ständig lesen, dass es im Internet „mehr“, „alles“ oder zumindest „einiges“ zu bestimmten Themen gibt. Er will das Zugespitzte, Weggelassene, Ausgewählte. Das ist ok, auch wenn ich nicht glaube, dass das Weglassen dieser Hinweise die Zeitungen retten wird. Denn Zeitungen müssen es schaffen, die Themen zu behandeln oder Themen so zu behandeln, dass ich auch am Abend noch Lust habe, die Zeitung vom Morgen zu lesen. Finde ich.

Dann sind wir raus aus dem Hotel, haben gefrühstückt und Zeitungen gekauft. Die „Sunday Times“ und den „Observer“. Damit ging es in den Green Park, Zeitung lesen. Eine wunderbare Angelegenheit: in der Sonne liegen und sich durch die Zeitungen mit ihren zahlreichen Beilagen zu kämpfen. Dabei stellte ich vor allem eins fest: Obwohl ich an diesem Wochenende wirklich wenig Nachrichten mitbekommen habe (das bisschen Internet im Hotel und die wenigen Minuten Sky News und BBC-Nachrichten), waren die ersten Bücher der Blätter die langweiligsten. Selbst die Reportagen aus Teheran wirkten so, als hätte ich sie bereits gestern gelesen. Wirklich spannend allerdings die Beilage „News Review“ in der „Times“, in der aktuelle Themen der Woche noch einmal aufgegriffen wurden und ein bisschen anders erzählt wurden. Wirklich toll war beispielsweise die Doppelseite, die sehr ausführlich aufklärte, wie man sich eigentlich im Falle eines Flugzeugunglücks verhält, was hilft, um zu überleben. Könnte mir vorstellen, dass diese Seite fast jeder gelesen haben wird. Toll. Warum es sich allerdings immer noch lohnt, diese dicken Pakete zu kaufen: die Beilagen. Ob Mode, Kultur, Klatsch, Magazin oder Business – ich habe jede Menge interessante Texte (Eine Auswahl: Beth Ditto, Iran, Musical-England, Paul Krugman) gelesen. Sollte es dieses große Angebot an Reportagen, Berichten, Kolumnen, sowieso, diese vielen Kolumnen, nicht mehr geben, es wäre sehrsehr schade.

Ob ich sie allerdings weiter auf gedrucktem Papier lesen muss, daran hat mich ein Text in der „Sunday Times“ zweifeln lassen. Dort schreibt Andrew Sullivan über seine Erfahrungen mit dem Kindle. Und dieser Text schaffte es, dass ich mir zum ersten Mal vorstellen konnte, Bücher, Zeitschriften und auch Zeitungen nicht mehr auf Papier zu lesen, sondern vielleicht auf einem solchen technischen Gerät. Aber wie gesagt: Auch dies bedeutet nicht das Ende der Zeitungen. Nur das Ende schlechter Zeitungen.