Bücher 2009

Mein Jahr in Büchern. Wenig, weil auch unvollständig, aber das sind solche Listen ja immer. Besonders in der Mitte und am Ende fehlt noch ein bisschen was.

Heinz Strunk – Fleckenteufel
The Curious Case of Benjamin Button
Barneys Bro Code
Daniel Kehlmann – Ruhm
David Foster Wallace – Am Beispiel des Hummers
Johanna Adorjan – Eine exklusive Liebe
Stevan Paul – Monsieur, der Hummer und ich
Tilman Rammstedt – Der Kaiser von China
Maria Sveland – Bitterfotze
Nick Cave – Bunny Munro
Nick Hornby – Juliet Naked
Antje Krog – Country of my Skull

Jahresendzeitfragebogen 2009

Alle Jahre wieder: 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003.

Zugenommen oder abgenommen? Tendenziell gleichgeblieben. Plus minus ein, zwei Kilo.
Haare länger oder kürzer? Im Moment ein bisschen länger. Ich muss mir da mal was Neues überlegen, glaub ich.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Konstant.
Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger. Man kauft ja nicht jedes Jahr ein neues Auto.
Der hirnrissigste Plan? Och, ich war glaub ich wenig hirnrissig in diesem Jahr.

Die gefährlichste Unternehmung? Der Südafrika-Trip mit all seinen Facetten: Löwen! Krokodile! Elefanten! Obwohl ich nur beim Elefantenfüttern ein wenig Schiss hatte (Die Zähne!)

Die teuerste Anschaffung? Ich glaube, das war der südafrikanische Wein (Schöne Grüße an Lufthansa..).

Das leckerste Essen? Oh, das war all das frische Zeug, was ich in Südafrika gegessen habe. Ich hab mich immer noch nicht wieder richtig umgewöhnt. Als mich der Mann meines Herzens an meinem Geburtstag in ein gutes Restaurant ausführte, schmeckte immer noch alles ein wenig fad. Die größte kulinarische Erkenntnis war für mich aber, wie unfassbar wild Fleisch schmecken kann. Als ob der Springbok neben mir stand. Und: Wie unfassbar gut Blauschimmelkäse zu Straußencarpaccio schmeckt. Hach.

Das beeindruckendste Buch? Ich war ein Schlumpf in diesem Jahr, weil ich wirklich sehr wenig in Büchern gelesen habe. Das, was am längsten nachklang: Johanna Adorjan – eine exklusive Liebe.

Der berührendste Film? Im Kino war ich auch viel zu wenig. Unter den wenigen der tollste war „Inglorious Basterds“. Geflennt hab ich aber wieder mal nur bei Mädchenfilmen.

Das beste Lied? Och, auf beste Lieder hab ich keine Lust. Ich bin für beste Platten. Jochen Distelmeyer – Heavy.

Das schönste Konzert? Bernd Begemann im BKA Theater. Weil sitzend, berührend und in gleichgesinnter Begleitung.

Die meiste Zeit verbracht mit…? der Redaktion, vermutlich.

Die schönste Zeit verbracht mit…? dem Mann meines Herzens.

Vorherrschendes Gefühl 2009? Und jetzt?

2009 zum ersten Mal getan? In Wien gewesen und in Stockholm, den Äquator überquert, ganz viele Tiere außerhalb eines Zoos gesehen, auf einem Elefanten gesessen (und mir dabei die Hose versaut, kennt jemand ein gutes Scheuermittel?), Strauß gegessen, mit Prezi Präsentationen gehalten, eine Radiosendung moderiert, ein Apple-Produkt gekauft. Ich bin sicher, dass ich die Hälfte vergessen habe.

2009 nach langer Zeit wieder getan? Oh, Echt gehört. (via)

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Mich an der Kürbissuppe verbrennen, die verfickte Erkältung am Jahresende (Hallo Stimme, wann schauste mal wieder vorbei?), all die Toten.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Weiß noch nicht, ob ich erfolgreich war.

2009 war mit einem Wort…? Mittel. Ich sollte mehr Urlaub machen.

30+2

Jochen bei Tracks

FIlm: Selbst ist die Braut

Komischer Liebeskomödienfilm mit Sandra Bullock, den ich natürlich nur geschaut habe, weil ich im Flieger saß und weil nichts anderes lief. Mit Ryan Reynolds. Sandra Bullock ist die biestige Chefin und ihr Assistenz Ryan Reynolds macht alles für sie. Sogar sich das Hemd eines anderen anziehen, wenn das eigene mit Kaffee bekleckert ist. Und den eigenen Kaffee der Chefin geben, auch wenn ihrer eigentlich gerade im Hemd gelandet ist. Bullock will Reynolds heiraten, weil ihre Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in den USA abläuft und sie sonst zurück nach Kanada muss. Leider verlieben sie sich dann und am Ende, ja am Ende kriegen sie sich natürlich, weil es ja eine Liebeskomödie ist, die natürlich ein Happy End haben muss. Das bekloppte: Nachtflug, Emo-Stimmung, ich musste sogar Tränen verdrücken. Nicht so schlecht.

Dinge, die immer im Haus sein müssen

Ichauch ichauch.

1. Honig
Ich bin ein Süßfrühstücker und ich liebe Honig auf Brötchen, Brot oder Toast. Am liebsten Akazienhonig oder Raps oder eine andere der hellen Sorten.

2. Tee
Also irgendein Tee ist immer im Haus, weil ich als Teetrinker ja gerne auch mal Tee geschenkt bekomme, leider nur meist den, den ich nicht so mag (Karamellaroma oder anderes künstliches Zeugs). Derzeit werde ich hibbelig, wenn mein Chai-Tee aus dem Teeladen (Name entfallen, der mit den blau-weiß-gestreiften Packungen) zur Neige geht. Ansonsten Ostfriesenmischung mit Vanilleschoten (kein künstliches Aroma!).

3. Milch
1,5 Prozent Fett. Für den Tee. Wichtig.

4. Tomaten
Ich weiß auch nicht, aber Tomaten im Kühlschrank beruhigen mich.

5. Kokosmilch
Derzeit hab ich das im Griff, aber es gab eine Zeit, in der ich den Supermarkt nicht ohne Kokosmilch verließ. Sorgte dafür, dass ich mir irgendwann einen stattlichen Vorrat aufgebaut habe. Derzeit wird dieser abgebaut. Wie gesagt, hab das im Griff.

6. Olivenöl
Check.

7. Essig
Balsamicoessig, aber auch Essigessenz.

8. Gewürzgurken
Ich esse die nicht unbedingt häufig, aber für den Fall, dass ich unbedingt ein Käsebrot mit Gurken (gerne auch überbacken oder wenigstens zerlaufen) essen möchte, müssen diese im Haus sein (am liebsten von Knorr).

9. Senf
Schön scharf.

10. Meerrettich
Am liebsten ohne Sahne. Mmh, für Lachsbrot.

Meine Woche und das Netz (7)

Auch die Medienbranche muss vor Weihnachten noch die eine oder andere Entscheidung treffen. Und damit meine ich nicht die Entscheidung darüber, ob man auf der Weihnachtsfeier das Auto stehen lässt oder doch noch nach Hause fährt. Am Montag übrigens haben sich sehr viele dazu entschieden, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Ziemlich erfreulich war am Dienstag das Grundsatzurteil des BGH zu den Sedlmayr-Mördern. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Post von Anwälten, die die Löschung der Namen ihrer Mandanten im Online-Archiv forderten. Eine Forderung, der man als Journalist ungern nachkommt, weil dies ja einer Geschichtsfälschung gleichkommt. Dass der BGH nun anders entschieden hat, ist zumindest ein gutes Zeichen für die Pressefreiheit im Internet.

Leider sorgte auch Herr Iken vom „Hamburger Abendblatt“ für Aufsehen. Abendblatt.de machte einige Artikel kostenpflichtig, wenn auch nur für die User, die die Texte direkt über die Startseite ansteuerten. Google-User konnten die Texte in gewohnter Form lesen. Und um dem Ganzen noch einen draufzusetzen, übte sich Herr Iken in Leserbeschimpfung, was hunderte empörte Leserkommentare unter dem Text sowie viel Häme bei Bloggern. Hoffentlich bleibt dieser – vorsichtig ausgedrückt – unglückliche Umgang mit dem Leser ein Einzelfall.

Nicht nur wegen des neuen Chefredakteurs bei der Welt telefonierte ich am Abend dann noch mit einem ehemaligen Kollegen, der mir erzählte, dass sich andere ehemalige Kollegen über meine hohe Facebook-Aktivität wunderten. Interessanter Ansatz, wie ich fand, nutze ich doch Facebook eher sekundär, weil die Nachrichten, die dort von mir erscheinen, alle getwittert sind und nur weitergeleitet werden. Wir plauderten dann noch ein wenig über Sinn und Unsinn dieser Plattform und für mich selbst kam ich dann aber doch wieder zu dem Schluss, dass Twitter die für mich nützlichere Variante der Sozialen-Netzwerk-Kommunikation ist. Newsorientiert, leichter zu bedienen, wenn man gerade keine Zeit hat, die empfohlenen Links zu lesen (oder gibt es da ein gutes Tool für in Facebook?).

Für den Jahresrückblick dann noch über Google und Microsoft geschrieben. Gut, dass jetzt erstmal Weihnachtspause ist.

Wir Frauen sind einfach die besten

We dish dirt, we ask advice, we share tips and ideas, we offer shoulders upon which to cry and take them just as willingly when needed in return. We are often unflinchingly honest, with ourselves and one another, and share pieces of ourselves that would – and often do – horrify men. We are empathy personified and are conditioned to nurture from literally the earliest stages of toddlerhood on. As such, with the very fibers of our beings, we completely and totally “get” how important it is to listen within the social media world.

Aus „The Power of Women in social media

Wie ich einmal Quarkplätzchen buk

Quarkplätzchen

Ich kenne weder Philipp Kadavy noch Picadora Medien. Seit dem Wochenende kenne ich aber die Quarkplätzchen mit Ahornsirup, die der Kollege für das Büchlein „Media al dente – so is(s)t die Branche“ beigesteuert hat. Ein kleines Kochbuch, dass bei dem Liebsten auf dem Schreibtisch landete. Aber zurück zu den Quarkplätzchen. Ich hab das Rezept in leicht abgewandelter Form (anstatt Haferflocken einfach Cornflakes genommen) als Sonntagsfrühstück zubereitet und es war toll.

Die kleine Kochbuch-Kritik: sehr nettes Büchlein mit tollen, meist einfachen Rezepten (Medienleute haben nun mal kaum Zeit!), charmant aufgeschrieben. Und dann als Krönung auf jeder Seite noch die wirklich tollen Illustrationen von Bulo.

Update: Bei Bulo könnt ihr das Büchlein sogar gewinnen!

Media al dente

Hilfe, Weihnachten!

Und um das Näherkommen der Weihnachtstage etwas erträglicher zu gestalten, empfehle ich diese wunderbare Version von Whams „Last Christmas“.