Mein erstes Mal: Lasagne

Am Wochenende habe ich das erste Mal in meinem Leben eine Lasagne gekocht. Das war sehr sehr super, weil die Gäste begeistert waren (und ich auch).

Wie das geht? Ganz einfach!

1. Bolognese kochen
Also Fleisch braten mit halbierter Knoblauchzehe, sehr kleingeschnittenen Zwiebeln, noch viel kleiner geschnittenen Möhren drin (soll ja eine Männerbolognese werden, da darf man das Gemüse nicht sehen), würzen (viel Pfeffer, Salz). Wenn das Fleisch durch ist, die passierten Tomaten (500 Gramm Fleisch passt gut zu 500 ml Tomaten) dazugeben, ein Schuss Weißwein, Paprikagewürz, Muskat, Chiliflocken und einer Brise Zucker. Kochen lassen. Nochmal abschmecken, nachwürzen, falls das ganze zu flüssig ist, eine Kartoffel reinreiben (wegen der Stärke).

2. Beschamelsoße kochen
In einem großen Topf Butter schmelzen und dann unter kräftigem Rühren Mehl in die zerlaufene Butter rühren. Parallel Milch erhitzen. Am besten so timen, dass die Mehlschwitze fertig ist, wenn die Milch aufkocht. Dann die Milch langsam in die Mehlschwitze rühren, aufkochen lassen, fertig. Ofen auf 200 Grad vorheizen.

3. Schichten!
Nudeln im Bräter oder einem anderen geeigneten Küchengerät auslegen, Bolognesesoße drauf, Beschamelsoße, nächste Nudelschicht. Vorgang solange wiederholen, bis die Bolognesesoße fertig ist. Nudelschicht drauf, Beschamelsoße drauf.

4. Mit Käse bestreuen
Selber machen oder die Gäste dafür einspannen

Lasagne - Käse drauf

4. Backen
Bräter in den Ofen schieben und nach 20 Minuten immer mal mit der Gabel prüfen, ob schon alles durch ist. Nebenbei: Tisch decken.

Lasagne - vorher

Lasagne - nachher

5. Anrichten
Guten Appetit!

Lasagne auf dem Tisch

Und beim nächsten Mal leuchte ich mein Werk auch noch besser aus, damit die Fotos so irre lecker aussehen.

Meine Woche mit dem Netz (19)

Ich nutze jetzt seit einigen Monaten Gowalla und Foursquare, aber wenn ich gefragt werde, warum und welchen Nutzen das hat, dann eier ich jedes Mal herum, weil ich darauf eigentlich immer noch keine richtig gute Antwort habe außer: ist halt so ein Spiel, irgendwie. Bin trotzdem Bürgermeister der Pommes-Bude schräg unter mir.

Auf dem „Social Media Forum“ in Hamburg gewesen mit mehreren Erkenntnissen: 1. Wenn man in Düsseldorf schon ohne Wintermantel rumlaufen kann, gilt das auf keinen Fall auch für Hamburg. 2. Hamburg ist toll. 3. Erstaunlich wenig über das iPad gesprochen. 4. Das Internet wird in vielen Häusern immer noch unterschätzt.

Mit Marcus Schuler, Thomas Pfeiffer, Sören Stamer und Frederic Lardinois in der Geek-Week über Google Buzz (es herrschte Einigkeit), Google und China und dieses Buch von Markus Reiter diskutiert (Ein bisschen doof, weil ich das Buch nicht gelesen hatte, sondern nur Interviews mit dem Autor.) Wer sich das anhören will, geht am besten hierhin.

Irgendwann schreib ich mal ein Kochbuch oder Kochblog oder so: Kochen mit Twitter. Denn die Tipps, die ich jedes Mal auf meine Kochfragen bekomme, sind sehr wertvoll und interessieren bestimmt nicht nur mich. Aktuelles Beispiel: Am Samstag das erste Mal in meinem Leben Beschamelsoße gekocht. Leider zuviel. Aber dafür bei Twitter jede Menge tolle Tipps bekommen, was ich mit den Resten anstellen kann. (Hab sie dann trotzdem weggekippt. Hatte leider keinen Blumenkohl, Spargel, Porree oder Kohlrabi im Haus.

Aus meinem E-Mail-Postfach: Ob Huhn in Schoko-Soße schmeckt?

Frust.

Sophie Dahls Comeback

Ich habe mir heute ein Kochbuch gekauft. Ich kaufe mir wirklich selten Kochbücher, die Rezepte-Apps, die ich mir in den vergangenen Monaten auf mein iPhone geladen habe, zählen nicht. Das Kochbuch ist von Sophie Dahl, die vielleicht einige als Wonderbra-Gesicht kennen. (Korrigiert, siehe Kommentar der Kaltmamsell.) Derzeit sieht sie sehr hervorragend aus und hat sogar, wie ich durch Zufall auch heute erfahren habe, seit kurzem eine Kochsendung in der BBC. Ich hab mir gerade die erste Folge angeschaut, weil ich eine Bestätigung brauchte, das richtige Buch gekauft zu haben (Boah, gibt es tolle Kochbücher!). Das Prinzip der Sendung: Sophie Dahl kocht Gerichte, die zu ihrer Stimmung passen. In der ersten Folge ist ihre Stimmung „selfish“, also egoistisch, gemeint ist aber, Essen, das man sich dringend kochen sollte, wenn man einen Tag nur mit sich verbringt, also an dem man das Alleinsein zelebriert. Zum Frühstück gibt es laut Sophie Dahl dann das hier.

Und so sieht ihr „Selfish Day“ aus:
Frühstück: Arnold Bennett Omelette
Lunch: Buffalo Mozzarella Bruschetta mit Fenchel und Zucchini
Zum Tee: Erdnussbutter-Fudge
Der Drink zum Dinnerkochen: Dirty Martini
Das Dinner: Roasted Heilbutt mit Spinat und Kressesoße, Süßkartoffelchips und Pilzen
Der Nachtisch: Schokoladencreme mit Brandy-Kirschen

Mmh. Wer jetzt auch das Buch will, hier der Link.

Meine Woche mit dem Netz (18)

Auch wenn es wirklich ekelig sein kann: Dieses Chatroulette hat mir in dieser Woche schon so viele tolle Momente (Oder wie bezeichnet ihr es, wenn ihr mit einem immer fetter werdenden Grinsen sitzt???) beschert, dass ich sie mit euch teilen möchte.

Zuerst gab es dieses Video hier. Ein Mann besingt seine Chatroulette-Stranger – großartig.

Dann: Die krassen Reaktionen über den toten Mann. Ich hoffe wirklich, dass das nur ein Fake ist.

Und dann noch Ben Folds, der Chatroulette auf einem seiner Konzerte ausprobiert hat und da die Chatroulette-Stranger ebenfalls besingt.

Ich habe mein MeinVZ-Account gelöscht.

Über Ina Müller

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach Informationen, was Lukas Hilbert eigentlich jetzt so macht. Gelandet bin ich bei Youtube und Ina Müller. Nicht, weil Lukas Hilbert da auch mal war (Hab ich zumindest nicht gefunden), sondern wegen Frau Catterfeld (Den Text zu „Für dich“ hat ja der Lukas gesungen). Die hat nämlich auch schon mal mit Ina Müller da gesungen und mich hat der Blick ihres Freundes im Hintergrund so gerührt:

Aber Ina Müller schafft es eben doch ständig, mich mit ihren Duetten in „Inas Nacht“ zu verzaubern. Meine Lieblingssongs:

Jochen Distelmeyer

Nils Frevert

Selig

Hugo-Egon Balder

Mia

Ron Diva

Hach, wie schön.

Birgit Utz – Weggefahren

Ein perfektes Buch für eine Zugfahrt von Düsseldorf nach Berlin und wieder zurück. Weil es auch um das Wegfahren (Kleiner Tipp: steht im Titel!) geht, wenn auch nicht unbedingt das entspannte Och-ich-mach-mir-mal-ein-schönes-Wochenende-in-Berlin-Wegfahren sondern eher das Ich-muss-hier-mal-weg-Wegfahren. Die Erzählerin bekommt Besuch von ihrer Schwester Rebecca, die von zuhause wegfahren musste, weil sie ihr Kind verloren hat und darüber nicht traurig ist. Die Erzählerin findet das gar nicht gut, vor allem, weil sie seit Jahren keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihrer Familie hat, völlig abgenabelt ein auf den ersten Blick ganz ordentliches Leben führt. Der Laden läuft, die Beziehung auch irgendwie und dann kommt plötzlich die Schwester und bringt Unruhe in ihr Leben. Ich habe das kleine Büchlein wie gesagt sehr gerne gelesen. Dicht erzählt, die beschriebenen Personen waren so gezeichnet, dass man ihr Handeln zumindest nachvollziehen konnte. Am Ende denkt man noch ein Weilchen nach. Ich konnte dies auf der Strecke von Hamm nach Düsseldorf machen, auch wenn ich mich bis Essen noch mit einer neuen Folge „30 Rock“ abgelenkt hatte. Aber dann hab ich gedacht. Wirklich.

(Wer’s selber ausprobieren will – Buch bei Amazon bestellen.)

(Danke, liebes Wortschnittchen.)

FILM: Avatar

Ich will wieder mehr über Filme schreiben, besonders weil ich derzeit so selten welche schaue. Besonders im Kino. In diesem Jahr erst zweimal da gewesen, wenn ich mich an diesem Wochenende noch aufraffe, wie geplant ins Kino zu gehen und „Die Friseuse“ zu sehen, könnte ich stolz berichten, immerhin einmal im Monat im Kino gewesen zu sein. Es gab Zeiten, da war ich jede Woche einmal dort. Genug bedauert.

Ich war also vor gar nicht so langer Zeit im Kino und habe „Avatar“ gesehen. Ewig her, dass der Film in die Kinos kam. Umso überraschter war ich, dass in der 16.15-Uhr-Vorstellung kaum ein Platz unbelegt blieb. Ein beinahe ausverkaufter Film. Beeindruckend. Warum ich eigentlich nicht schon früher über den Film geschrieben habe – immerhin habe ich ihn am Tag vor der Oscar-Verleihung gesehen und das ist ja nun wirklich schon ein bisschen her? Weil mir nicht wirklich mehr einfällt als das übliche, was über diesen Film geschrieben wurde: mittelmäßige Story, tolle Technik, aufgrund letzterer durchaus ein cineastisches Erlebnis.

Ich glaube, dass „Avatar“ dem Popcorn-Kino einen Schub geben wird, weil die 3D-Technik heute vermutlich so faszinierend ist wie die Einführung des Farbfilms. Es ist beinahe unheimlich, wenn das Auge mir vorgaukelt, dass da gerade wenige Zentimeter entfernt ein Schmetterling vorbeiflattert oder ich Teil des Spektakels werde, in dem ich das eine-Schlucht-auf-dem-Rücken-eines-Drachends-Hinunterstürzen miterleben darf. „Avatar“ setzt da sicherlich Standards, auch wenn mir die Handlung viel zu sehr auf die Effekte hingeschrieben war – das Auftauchen der komischen Tiere im Urwald, die Verfolgungsjagden, die Kampfszenen. Perfekt inszeniert, zu perfekt für mich. Als ich das Kino verließ, unterhielten sich zwei Teenager-Mädchen (Hihi, kennt ihr den Ärzte-Song noch?), dass sie „total geheult“ hätten. Ich war ein bisschen neidisch auf sie.

Der Zauber von Lena Meyer-Landrut

Was ich mich ja die ganze Zeit frage: Schafft Lena Meyer-Landrut es, ihren Zauber bis Ende Mai wirklich aufrecht zu erhalten?

Ich habe mich in dieser Woche mit einigen Menschen getroffen. Und jedes Mal kam es zu der folgenschweren Frage, die jedes Mal zu mindestens 15 Minuten Gespräch führte: „Wie findste eigentlich die Lena?“ Mal erzählte mir mein Gegenüber alle Einzelheiten, die er im Netz auftreiben konnte: von Lenas Auftritt im ARD-Morgenmagazin

bis hin zu dem Auftritt bei „TVTotal“ oder eben ihrem Video, das ja direkt vor der Tagesschau ausgestrahlt wurde. Folgende Attribute wurden jedes Mal besonders hervorgehoben: ihre Natürlichkeit, ihre Ironie, ihr Humor (Auf die Frage, wie sie sich denn jetzt nennen würde, weil LML ja ein wenig lang sei, antwortet sie, dass sie jetzt nur noch „Lena“ sagen würde, auch wenn das „ein bisschen Asi-Big-Brother-Style“ sei. Und das im Morgenmagazin.), ihre Ausstrahlung (Geht es eigentlich nur mir so, dass ich grinsend vor dem Notebook hocke, wenn ich mir diese ganzen Videoschnipsel anschaue?).

Lena umgibt derzeit ein Hype, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Das TV-Total-Video wurde mittlerweile bereits 100.000 Mal angeschaut, das Musikvideo bei Youtube fast 800.000 Mal, bei Facebook hat sie mittlerweile mehr als 44.000 Fans und das größte Zeichen natürlich: ihr Abschneiden in den Download-Charts.

Eine Frage, die ich in dieser Woche auch extrem häufig diskutiert habe: Wird es Lena gelingen, den Hype in Deutschland bis Ende Mai aufrecht zu erhalten? Wie wird sie es schaffen, auch außerhalb von Deutschland bekannt zu werden? Und: Wie erobert man eigentlich Osteuropa? Hach, Fragen, die hoffentlich bald beantwortet werden. Hoffen wir mal, dass die Ratschläge, die da gerade an den deutschen Stammtischen entstehen, es bis zu Lena und ihrem Team schaffen. Zu wünschen wäre es ihr.

Über den Trololo-Mann

Der lustige Trololo-Mann geistert seit gestern auch durch mein Internet. Die Version, die ich hier verlinke, wurde bis jetzt mehr als 700.000 Mal angeschaut, zählt man die anderen Versionen des Videos dazu, kommt man locker über eine Million. Sicher, noch kein Rick Astley, aber was nicht ist, kann ja noch, ihr wisst schon.

Also, wer ist der Trololo-Mann? Ein russischer Opernsänger mit dem Namen Eduard Khil, der 1966 dieses Lied sang. Es scheint im Voll-Playback, denn sonst hätte er in dieser Aufnahme sicherlich ein bisschen synchroner seine Lippen bewegt.

Seit einigen Wochen geistert das Video durchs Netz, großer Spaß, es gibt sogar schon Seiten, die sich eine Welttournee mit dem Trololo-Mann wünschen, es gibt die ersten Nachahmer, nein, Eduard Khil selbst rief dazu auf, Parodien zu drehen.

Boingboing weist auf ein weiteres Video hin, in dem der Trololo-Mann sich die ersten Videos anschaut.

Tja, selbst Christoph Waltz hat den Trololo-Mann schon nachgespielt.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich das Internet gerade für diese Phänomene so liebe.

Meine Woche mit dem Netz (16+17)

Zwei Wochen sind um, nachdem ich vergangene Woche irgendwie nicht dazu gekommen bin, was zu schreiben. Und jetzt weiß ich auch gar nicht mehr, was so los war. Ich habe mich viel mit Webvideos beschäftigt, ein paar Sachen geschrieben.

Den meisten Spaß haben mir aber wieder einmal die „The-Onion“-Videos bereitet. Das hier, zum Beispiel:


How Will The End Of Print Journalism Affect Old Loons Who Hoard Newspapers?

Lohnt sich wirklich immer, die Videos bei „The Onion“ zu gucken.

Sehrsehr witzig ist auch das, was der Kollegen Sonneborn so verzapft.

So. Ich mach jetzt erstmal Pause. Zumindest so beruflich. Aber dann hab ich ja vielleicht diese Woche ein bisschen Zeit, hier ein paar Dinge zu schreiben. Hehe.