Franzi Friesinger (oder so)

Franzi auf dem Eis

Beim Durchwühlen alter Fotos gefunden. Beinahe hätte mein Leben eine andere Laufbahn genommen. Ich war damals in der dritten Klasse, als ein paar von uns ausgewählt wurden, um zum Eisschnelllauftraining zu gehen. Dreimal die Woche, im Sommer wurden wir mit Konditionstraining fit gemacht und sobald es kalt genug war, ging es aufs Eis. Es gab eine Übung, die ich besonders hasste: das ewige Hüpfen auf Schnelligkeit, offenbar ein Super-Training für die Wadenmuskulatur.

Irgendwann bekamen wir Besuch von der Zeitschrift – in der Illustrierten „Für Sie“ sollte ein Porträt über unsere Trainingsgruppe erscheinen. Und irgendwie kamen die Redakteure auf die Idee, mich als eine der Protagonisten zu fotografieren und zu interviewen. (Unter einem der Bilder stand dann, dass das Rückwärtsfahren nicht unbedingt zu meinen liebsten Beschäftigungen gehörte.) Tja, und so entstand dieses Foto.

Bitte beachten Sie die selbstgestrickten Stulpen.

Im Juni in Berlin (1)

Und es hat sich schon jetzt gelohnt, den 48-Stunden-Trip nach Berlin anzutreten. Lange hatte ich gehadert, ob sich das denn lohnen würde, Samstagmorgen hin, Sonntagabend zurück. Aber Spaziergang nach Prenzelberg, Spaziergang in Prenzelberg, Eisessen, Auf-der-Wiese-liegen, Klassentreffen, ein sowas-von-freundlicher Taxifahrer (in! Berlin!!), ein Straßenfest und am Ende des Tages ein weiches Bett haben mich schon entschädigt.

Gleich Fahrradfahren und Frühstück, später Deutschland gegen England. Ich bin innerlich zerrissen. Hat aber doch was Gutes, denn egal, wer weiter kommt, ich werde mich darüber freuen.

(Mal schauen, ob ich das mit dem Bloggen noch draufhabe.)

Abstimmen! Für mich!

Hilfe, Hilfe, ich kann einen Preis gewinnen, und zwar den „Onlinestar“ in der Kategorie „Bestes privates Blog“, die auf der Webseite fälschlicherweise als „Bester privater Blog“ bezeichnet wird. Könnt ihr mir helfen, dass ich bei der Konkurrenz wenigstens eine klitzekleine Chance habe? Das wär toll.

HIER GEHT’S ZUR ABSTIMMUNG!

Bis zum 5. Juli kann man noch abstimmen!

FILM: Verlobung auf Umwegen

Ich darf gar nicht erzählen, dass ich eigentlich versucht hatte, „Shutter Island“ zu schauen, aber daran scheiterte, dass ich die Schwere dieses Films und seine Referenz zum dritten Reich ehrlicherweise im Flieger nicht ertragen habe. Dann also „Verlobung auf Umwegen“, herzlichen Glückwunsch, Frau Bluhm.

Mein Star über den Wolken: Amy Adams, die (wieder einmal) eine karriereorientierte Frau spielt, die ihre große Liebe gefunden zu haben scheint. Seit Jahren lebt sie mit ihrem Freund Jeremy zusammen, funktioniert alles ganz ok, wobei beide mehr mit sich und ihrem Beruf als mit ihrer Beziehung beschäftigt sind. Und wieder das schlimme Klischee: Amy träumt von einer Hochzeit, so sehr, dass sie irische Bräuche zitiert, um ihren Freund einfach selbst zu fragen. Wenn er nicht will, muss sie halt ran. Auf den ersten Blick natürlich total emanzipiert von ihr, doch jede Form von Emanzipation stirbt sofort, wenn man sieht, mit welcher Verbissenheit sie um ihre Hochzeit kämpft. In großstädtischer Großkotzigkeit versucht sie ihren Willen durchzusetzen, am Flughafenschalter, auf dem Dorf und dann erkauft sie sich einen irischen Rüpel, der eh gerade knapp bei Kasse ist und sie dann doch nach Dublin begleitet. Wenn man das Begleiten nennen kann, denn den beiden werden eigentlich alle nur erdenklichen Steine in den Weg gelegt. Autos gehen kaputt, Züge verpasst, andere Hochzeiten gesprengt, gekocht (Jaja!) und nebenbei noch das Herz verloren – an einen anderen Mann. Der ihr die Augen öffnet, was Jeremy angeht, ihr Leben, ihr Ziele. Und der sie dann trotzdem heiratet. Schade, eigentlich, nach so viel Läuterung.

Film: Bride Wars – Beste Feindinnen

Allein der Titel schon. Der Krieg der Bräute verspricht schlimme Hochzeitsgedöns. Und zur Abwechslung endlich mal wieder ein Film mit Anne Hathaway. Anne heißt hier Emma und kennt Liv (Kate Hudson) schon seit ihrer Kindheit. Damals haben sie schon Heiraten gespielt und seitdem den Wunsch, in einem der berühmtesten Hotels New Yorks zu heiraten. Die Anträge erfolgen zeitnah und dooferweise gibt es nur noch Termine, die an einem Tag liegen. Da keine später heiraten will, kommt es zum großen Hauen und Stechen. Die Freundschaft pausiert und beide geben sich ihren Gehässigkeiten hin.

Ich bin ehrlicherweise immer wieder geschockt, welches Frauenbild in diesen Filmen vermittelt wird. Für ihre Traumhochzeit gehen Frauen über Leichen. Und alle wollen in weiß heiraten, mit viel Tamtam, ganz klassisch und machen auf dem Weg dahin alle verrückt. Natürlich ist am Ende des Films alles wieder gut, auch wenn die eine Hochzeit komplett platzt, aber auch nur, weil sie noch nicht den richtigen gefunden hat, obwohl dieser immer in ihrer Nähe war.

Und eigentlich muss ich auch noch ein paar Worte zu Anne Hathaway loswerden: Da ich bisher nur zwei Filme mit ihr gesehen habe (diesen hier und „Valentinstag“), kann ich nicht wirklich über ihre schauspielerischen Fähigkeiten sagen, aber das, was ich in eben diesen gesehen habe, ließ mich ein bisschen erschrocken zurück. Aber wie sagen die Damen der Zunft in ihren Interviews immer so schön: Komödie ist schon die Kür, eine der schwierigsten Rollen und so. Lag bestimmt daran.

Film: When in Rome

Wow, ich habe gerade gelesen, dass die Hauptdarstellerin Kristen Bell 2006 zur sexiesten Vegetarierin der Welt gewählt worden ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich diesen Film mit ganz anderen Augen geschaut. So fand ich Kristen Bell ganz süß als aufstrebende, karriereorientierte Blondine, die natürlich schon ein bisschen neidisch auf ihre kleine Schwester ist, die sich einfach mal so verliebt, verlobt und auch gleich heiratet. Ein bisschen albern wird es dann, weil sie vier Männer mit einem Fluch belegt, sie stibitzt nämlich die Münzen, die besagte Herren in den Liebesbrunnen geworfen haben. Die Herren verfallen ihr, legen ihr die Welt zu Füßen, was Kristen Bell ein bisschen überfordert. Auch weil sie sich dann doch auch verliebt hat. Das Hin und Her wird ganz humorvoll erzählt, am Ende kann sie alle Herren von ihrem Fluch befreien und ein Happy End gibt es auch.

Der Film ist von Disney, deshalb wohl besonders „verzaubert“, was ein bisschen albern rüberkommt. Wer im Flieger zwei Stunden rumkriegen will und keine Alternative hat, kann sich den Quatsch anschauen.

FILM: Valentinstag

Ich habe im Flugzeug eine Schwäche für Filme, in denen es mit Bedienung aller nur möglichen Klischees um die große Liebe geht. Also wie man sie glaubt, erst gefunden zu haben, sie findet und dann noch einmal kurz fast verliert vor dem Happy End. Dass ich mir also auf dem Flug nach Kalifornien als erstes „Valentinstag“ anschaue, ist irgendwie klar, oder?

Die Struktur des Films erinnert stark an „Love Actually“ – kleine Episoden, die parallel erzählt werden, die sogar alle ein bisschen miteinander zu tun haben. Und viele sehr bekannte Schauspieler machen mit: Web-Schnucki Ashton Kutcher, Jessica Biel, Jessica Alba (naja), Taylor Swift (Wie peinlich ist die bitte?), Anne Hathaway, Jennifer Garner, Shirley MacLaine, Jamie Foxx, Patrick Dempsey und auch Julia Roberts. Alle irgendwie glücklich zumindest beim ersten Blick, wirft man dann aber einen Blick hinter die Fassade und das macht der Film sehr geschickt, Schritt für Schritt, sieht es gar nicht so rosig aus. Ihr könnt euch vorstellen, dass am Ende des Films dann trotzdem alle glücklich sind. Ich übrigens auch. Weil Julia Roberts wirklich tausende Kilometer geflogen ist, nur um ihren kleinen Sohn in die Arme zu schließen. Schnief.

3. Staffel Fringe: Was kommt?

Nicht gucken, wenn ihr die letzte Folge noch nicht gesehen habt.

(via)

Juni #1, Fliegend

Die Bilder auf dem Weg von San Francisco nach Dallas. Bei einigen habe ich nachträglich die Farbe bearbeitet (Automatik bei Corel). Call it Punk.

San Francisco - Dallas

San Francisco - Dallas

San Francisco - Dallas

San Francisco - Dallas

Und hinter das Geheimnis der runden Kornfelder in Texas bin ich leider noch nicht gekommen. Kann da jemand helfen?

San Francisco - Dallas

Die übrigen Fotos aus Kalifornien gibt es hier.

Mai #31, San Francisco

Letzter ganzer Tag in San Francisco und ich mache noch ein paar Dinge, zu denen ich bisher nicht gekommen bin.

Alcatraz

Erstens: Alcatraz. Das habe ich geplant, schon in Deutschland, weil mir Freunde geraten haben, dass die Tickets für die Fähre sehr begehrt sind. Um elf geht meine Fähre vom Pier 33. Und da sind so viele Menschen, die sich das auch vorgenommen haben. Auf der Insel wird es leider nicht besser. Preisgekrönt ist die Audio-Tour – und alle machen die natürlich auch. Das führt dazu, dass man zunächst ansteht, um Kopfhörer und Gerät zu bekommen und sich dann in Massen vor den Gefängniszellen, im Speisesaal oder auf dem Vorplatz herumtreibt. Trotzdem ist diese Tour wirklich zu empfehlen – es werden Töne von ehemaligen Insassen und Gefängniswärtern gemischt, der Erzähler leitet den Besucher ziemlich gut durch das Gebäude.

Clam Chowder

Zweitens: Clam Chowder Suppe. Ich mag alle möglichen Sorten Meerestiere und deshalb ist es natürlich auch eine Pflicht, diese Suppe zu probieren. Ich wähle dafür das Boudin mitten im Touri-Viertel, auch weil die sich damit brüsken, dass bei ihnen alles angefangen hat und sie gleich noch ein Museum dazu gebaut haben. Diese Suppe wird in einem großen Brot serviert (siehe Foto), die man dann natürlich auch gleich noch vernichten kann. Sagen wir es so: Die Suppe ist völlig in Ordnung, ganz gut gewürzt, das Krabbenfleisch da drin ist schmackhaft – alles gut. Aber warum darüber so ein Gewese gemacht wird – ist halt ne Suppe. Nun gut.

Skyline

Drittens: Golden Gate Park. Ich war schon in New York nicht richtig im Central Park, also muss ich mir wenigstens den Golden Gate Park in San Francisco anschauen. Ok, eigentlich bin ich auf der Suche nach der „Academy of Sciences“, einem vor nicht allzulanger Zeit eröffneten Museum, das ich noch besuchen möchte, aber ich finde es nicht. Der Park ist nett, trotz des sich langsam über die Stadt legenden Nebels gut besucht. Es ist Memorial Day und da wohl fast alles sehr voll. (Zum Beispiel auch dieser Apple-Store in der Nähe des Union Square, wo sich an diesem Montag sogar vor zehn eine Schlange bildete.)

Apple-Store um 9.55 Uhr morgens

Drittens: Academy of Sciences. Ein hübsches Museum, das die verschiedenen Kontinente mit seiner Tier- und Pflanzenwelt erlebbar macht. Highlight ist sicherlich der Regenwaldbereich, in dem extra für tropische Zustände gesorgt wird (Sorry, aber im Bremerhavener Klimahaus ist das noch einen Tick cooler!). Später geht es dann per Fahrstuhl in ein Aquarium, wo man sich viele Fische und andere Meereslebewesen anschauen kann. My favorite: Seepferdchen. Der spannendste Teil des Museums: die Sonderausstellung über die Galapagos-Inseln mit einem Schwerpunkt zu Schildkröten.

Viertens: Busfahren. Ich gucke mir auf diesem Weg noch das japanische Viertel an und ein paar Ecken, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Auf den Ohren übrigens: den Ohrensessel (Haha!).

Twitter-HQ

Fünftens: Twitter. Im Moma bei Foursquare entdeckt, dass auf der 750, Fossolm Street, das Twitter-Headquarter ist, weil sich offenbar ein paar Verrückte gerne vor das Gebäude stellen und dort erst einmal einchecken. Ich stelle mich halt vor so ein Gebäude, mache Fotos, blicke in die Fenster, wundere mich, dass die mit AT&T und einer Subway-Filiale in einem Gebäude sitzen und checke mich NICHT bei Foursquare und Gowalla ein, weil es kein freies W-Lan gibt und ich nicht auf die Idee komme, für diesen historischen Moment mein Datenroaming zu aktivieren.

Lunch Geek

Sechstens: packen. Herrjeh.

Alle Fotos aus Kalifornien gibt es übrigens hier.