Gute Nacht

Eine Mama-Freundin hat dieses Lied rumgeschickt und ich finde es soso schön.

Gestricktes: die Decke

Fertig

Endlich ist sie fertig, die Decke. Und nein, es ist keine Borussia-Dortmund-Fandecke oder das Karnevalskostüm für das Früchtchen, das als Biene Maja gehen wird: Die Decke ist grün und grau gestreift. Ich hatte das Muster bei Ravelry gefunden und es für toll befunden. Die Umsetzung war recht einfach, weil man einfach immer nur im Kreis stricken muss.

Der letzte grüne Streifen #progress

Das nervigste war das Fädenverstecken. Einen ganzen Abend hat das gedauert. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mal sehen, wie das Früchtchen sie findet.

Progress

Und was stricke ich jetzt aus der Restwolle? Und als nächstes?

Mamakram, woanders #2

Flaschenfrust“ und „Flaschenneid“ – hach ja, kenn ich irgendwoher.

„Gebärauftrag verweigert“ – Sibylle Berg über das Nicht-Kinderkriegen. „Meine Bewunderung gilt allen, die mit der Kinderherstellung eine lebenslange Verantwortung übernehmen, die eigentlich alles nur falsch machen können, denn ein richtig gibt es doch kaum.“

„Kurzes Update: Leben.“ Sophie schreibt über ihre letzten Wochen. Ich bin so froh, dass sie das alles überstanden hat und freue mich schon, sie nächste Woche wiederzusehen. Zwar nur entfernt was mit Mamakram zu tun, aber irgendwie schon.

„Das Mamma-Dilemma“ – Zwar schon etwas älter, aber eine gute Fortsetzung zu dem in der ersten Folge empfohlenen Text über unsichtbare Mütter. (via Kirsten in den Kommentaren)

Kindergarteneingewöhnungen in den Mamablogs. Zum Beispiel bei Mamamiez und Mama007.

Die Blogempfehlung: I’m with Leila – ein dänisches Blog über jede Menge Selbermachkram. Irgendwann werde ich eines dieser Mobilés basteln. Die sind toll.


#1

34_2011

Hase

Das letzte Mal war ich im Februar schwimmen. Mit dickem Bauch. Ohne Bauch kann man mehr schwimmen, auch schneller, und besser und überhaupt, beim Ausdemwassersteigen fühlt man sich aber trotzdem wie ein Walfisch.

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Außergewöhnlich viel zuhause gewesen. Noch ein bisschen Urlaub auf Balkonien gemacht: Seifenblasen, Wasserflaschen und ein glücklich spielendes Baby. An drei Abenden ausgegangen. Tat gut.

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Die Woche der U5. Ergebnis: Das Früchtchen ist für seine Größe angemessen schwer und kann eigentlich alles, was es können muss. Die Impfung hat es ebenfalls ganz gut weggesteckt, auch wenn diesmal die eine Einstichstelle etwas anschwoll.

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Neue Features: Brei ist doch wieder doof (und Flaschen sowieso aber das ist ja kein neues Feature). Nach ein paar Panikanfällen (Wird das Früchtchen jemals etwas anderes als Muttermilch zu sich nehmen? Oder zumindest vor November? AAAAAH!) nun noch einmal eine Breipause beschlossen. Seitdem sage ich mir minütlich, dass das Früchtchen eben seine Zeit braucht, es schon alles klappen wird und ich mal nicht so ungeduldig sein soll. Ich weiß schon, warum die Ungeduld in meinem Drei-Schwächen-Katalog für Standard-Bewerbungsgespräche drin ist.

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Letzte Woche habe ich ja auf den Text über die „unsichtbare Mutter“ hingewiesen. Darüber habe ich diese Woche noch mehrfach nachgedacht. Denn eigentlich sollte ich in den nächsten Wochen eine dreiviertelberufliche Verabredung am Abend haben. Da ich aber in der anvisierten Woche nicht da bin, flatterte plötzlich einen Mittagstermin in mein Postfach. Klar, Mütter haben mittags eigentlich immer Zeit. Was ich mich fragte: Geht mein Gegenüber dann davon aus, dass ich mit Kind auftauche oder dass ich – weil ja doch eine dreiviertelberufliche Verabredung – das Kind wegorganisiere. Mir persönlich wäre der Abendtermin ja auch aus diesem Grunde lieber gewesen: Es redet sich halt einfacher über Berufliches, wenn man sich ganz darauf konzentrieren kann und ständig abgelenkt ist, weil das Baby im Kinderwagen jammert, auf dem Arm herumwirbelt oderoderoder. Glücklicherweise kann der Mann unvorhergesehen einspringen. Wobei ich so ganz aus Prinzip eigentlich mit Kind auftauchen müsste.

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Endlich was Neues vom Thees. Und ich mag nicht nur die Single mit den Lachsen, sondern das ganze Album. Schön persönlich und norddeutsch. Und ich mag sogar das Casper-Lied. Verrückt.

Casper feat. Thees Uhlmann – XOXO from Bettey CTFxC on Vimeo.

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Der Einzug der Wachsdecke, jetzt bin ich so richtig uncool.

Äpfel

33_2011

Endlich wieder Wiesenwetter

Nach all den Regentagen gab es in dieser Woche wieder einmal die Gelegenheit, spazieren zu gehen, auf Wiesen zu liegen, die Sonne zu genießen. Volksgarten, Südpark, Zoopark. Und am Sonntag dann auch noch im Wildpark.

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Neues Projekt für die Woche: das neue Buch von Charlotte Roche lesen. An „Feuchtgebiete“ hat mich ja genervt, dass Charlotte Roche mit aller Macht provozieren will. Als ob sie ohne Provokation keine Aufmerksamkeit bekommt. Leider scheint auch „Schoßgebete“ nach diesem Muster gestrickt zu sein. Die provokante, weil detaillierte Sexszene gleich auf den ersten Seiten, ebenso der Angriff auf Alice Schwarzer, die sogleich reflexartig und publikumswirksam zurückkeift – hat die Roche das wirklich nötig? Mehr Urteil dann vielleicht, wenn ich weitergelesen habe. Hab mich wie gesagt erst durch die ersten Seiten gekämpft.

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Es gibt neue Früchtchen-Features. Schlafverhalten: ein paar Mal ganz alleine ohne Drama eingeschlafen. Wir trainieren ja auch gerade. Breiverhalten: Kürbis scheint zu schmecken. Zumindest seit Samstag und es bleibt mehr drin als im Gesicht und auf dem Lätzchen verteilt wird. Tschakka.

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So langsam mache ich mir selber Angst. Mein Strickprojekt ist ja mittlerweile recht fortgeschritten (Nur noch ein Streifen, dann geht’s ans heitere Fädenverstecken). Seit einigen Tagen denke ich darüber nach, ob ich diese Elternzeit nicht dazu nutzen sollte, was Neues zu lernen. Zum Beispiel: Nähen. Dank des Internets werde ich nun aber nicht die Nähmaschine von Penny kaufen, die es nächste Woche geben wird sondern abwarten. Das Nähkurs-Business in Düsseldorf ist ohnehin ein wenig undurchsichtig und muss erst nochmal genauer studiert werden. Stricken ist ja auch nicht so schlecht.

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Oh, mein Bruderherz brütet was Neues aus.

Mamakram, woanders #1

Ich möchte einen Beitrag leisten, dass der ganze lesenwerte Babyelternundso-Content, der im Internet so rumwabert, auch gelesen wird. Transparenz und so. Deshalb stelle ich jetzt in unregelmäßiger Folge (ich versuche mal einmal pro Woche) spannende, interessante, schöne, rührende – halt, was mir gefällt und weitestgehend mit Nachwuchs zusammenhängt – Beiträge vor. Hier Folge 1.

„Der Kindergarten ohne Rollenklischees“ (via Fuckermothers, die noch ein paar andere Texte zu dem Thema zusammengetragen haben)

„Muttergefühle“ – Infemme hat ein Buch geschrieben, das man schon vorbestellen kann.

„Die unsichtbare Mutter“ – die Basler Zeitung hat ein Super-Mamablog. Derzeit ist da Sommerpause und es werden einige Texte aus dem Archiv nochmal nach vorne gekramt. Auch dieser Text, in dem es um das Dilemma geht, ob man nun ganz viel oder lieber gar nicht über seinen Nachwuchs redet. Wichtiges Thema, muss man eigentlich auch mal was drüber schreiben.

„Kurze Frage“ – Max Buddenbohm fragt sich, wie sinnvoll das Schreiben eines emotionalen Bericht aus der Sicht eines Augenzeugens der Geschehnisse in Oslo so hat. Meine Fresse, Pädagogen heute.

„Liebe Verantwortlichen der Bekleidungsindustrie“ Yenofa vom Windelalarm ärgert sich über die Bekleidungsindustrie – zu recht!

Die Blogempfehlung: Melanie aus Düsseldorf mit ihrem Menschenskind-Blog. Sie ist zweifache Mama und stellt schöne Dinge für Kinder vor.

Und was lest ihr so?

Stillen, my Ass (2)

Möglicherweise folgt hier ein Beitrag aus der Kategorie „Too much information“. Hatten wir ja schon mal.

Das Thema schreit nach einem Update, auch weil Melanie bei „Glücklichscheitern“ was aus Sicht der Nicht-Stillenden geschrieben hat und ich da jetzt auch meinen Senf dazu geben will.

Als ich schwanger war, wurde ich oft gefragt, ob ich stillen will. Schnell – beispielsweise im Geburtsvorbereitungskurs – merkte ich, dass man auf diese Frage am besten „Ja, natürlich“ antwortet, wenn man moralisch aufgeladenen Diskussionen aus dem Weg gehen wollte. Ich habe den Fehler gemacht, zu antworten „Wenn’s klappt schon“ und erntete allein dafür schon vorwurfsvolle Blicke, wie ich das denn meinem Kind antun könnte.

Jetzt stille ich. Seit fast fünf Monaten. In den ersten Wochen habe ich das oft als Belastung angesehen: Dieses Ständigverfügbarseinmüssen, die durchnässten T-Shirts, wenn der feine Herr mal keine Lust hatte, nachts zu trinken oder einfach wenn ich die Stilleinlage vergessen hatte, die Schweißausbrüche, die schlaflosen Nächte. Stillen ist ein Job und er ist neben dem Babyrundumdieuhrbetüdeln ein verdammt harter. Klar, man bekommt natürlich auch was zurück. Weil es doch so gut funktionierte, habe ich mir gesagt: Ist gut fürs Kind, drei Monate machst du das jetzt, dann sehen wir weiter. Wie gesagt, jetzt sind fast fünf Monate um, das Früchtchen hat sogar schon zwei Zähne, die jeden Tag ein bisschen mehr wachsen, und ich stille immer noch.

Man könnte es dramatisch formulieren: Ich sitze in der Stillfalle. Fünf Monate hat das Früchtchen nix anderes als meine Brust gesehen und findet das offenbar sehr super (was ich natürlich gut verstehen kann). Das Problem: Wegen der Zähne (Und jetzt kommt mir nicht mit „Du legst ihn nur falsch an“) habe ich beschlossen, mich da so langsam rauszuschleichen. Da die Breieinführung und das Mahlzeitenersetzen sich ja nun noch ein bisschen hinziehen, wollte ich einfach mal eine Mahlzeit mit Fertigmilch ersetzen. Doch das Früchtchen scheint sehr eigen und verweigerte die Flasche. Und für den harten Schnitt bin ich noch nicht bereit genug, auch weil das ja sehr schmerzhaft für mich werden kann. Es ist schon ein pain in the ass, dieses Stillen.

Mal wieder: Ich woanders

Mütter nutzen das Internet viel stärker als Frauen ohne Kinder. Zahlreiche Webseiten versuchen, davon zu profitieren. Und deutsche Verlage haben das erkannt, wie die Übernahme der britischen Elternplattform Netmums.com durch den Springer-Verlag zeigt. In Deutschland sind die größten Familienseiten in der Hand privater Investoren.

Mein Beitrag im ZDF-Blog „Hyperland“ könnt ihr nach dem Klick lesen.

32_2011

Gurke

Wenn das Wetter bescheiden und vor allem nicht planbar ist, ist eine Woche mit Baby anstrengend. Das Kindercafé ist zusätzlich zu dem Wetterchaos wegen der Kindergartenferien überlaufen, der Boden im Park meist feucht und im Kinderwagen herumgeschoben werden ist für das Früchtchen schon lange kein tagesfüllendes Programm mehr. So verbringen wir die Tage mit kleinen Verabredungen, Cafés, kleinen Touren mit dem Auto und viel Spielen.

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Das Früchtchen ist jetzt stolzer Besitzer eines Stuhls und wir haben das auch schon mit der ersten gemeinsamen Mahlzeit gefeiert. Das lief ungefähr so: Oskar ist begeistert von der ungewohnten Aussicht und seinem eigenen Teller und beißt da erstmal rein. Das Essen lässt ihn allerdings weiterhin kalt.

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Überall steht, dass Zähne meist paarweise durchbrechen. Drei Tage nach dem ersten Zahn verfügt das Früchtchen über ein weiteres Feature: Zahn Nummer zwei. Also natürlich noch nicht ganz, jetzt müssen die Zähnchen ja erstmal wachsen, aber das Schlimmste ist überstanden.

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Keine Neuigkeiten in Sachen Nahrung, auch wenn mich das Thema aufgrund der Zähne mehr und mehr beschäftigt. Ich weiß, dass das Früchtchen entscheidet, wann es andere Dinge als Milch essen mag, aber ein bisschen Rücksicht auf mich könnte es dabei schon nehmen.

Und dann immer dieses Unterwegssein. In der Straßenbahn ist das Früchtchen jedes Mal das Highlight, weil es alle Mitfahrenden genau betrachtet und ihnen manchmal sogar ein Lächeln schenkt. Und ein Baby sorgt dann ja dafür, dass sich Wildfremde verbrüdern, Geschichten und Erfahrungen austauschen. Eigentlich sind Babys nämlich in dem Alter süß, es gibt da auch schon hässliche Babys, aber zum Glück verändern die sich ja noch und können vom hässlichen Entlein noch zu einem schönen Schwan werden. Wildfremde ältere Damen vertrauen einem an, dass sie ja keine Kinder haben konnten, dafür aber eine Katze und ich sitze dann da, lächle freundlich und nicke. Zum Glück findet das Früchtchen die Dame auch einigermaßen interessant – sie ist stark und bunt geschminkt und trägt an allen Fingern Ringe.

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Ansonsten? Sherlock, Süßkartoffeln und Schokolade. Überlegt, das neue Buch von Charlotte Roche zu ignorieren. Nach der Kritik von Claudius Seidl in der heutigen FAS aber beschlossen, es doch zu lesen (Leider noch nicht online).

Unterwegs #4

A1, Rastplatz Tecklenburger Land. Ich bin allein mit dem Früchtchen unterwegs und wir brauchen eine Pause.

Das Abenteuer „Wir besuchen eine Raststätte“ beginnt mit einer Überraschung: Warten vor dem Wickelraum. Das ist mir ja bisher nur mal bei Baby Walz passiert. Nach fünf Minuten können wir rein. Das erste Dilemma: Wie löse ich mein Pinkel-Problem? Auf die Kindertoilette im Wickelraum gehen? Auf die Damentoilette? Mit dem Kind auf dem Arm? Schwierig. Ich entscheide mich für die erste Option und bin froh, eine Decke mitgenommen zu haben, die ich auf den Boden packen kann. Denn die vorgesehene Wickelmöglichkeit ist zu gefährlich – das Früchtchen kugelt jetzt herum.

Zweiter Programmpunkt: Mama hat Hunger. Sie bereut, sich keine Brote geschmiert zu haben, denn die Bestuhlung und Besitzung ist leider völlig kinderunfreundlich. Keine Sitzecke, wo man das Baby zum Essen ablegen kann, nicht mal Tische, die groß genug sind. Die Frage, wie ich Essen von der Theke zu einem Tisch mit dem Früchtchen auf dem Arm balancieren soll, durchdenke ich gar nicht erst und kaufe mir eine Packung Kekse.

Dritter Programmpunkt: Das Früchtchen hat Hunger. Ich mache mich auf die Suche nach einer geeigneten Ecke – ein bisschen abseits des Trubels wegen der Diskretion, aber vor allem weil das Früchtchen bei Trubel zu abgelenkt ist und nix trinkt. Drinnen: keine Chance, draußen gibt es nur Sitzplätze, die in der Sonne sind. Alles andere ist belegt oder zu laut. Fazit: Ich gehe zum Auto zurück und setze mich zum Stillen auf die Rückbank.
Und bin froh, dass das Früchtchen durch seine Mahlzeit nicht noch einmal zu größeren Geschäften angeregt wird. Der Grund: Die am Parkplatz gelegene Wiese liegt mitten in der Sonne und ist nicht gemäht, um dort mal eben einen provisorischen Wickelplatz einzurichten – der Kofferraum ist ja leider belegt.

Vierter Programmpunkt: Das Früchtchen braucht nach der Zeit im Maxi Cosi ein bisschen Auslauf – sprich eine Strampelpause. Entfällt, weil ich es nirgends hinlegen kann – auf dem Parkplatz blendet die Sonne und drinnen: siehe oben.

Willkommen in der Kinderfreundlichkeit.

Previously #3, #2, #1.

Tbc, da bin ich mir sicher.