Stillen, my Ass (3)

Too-much-information-Post. Die Vorgeschichte Teil 1, Teil 2

Nun isses also soweit. Das Früchtchen könnte sich tagsüber komplett von Löffelnahrung ernähren. Und mir wird bewusst: Die Tage unserer so genannten Stillbeziehung sind vermutlich gezählt. Diese ganz besonderen Momente der Nähe – bald werden sie zur Vergangenheit gehören. Das Abtauchen des Früchtchen in den Milchhimmel, das nächtliche Ranrobben, das liebevolle Halten des T-Shirts oder wenn es sich dabei mit der einen Hand an meinen Daumen klammert. Der Seufzer, wenn es dabei eingeschlafen ist.

Und was mache ich dann denn bitte ohne diesen verdammt guten Hormoncocktail, der mich diesen permanenten Schlafmangel mit so viel Milde ertragen lässt?

(Na, ein bisschen wird es ja noch dauern.)

7 comments on “Stillen, my Ass (3)

  1. Ganz ehrlich: ich finde es toll, dass die Beikosteernährung bei Euch so toll klappt. Eine bessere Ausgangssituation kann man doch gar nicht haben. Jetzt ist es komplett Euch überlassen, wie lange Ihr noch weiter stillt. Notwendig ist es nicht mehr unbedingt, aber solange es beiden Seiten gefällt, kann man ja noch ein wenig weitermachen.

  2. Ja, es ist irgendwie sehr beruhigend, gerade weil ich ja erst wirklich Angst hatte, dass das alles nicht so recht klappt. Aber jetzt, wo das Früchtchen auch ohne mich klar kommt, werde ich wehmütig :) Aber noch ist es ja nicht vorbei: Nachts braucht das Früchtchen mich derzeit noch sehr…

    Und abwarten: Wenn man zu viel davon redet, isst es morgen wieder nix…

  3. Da bekam ich (stillhormonbedingt, ganz bestimmt) ein bisschen wässrige Augen, da es bei uns derzeit genauso aussieht. Und derzeit genieße ich noch mehr die Momente, die seltener geworden sind, da die verschiedenen Breie sättigend genug sind.

    Nur in der Nacht, da wird es wohl weiter so gehen, ranziehen, andocken, satt werden lassen und so weiter ;-) Wenn ich an die Anfänge denke, vor nicht ganz 6 MOnaten, wie oft wollte ich abstillen…und jetzt dieser Wehmut. Versteht das einer? ;-)

  4. Weil ich im Dezember wieder arbeiten will. Und weil es eben auch die anderen Momente gibt, die, in denen ich meinen Körper wieder haben will, zum Beispiel.

  5. Ich weiß, dass hier nicht gerade die Langzeitstillbefürworter vereinigt sind, aber persönlich fand ich es sehr schön lange zu stillen. Wenn man dann irgendwann nur noch zu bestimmten Tageszeiten stillt, hat man eigentlich einen guten Kompromiss. Man kann arbeiten gehen und trotzdem stillen und irgendwie erlebt man dadurch auch ein ganz anderes Stillen als in den ersten sechs Monaten, weil das auch nicht mehr die Haupternährungsquelle ist. Da geht der Druck weg und wenn das Kind im Kindergarten oder bei der Tagesmutter ist und man noch stillt, ist es deutlich weniger krank (v.a. im Winter) weil es durch das Stillen noch zusätzlich Abwehrstoffe bekommt. Nur mal so als Erfahrungswert.

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