Donna Tartt – Der Distelfink

In einer perfekten Welt bekäme man bei jedem analogen Buchkauf auch einen Code für die digitale Version des Buches. Ich hätte niemals so lange gebraucht, den „Distelfink“ von Donna Tartt zu beenden. Auf den kurzen Reisen blieb er zuhause, weil ich mich nicht mit einem so dicken Buch belasten wollte und auch im Urlaub hätte ich auch gerne mal zwischendurch zum Smartphone oder iPad gegriffen, um ein paar Seiten zu lesen. Aber gut, die Welt ist nicht perfekt und deshalb habe ich nur abends gelesen. Auf dem Sofa, im Bett und irgendwann war ich endlich durch. Es ist nicht so, dass ich es zu lang fand, nur eben ein wenig unpraktisch.

(Donna Tartt, eine der wenigen großen Erzählerinnen der Gegenwart. Was habe ich „Die geheime Geschichte“ geliebt. Noch Jahre nach dem Lesen war ich beeindruckt ob der Komplexität, Dichte und Erzählweise der Geschichte. Diesen Eindruck hat der Distelfink diesmal nicht bei mir hinterlassen, was an der Konstruktion der Hauptfigur gelegen haben könnte, dass ich mich nicht allzusehr in ihn hineindenken konnte. Trotzdem gut gewesen. Aber eben nur gut und sicherlich nicht mit so einem nachhaltigem Eindruck wie es Donna Tartt in den 90ern gelungen ist.)

Urlaubsedition

Es ist wohl der letzte Urlaub zu dritt gewesen. Er ging an die niederländische Küste, Domburg, um es genau zu sagen.

Boot fahren. Und Fahrrad fahren. Viel.

Middelburg.

Strand. Nicht nur bei Wind und Wetter, sondern natürlich auch bei Sonne. In Badehose. Mit Sonnenbrandgefahr.

Meer. Ich liebe ja Ebbe und Flut, auch wenn das hier nicht so ausgeprägt ist wie an der deutschen Nordseeküste.

Immer wieder. Und Erdbeeren. Gibt schlimmere Gelüste.

Leuchttürme. Windmühlen. Schiffe am Horizont.

Gent. Tagesausflug. Auch weil es hier diese Burg gibt. Eine ehemalige Ritterburg. Und Ritter stehen hier gerade sehr hoch im Kurs.

Bequemer geht es kaum.

Rumgestrickt

Ganz im Sinne des Reclaim-Gedanken von Felix nehme ich meine Lust, hier mal wieder was veröffentlichen zu wollen, zum Anlass, zu zeigen, wie ich die vergangenen neun bis zehn Wochen so abends verbracht habe. Also natürlich handelte es sich dabei nicht um eine komplett wochenfüllende Veranstaltung, aber so mindestens zwei Abende die Woche sind dafür schon draufgegangen.

Ich habe mich mal auf einen so genannten Knitalong eingelassen. In diesem Fall dem Knitalong des wunderbaren Blogs schoenstricken.de aus Berlin. Zu dem Blog gehört auch ein Wollladen und dort konnte man Wolle bestellen (oder auch andere nehmen, aber ich habe mich für den kompletten Knitalong entschieden). Dann wurde jeden Freitag, pünktlich um 19 Uhr, ein neues Muster des Mystery-Frühlingsschals veröffentlicht, das man dann stricken konnte. Tja, nach sieben Wochen war’s dann vorbei.

Um sich die entstehenden Werke anzuschauen, gab es in der Strick- und Häkelcommunity Ravelry eine Gruppe, in die fleißig Fotos gepostet wurden.

Warum ich das erzähle? Weil es Spaß gemacht hat. Weil ich nun fertig bin. Und vor allem: Weil das Internet toll ist.