Digitales Quartett: die Freezing-Debatte

Seit Tagen wird diskutiert: Sind Apple und Facebook besonders moderne Arbeitgeber, weil sie ihre Mitarbeiter finanziell beim Einfrieren ihrer Eizellen unterstützen? Oder ist allein das Angebot dieser Unterstützung verwerflich? Wollen Facebook und Co. ihre Mitarbeiter dazu antreiben, ihrer Karriere den Kinderwunsch unterzuordnen oder müssen Arbeitgeber heutzutage im Kampf um die besten Köpfe ganz anders denken? Darüber wollen wir heute im Digitalen Quartett sprechen!

Um 21 Uhr geht es wie gewohnt los.

Es diskutieren:
Britta Weddeling vom Handelsblatt aka @miss_brizz
Lea Weitekamp von T3N aka @lojanna
Diana Heinrichs von Microsoft aka @dianatells

Zwei Monate zu viert

Lieber E.,
vorhin hast du mich wieder so angeschaut. Du machst das jetzt seit ungefähr zwei Wochen so. Du grinst mich an und strampelst ganz wild mit Armen und Beinen, so als ob du mir jedes Mal zeigen möchtest, was du alles schon kannst. Und ich freue mich sehr, dass du mir das zeigen willst, auch wenn du kurz vorher noch vor Müdigkeit geweint hast und auf den Arm genommen werden wolltest.

Meistens bist du so wunderbar entspannt. Du liegst sehr gerne in dem Kinderwagen und lässt dich durch die Gegend fahren. Nun schläfst du auch nicht mehr die ganze Zeit, sondern betrachtest die Schattenspiele. Du hast das Pferd und Entchen von deiner Kinderwagenkette entdeckt und trainierst mit ihnen das Greifen. Heute hast du mich damit überrascht, dass du auch im Auto kein Auge zugemacht hast, während dein Bruder völlig fertig neben dir schlief.

Alles, was dein Bruder macht, findest du wahnsinnig interessant. Wenn er beim Essen rumkaspert, schaust du dir das genauso konzentriert an, wie wenn er als Pirat wild durch das Wohnzimmer rennt und „Hisst die Segel“ ruft. Ich kann mir schon jetzt vorstellen, wie ihr in ein paar Jahren gemeinsam durch die Wohnung lauft.

Wenn du weinst, also weinst und nicht nur rummeckerst, dann zerreißt es mir das Herz. So wie heute, als du dich so sehr erschrocken hast, weil ich so laut niesen musste. Es ist ein gellendes Weinen, mit Tränen, die ich dann ganz schnell wegküssen muss.

Wir alle können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne dich war. Dein Bruder geht morgens erst dann aus dem Haus, wenn er dir einen Kuss gegeben hat. Oder deine Hand gehalten hat. Meist muss ich aufpassen, dass er mit seinem Übermut nicht wehtut. Aber so ist sie wohl, die Bruderliebe. Dein Papa genießt die Momente, in denen du auf seiner Schulter einschläfst, auch wenn das nicht so häufig passiert, weil wir dich oft einfach ins Bett legen und du da auch gut schläfst.

Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich dich mit deinem Bruder vergleiche. Ob ihr euch ähnlich seht. Ob ihr in bestimmten Momenten ähnlich reagiert. Du erinnerst mich ganz oft an die erste Zeit mit ihm, ich entdecke Gefühle und Gedanken wieder, die ich damals gehabt habe und ich bin so unendlich dankbar, dass ich trotz all der Anstrengung, die schlaflose Nächte und all das Drumherum mit sich bringen, das alles erleben darf. Mit dir. Mit euch. Zu viert.

Mein kleiner Mann, ich hab dich lieb.

Gehäkelt: die Decke.

Am 30. November im vergangenen Jahr habe ich damit begonnen, am Montag ist sie nun endlich fertig geworden: meine erste selbstgehäkelte Decke. Was ich bei Projektstart noch nicht wusste: Es ist eine Art Babydecke. Denn das Projekt begleitete mich in meiner Schwangerschaft, auch wenn es über Monate ruhte. Im Juli nahm ich mir vor, sie zu beenden, bevor der zweite Sohn zur Welt kommt. Mitte August war dann klar: Das klappt nicht.

Als Vorlage diente mir der wunderbare Crochetalong eines meiner Lieblingsstrickblogs Schoenstricken.de, aber ich hatte schon früh beschlossen, dass ich keine Babydecke fertigen wollte, sondern eine große. Eine richtig große. In der Breite misst die Decke nun 1,40 m, in der Länge habe ich ungefähr 1,70 m hinbekommen. Dafür habe ich das Muster der eigentlichen Decke einfach noch einmal wiederholt. Und dann nochmal ungefähr 20 Reihen freestyle gehäkelt.

Fazit: Ich finde sie super.

Die Decke bei Ravelry.

Mama, wollen wir Star Wars spielen?

Was der Sohn (3) in den vergangenen 24 Stunden spielen wollte.

Mama, wollen wir…

…Star Wars spielen?
Papa ist Han Solo, E. ein Stormtrooper, du bist Luke Skywalker und ich bin Darth Vader.

…Dinos spielen?
Du bist ein Fleischfresserdino, Papa ist ein Fleischfresserdino, E. (7 Wochen) ist ein Garnichtsesser und ich bin auch ein Fleischfresserdino.

…Ritter spielen?
Du bist ein Ritter, Papa ist ein Ritter, E. ist ein Page und ich bin auch ein Ritter.

…Steinzeitmenschen spielen?
Du bist die Mama, ich bin der Papa von den Steinzeitkindern und Papa ist die Höhle.

…Captain Sharky spielen?
Ich bin Captain Sharky, du bist Michi und E. ist mit mir Sharky.

…Löwen spielen?
Ich bin ein Löwe, Papa ist ein Löwe, E. ist ein Löwe und du bist eine Löwin.

…Wikinger spielen?
Ich bin der Halvar, Papa ist der Ulme, E. ist der Wickie und du bist die Ilva.

To be continued.

45 Tage zu viert

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„Und? Wie ist es jetzt so, mit zweien?“ Wie oft ich das in den vergangenen Woche gefragt wurde. Und was sagt man dann. „Ich hab mich selbst noch nicht gefunden“, wäre wohl für lange Zeit die einzig richtige Antwort gewesen, aber das ist zu unkonkret, das will ja keiner hören.

Also: Wie ist es denn so? Schön, schön anstrengend, manchmal sehr zerreißend, wenn beispielsweise der Kleine gerade an der Brust, der Große an der Seilbahn hängt und lautstark nach Hilfe verlangt. Es wäre sicher böse zu behaupten, der Große suche sich dann und wann bestimmte Situationen, um zu testen, welcher der Söhne denn im Kampf um die Aufmerksamkeit gewinnt. Aber wie schwer es für den Großen dann doch sein muss, wurde mir so richtig klar, als der Mann mit dem Kleinen zum Supermarkt und ich mit ihm zum Spielplatz aufbrach. Stolz nahm er meine Hand und schmiedete Pläne, was wir gleich zusammen dort beginnen könnten. Wurde dann aber doch nix draus, weil ein paar seiner Kitafreunde auch dort waren und ich abgemeldet auf der Bank zurückblieb. Aber allein die Aussicht auf Exklusivzeit mit Mama auf dem Spielplatz brachte seine Augen zum Leuchten.

Und sonst: noch weniger Zeit für mich. Aber damit hatte ich schon gerechnet.