Was ich von der #DLD17 mitgenommen habe

Vergangene Woche war DLD, das Tech- und Innovationsevent von Burda, und auch wenn ich erst dachte, na, sovie haste ja doch nicht mitgenommen, waren es dann doch ein paar Dinge, die ganz spannend waren. Hier meine Notizen. (So halb chronologisch geordnet. Fragt nicht.)

Punkt 1: Nachdem der Artikel aus dem Schweizer „Magazin“ ja vor ein paar Wochen einen riesigen Hype und eine große Berichterstattung auch auf Metaebene nach sich zog, war ich sehr gespannt, wie sich der Chef von Cambridge Analytica wohl schlagen würde. Fazit: Er war verdammt vorsichtig und sagte eigentlich nichts. Schade.
(Hier geht’s zum Talk.)

Punkt 2: Es ist wenig aus dem Treffen von Donald Trump mit den IT-Konzernen bekannt geworden. Auf dem DLD verriet Brad Smith, Microsofts Chief Legal Officer, wenn auch eher durch die Blume, dass sich der vergangenen Woche noch designierte Präsident ein größeres gesellschaftliches Engagement der IT-Konzerne wünschte. Investitionen in Bildung, Ausbildung und Infrastruktur, ja auch die USA hat ein Breitbandausbau-Thema.
(Hier geht’s zum Talk.)

Punkt 3: Blippar scheint ein recht cooler Browser für AR zu sein.

Punkt 4: Wir sollten uns Zeit für Ruhe gönnen. Sagt nicht nur Arianna Huffington, sondern auch Alex Soojung-Kim Pang, der Autor von „Rest“. Arianna plädierte wieder einmal auch für ein smartphonefreies Schlafzimmer, aber ich rede mich einfach mal damit heraus, dass ich sonst ja keinen Wecker hätte.

Punkt 5: Als regelmäßiger DLD-Besucher kennt man NYU-Professor Scott Galloway natürlich, doch auch so ist er im Netz für seine unterhaltsamen selbstironischen Vorträge, die unzähligen Folien, der Playbackeinlage und seiner Atemnot gegen Ende bekannt. Und auch diesmal nahm Galloway seine eigenen Prognosen auseinander (2016 wird ein schlechtes Jahr für Amazon…), und wagte Vorhersagen für 2017. (Hier geht’s zum wirklich unterhaltsamen Vortrag. Jeder sollte einmal in seinem Leben einen Galloway-Vortrag gesehen haben.)

Punkt 6: Wenn der CEO aus den USA einfliegt, steht sogar die Deutschlandchefin im Publikum und lauscht andächtig. Microsoft CEO Satya Nadella plädierte für einen moralischen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ansonsten: Medienprofi, aber das wundert ja auch nicht. (Hier geht’s zum Talk.)

Punkt 7: Seit dieser DLD bin ich Fan von Juergen Schmidhuber. Er ist der Vater der künstlichen Intelligenz, hat einen ganz wunderbaren Humor, war nahbar, verwirrte mich mit seinem All-White-Look und sollte ich jemals die Möglichkeit haben, ihn auf eine Veranstaltung einzuladen, lasse ich ihn nicht alleine reden, sondern lasse ihn interviewen. Dann wirkt er nämlich am besten. (Das hier hab ich geschaut.)

Punkt 8: Lange über Facebook, den Correctiv-Deal und den schmalen Grat der Zusammenarbeit von Medien und dem sozialen Netzwerk nachgedacht. Aber da bin ich ja nicht allein. Prozess auch noch nicht abgeschlossen.

Punkt 9: Ein dominantes DLD-Thema waren natürlich die Wahlen in den USA und was wir deutschen Journalisten daraus lernen. Wie wir mit Inhalten umgehen, wie wir mit dem neuen US-Präsidenten umgehen, wie wir mit Kommentaren umgehen (die meisten verschließen ihre Leserkommentare). Die Frage, wie der Journalismus neu erfunden werden könnte und ob er es überhaupt muss. Keinen echten Beitrag zu der Debatte lieferte diese Diskussion mit Jeff Jarvis, Kara Swisher und Jochen Wegner, also zumindest keinen, der mich weiterbrachte. Ganz gut gewesen sein soll dieser hier – ebenfalls mit Kara Swisher (Und mit noch mehr tollen Frauen auf dem Panel, ob da ein Zusammenhang besteht, darüber darf hier fleißig diskutiert werden.).

Punkt 10: Moodometer.

Punkt 11: Ein sehr schönes Konferenzformat kennengelernt: Moderator lässt eine Dreiviertelstunde das Publikum zu Wort kommen und gibt so wunderbare Anknüpfungspunkte für den Smalltalk in der Pause. Hätte mir gewünscht, wenn das nicht erst am letzten Tag eingebaut worden wäre. Ich war erst total skeptisch, aber fand es am Ende unheimlich toll. Auch weil ich dort den Begriff des „Disagreable giver“ kennengelernt habe. Hier geht es zur Session.

Punkt 11: Die Session zu meinem derzeitigen Lieblingsspielzeug Alexa fiel aus.


Fazit: Schön war’s. Auch weil ich so viele von euch getroffen habe.

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