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FILM: Sommer vorm Balkon

12.01.06 | kino, sehen | 2 Kommentare

So, jetzt aber. Der Film liegt schon eine ganze Woche in meinem Kopf herum, ohne dass ich mich getraut habe, was zu schreiben. Der war doch so schön!

Also, los. Du willst wissen, wie sich ein Sommer in Berlin anfühlen kann? Willst wissen, was zwei Frauen erleben? Willst sehen, wie die beiden an warmen Abenden auf dem Balkon sitzen, wie sie trinken und über die Dinge sprechen, über die Freundinnen nun einmal reden, wenn sie abends gemeinsam auf dem Balkon sitzen? Willst wissen, wie es sich anfühlt, als alleinerziehende Mutter mit knapp 40 keinen Job zu finden? Oder wie es ist, wenn eine junge Frau Geld verdient, in dem sie alte Menschen pflegt? Wie sie einen Mann kennenlernt, von dem sie glaubt, dass es der Richtige sein könnte, zumindest für einen kurzen Moment? Die beiden Figuren, Nike und Katrin, werden von Nadja Uhl und Inka Friedrich so liebevoll gezeichnet, dass man wirklich glaubt, dass das, was da gezeigt wird, so gewesen ist. Das liegt zum einen an den wunderbaren Schauspielerinnen, aber auch an den Dialogen und am ganzen Drumherum. Wenn du gerne Filme schaust, in denen vermeintliche Belanglosigkeiten auf wunderbare Art und Weise gezeigt werden, dann schau ihn dir an. Sommer vorm Balkon. Vom großartigen Andreas Dresen.

(Puh, war ja doch nicht so schlimm.)


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