Meine Learnings aus den Finanzblogawards 2018

Seit 2016 bin ich in der Jury des Finanzblogawards und seit 2017 habe ich auch den Juryvorsitz inne. Jedes Jahr zu schauen, was sich in der Szene getan hat, meine Blogleseliste auffrischen mit neuen Gesichtern – der Award vermittelt immerhin einen kleinen Einblick in die Szene. Klein? Ja, klein, denn es gibt immer noch finanzinteressierte Blogger, die den Award nicht kennen oder auch gar nicht bei so etwas nominiert werden wollen. Beim Stöbern, Recherchieren und Bewerten sind mir in diesem Jahr ein paar Dinge aufgefallen.

Die Szene ist verdammt vielfältig.
Ja, ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie viele Blogs es gibt, die sich nur um das Thema Geld, Finanzen, Börse und Co. drehen. Es freut mich zum einen, dass es viele der „alten Hasen“ immer noch gibt, aber umso mehr, dass in diesem Segment auch wieder viele neue Blogs entstehen.

Frauen entdecken das Finanzbloggen
Nachdem im vergangenen Jahr „Madame Moneypenny“ den ersten Preis abgesahnt hat und mit ihrer Community ja mittlerweile nicht nur Facebook rockt, sondern auch die Buchläden, Offline-Seminare undundund, scheinen so einige Frauen das Segment „Finanzblog“ für sich zu entdecken. Es gibt viele Copy-Cats, aber auch ein paar Perlen, die auf unaufgeregte Weise Finanzthemen für Zielgruppen aufbereiten, die sich sonst nicht allzusehr damit beschäftigen.

Finanzblogger entdecken Instagram und Youtube
Endlich. Denn auch mit Finanzthemen kann man in solchen Kanälen authentisch unterwegs sein und somit auch noch die Chance bekommen, andere Zielgruppen anzusprechen. Und das tolle: Das sorgt meiner Meinung nach auch dafür, dass die Blogs optisch ansprechender werden.

Das Mega-Thema 2018 lautet…
…irgendwas mit finanzielle Freiheit. Ich habe mir all diese Blogs angeschaut und – ich war genervt. So viele Copy-Cats, immer das gleiche Thema. Alter. Da half auch nicht die Variation „finanzielle Freiheit für Frauen“.

Die comdirect vernetzt sich besser
Die comdirect nutzt die Gelegenheit in diesem Jahr, um auch inhaltlich stärker Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen und startete zum Start der Publikumsabstimmungsphase eine so genannte Blogparade. Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist: Sie geben ein Thema vor, über das die Blogger schreiben sollen. So sorgt die comdirect dafür, dass der Finanzblogaward noch ein bisschen bekannter wird und die Bank gleich mit. Schade nur, dass immer noch so wenig Liebe in das dazugehörige Blog gesteckt wird.

Ich bin schon sehr gespannt, was du zu den Gewinnern sagst, die wir in unserer Jurysitzung auserkoren haben.
Sonderpreis: „finanz-szene.de“ des Wirtschaftsjournalisten Heinz-Roger Dohms.
Platz 3: DIY-Investor.de von Axel Kalthoff
Platz 2: Fortunalista von Margarete Honisch
Platz 1: Talerbox von Bastian Glasser und Team

(Dieser Text war Teil meines Newsletters. Wenn du wissen willst, was sonst so drin steht, melde dich hier an.)

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