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Die Kurzkritik

Katharina Thalbach war in dieser neuen Sat.1-Serie „Deadline“ gerade unerträglich. Ts.

Sturmflut – live auf n-tv

Seit ungefähr anderthalb Stunden schaue ich nun interessiert den Schalten nach Dagebüll (Aktueller Stand: schon recht nass und windig), Rotterdam (Man versteht kaum noch ein Wort) und Hamburg („Das Schlimmste erwarten wir erst am Nachmittag“, dafür brachte den Moderator ein anlegendes Schiff kurz aus dem Gleichgewicht), ja, Sturmflut an der Nordseeküste. Wie soll man die auch sonst bebildern? Einfach mal aufs Wasser halten? Zu unspektakulär. Also schauen wir uns doch einfach immer beinahe davonwehende Moderatoren an, die nicht viel reden müssen, Hauptsache sie sind schön nass und vom Wind verweht (haha).

Dann noch ein kurzes Interview mit einem so genannten Sturmflut-Experten. Was es alles so gibt.

FILM: Contergan (1+2)

Und da sagt nochmal einer, große Ereignisse in der deutschen Geschichte können filmisch nur anhand der Dreierkonstellation (Eine Frau zwischen zwei Männern) umgesetzt werden. Und doch war es spannend, das muss man den Drehbuchautoren wahrscheinlich nochmal schriftlich geben.

Contergan und kein gutes Gefühl

Da lief er nun, der erste Teil dieses Films „Contergan“, fein säuberlich mit einem Vorspann ausgestattet, in dem noch einmal auf die Fiktionalität des Filmes hingewiesen wurde. Wenn dieser Vorspann das Ergebnis des Rechtsstreits ist, der die Ausstrahlung des Filmes jahrelang verhinderte, …, Mannmannmann.

Am meisten hat mich berührt, wie der Arzt und die Schwester bei der Geburt von Tochter Kathrin auftreten. Sie bezeichnen das Kind als „Krüppel“ und reden von einer „Zumutung“, die die Eltern den Ärzten da beschert haben. Eine glückliche Geburt sieht anders aus. Erschreckend aber auch, obwohl man es natürlich schon tausendmal gelesen hat: Dass die Einnahme einer einzigen Tablette solche Folgen haben kann. Nein, das ist alles nichts Neues und doch, wenn man den Film sieht und sich hineinfühlt, in die Figur der Mutter und in die Figur des Anwalts, dann geht einem die Geschichte der beiden sehr wohl ans Herz. So sehr, dass man erst einmal das Internet anschmeißt und guckt.

Was es so gibt. Sucht man nach Contergan, stehen die Wikipedia-Einträge ganz oben. Während ich auf der Seite der Firma „Grünenthal“ herumsurfe (Diese ist – oh Wunder – ziemlich überlastet), spricht Herr Plasberg gerade davon, dass die Familie Wirtz, die hinter der Firma steht, auf Platz 36 im Manager-Magazin-Ranking „Die reichsten Deutschen“ liegt.

Ein Enkel führt jetzt die Geschäfte, Sebastian heißt er mit Vornamen. Und er spricht auf der Webseite von der „Contergan-Tragödie„, die er bedauere.

Und auch wenn das mittlerweile alles ungefähr 50 Jahre her ist und die Firma mit diesem Präparat nichts mehr zu tun hat, hinterlässt die Tatsache, dass die Antibabypille, die ich derzeit nehme, von Grünenthal stammt, ein ungutes Gefühl.

Und jetzt könnt ihr mir Naivität vorwerfen.

Dieses Lied, aus der Saturn-Werbung

Wer wie ich gerade wieder überlegte, ob dieser Song in der neuen Saturn-Werbung vielleicht von Kylie Minogue stammt, für den gibt’s hier die Auflösung: Es ist noch besser, er stammt von Goldfrapp:

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(via)

FILM: Ein spätes Mädchen

Fritzi Haberlandt und Matthias Schweighöfer – muss man gucken. Wie sie die steife, früh gealterte Henriette spielt und er – ohne ein Wort sagend – ihr zuhört und durchaus fasziniert zu sein scheint, von dieser fremden Welt. Es macht Spaß, den beiden dabei zuzugucken, auch wenn einen das Ende dann doch etwas unbefriedigt zurücklässt. Sein Besuch, er hat in ihrem Leben ein bisschen Staub aufgewirbelt. Und das scheint für die Frau, die sich fast nur mit alten Menschen umgibt, durchaus ein Erfolg zu sein.

FILM: Immer nie am Meer

immernie.jpg

Als ich vor einigen Jahren noch in Berlin gelebt habe, habe ich sonntags gerne zwischen 16 und 18 Uhr Radio Eins gehört: Grissemann und Stermann. Zwei Österreicher, die sich unterhalten, lustige Telefonspielchen machen und so weiter. Richtig was für den ruhigen Sonntagnachmittag. Deshalb kenne ich die beiden. Und Heinz Strunk kennt ja wohl hoffentlich mittlerweile auch jeder.

Drei Argumente, die für diesen Film sprechen. Der vierte: Die Handlung. Grissemann und Stermann nehmen Heinz Strunk mit dem Auto mit, weil dieser seins in den Graben gefahren hat, als er sich gerade wegen einer durch die Nacht laufenden Geherin einen runterholte. Als dann Stermann auch durch die Geherin abgelenkt wird, kommt auch dieser von der Straße ab. Der Wagen bleibt im Wald zwischen zwei Bäumen stecken – die drei Jungs sind nun bis auf Weiteres eingesperrt in dem schwarzen Benz, den einmal der österreichische Präsident Waldheim gefahren haben soll. Kein Scheibe-Einschlagen möglich – Panzerglas.

Die Rettung scheint nah, als der kleine Toni die drei im Auto entdeckt, doch dieser hat mit den dreien anderes vor. Begeistert von der Verhaltensforschung, die er bisher nur an Ratten ausprobiert hat, macht er seine Tests nun an Strunk, Grissemann und Stermann.

It was great, kann ich nur sagen. Mehrfach richtig laut gelacht: Wegen Grissemann, Stermann und Strunk. Großartiger kleiner Film mit einem wirklich großem Ende.

(Please, have wenigstens a look at the website.)

Wir senden wieder!

Es hat eine Weile gedauert, aber nun kommen wir wieder: Wir, das sind Daniel, Thomas und ich. Und wir laden euch wieder ein, unsere kuschelige Internet-Sendung anzugucken.

Am Mittwoch, 20.15 Uhr gibt’s ne neue Folge „Eintrag frei“.

Zu Gast auf dem Wohnzimmersofa sind diesmal die Potteusen von pott2null.de Mal sehen, ob die beiden Damen sich einen Blogeintrag in unseren kleinen Blogs erkämpfen können.

Und wer Angst hat, die Fußballergebnisse des wirklich unwichtigen Länderspiels gegen Tschechien zu verpassen – alles wird gut, wir haben ALLE Informationen. Wenn’s sein muss, sogar früher.

FILM: Queen

Wenn ich an den 31. August 1997 zurückdenke, fällt mir eigentlich nur noch ein, dass ich irgendwann in die Küche gekommen bin und dort meine Au-Pair-Kinder zusammengekauert auf dem Sofa saßen. Und neben ihnen die heulende Freundin meines Gastvaters. Nein, ich hätte damals nicht gedacht, dass der Tod von Prinzessin Diana Schuld an diesem Schauspiel war. Und doch haben mich die folgenden Tage durchaus bewegt. Die Zeitungen voll davon, die Bilder von den in Plastikhüllen eingepackten Blumen vor dem Buckingham Palace – rührend. Und immer wieder die Frage: Wie wird sie begraben? Wann reagiert die Queen?

Englands Geschichte von der Zeit nach dem Tod von Prinzessin Diana will auch „Queen“ erzählen. Mit einer Hauptperson: der Queen. Helen Mirren. Wenn man eines an diesem Film wirklich hervorheben muss, dann ist es die Leistung von Helen Mirren eben diese Frau, die so gut wie nie Gefühle zeigt, zu verkörpern. Sie schafft das ganz hervorragend, so dass man zwischenzeitlich wirklich glaubt, dass die Queen da gerade mit Tony Blair telefoniert/durch den Garten läuft. Und doch: Ich weiß nicht warum, aber Regisseur Stephen Frears muss dann doch in die Kitsch-Kiste greifen. Dieser seltsame Geweihträger (ein Elch? ein Hirsch?), der da mit der Queen „flirtet“ – hätte man nicht gebraucht.

Am Rande interessant: Der Film lief bereits Anfang Septemberim portugiesischen Fernsehen. Gelten da andere Rechte?