Mit dem Mann meines Herzens Fernsehen gucken. „Wir müssen aber ab und zu zwischen Elend und Grauen hin- und herschalten“, kündigt er an. Und was schauen wir? Erst Bernd Stelter und dann den Grand Prix der Chöre. Was von beiden Elend und was Grauen ist, möge der Leser selbst entscheiden.

Ich glaube, ich geh gleich ins Bett.

Lustige Filme im Internet

Äh, während Frau Gröner sich mit seltsamen Spielchen die Zeit im Internet vertreibt, habe ich mich sinnvoll beschäftigt. Mit Bildungsfernsehen im Internet, jahah! Mein Favorit: die großen Tierkämpfe, bei denen man raten kann, wer wohl gewinnt.

Weniger überraschend ist das Duell „Schlange gegen Chamäleon„, genauso wie „Eisbär gegen Robbe„. Aus dem Staunen nicht heraus kommt man jedoch bei „Hai gegen Tintenfisch“ und „Echse gegen Kojote„. Und diesen Kampf zeig ich euch auch hier:

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(Und nein: Ist noch nicht soweit für Elefant, Tiger und Co.)

FILM: Kalter Frühling

Nachdem mich die Kombination Schweighöfer/Schwarz in Kammerflimmern ja eher genervt hat, muss ich sagen, dass die beiden in „Kalter Frühling“ durchaus ansehnlich waren. Aber vermutlich hat Jessica Schwarz in der Rolle der Rache nehmenden Tochter auch einfach viel besser ihr Temperament ausspielen können. Ich mochte diesen Film.

(Puh, endlich wieder Filme.)

Milchbubi-Alarm

Und der Cola-Light-Mann ist auch nicht mehr das, was er mal war.

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FILM: Frühstück mit einer Unbekannten

Bitte, liebe Freunde des Internets, glaubt nicht, wenn Christian Bartels in der Netzeitung über diesen Film schreibt:

Den notwendigen Ernst vermittelt Julia Jentsch («Sophie Scholl»), er wird durch einen Kurzauftritt Catherine Deneuves, der die junge Schauspielerin ein wenig ähnlich sieht, noch geadelt.

Glaubt auch nicht Christian Buß bei Spiegel Online (glücklicherweise haben sie nicht den Text aus dem gedruckten Spiegel online genommen, der war so unkritisch, unkritischer geht es gar nicht):

Als ultra-sanftes Warm-Up für den Run auf Heiligendamm geht die Agitprop-Schmonzette, die nicht viel wagt, aber auch nicht viel falsch macht, trotzdem auf: Kommt kuscheln!

Vergesst bitte auch Silke Burmesters Text in der taz:

Trotzdem ist „Frühstück mit einer Unbekannten“ eine erstaunliche Produktion: ein Film der unterhält, der lehrreich ist und in den letzten Tagen vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm jene Bürger zu einem Unrechtsbewusstsein animieren könnte, die sich vom politischen Lenor-Gelabere um gute Absichten einflauschen ließen und geneigt sind, an Politiker als „Volksvertreter“ zu glauben.

Sie alle versuchen diesem Film, der heute abend auf Sat.1 läuft, etwas Gutes abzugewinnen, loben ihn, auch wegen des Einsatzes der hochkarätigen Schauspieler (Jan Josef Liefers, Julia Jentsch, Iris Berben). Doch ich sage euch, wie der Film wirklich ist: Nämlich peinlich.

Da taucht wie aus dem Nichts plötzlich Bob Geldof oder auch Bono in der Gestalt von Catherine Deneuve, sagt etwas Weises und verschwindet wieder. Da kloppt die Hebamme Gina in der Gestalt von Julia Jentsch Stoppt-die-Armut-Phrasen und es ist einfach nur peinlich, dabei zuzuschauen. Noch holzhammriger geht’s nimmer.

Ja, ich als durchaus großer Fan von Schmonzetten habe mich für diesen Film geschämt und kann wirklich nicht verstehen, dass es irgendwelche Journalisten da draußen gibt, die diesem Film auch nur irgendetwas abgewinnen konnten. Es sei denn, sie sind alle gekauft. Gekauft mit U2-Tickets, Backstage-Pässen beim nächsten Life-Aid-Konzert oder säckeweisen schriftlichen Genehmigungen für die Adoption eines Kindes aus Afrika.

So.

Baby, Put some make up on

Hach, ich liebe ja Klatschblogs. Weil die immer Bilder ausgraben, die ein Schaudern auslösen. Zuletzt zeigte Melanie Griffith zu viel Bein, jetzt zeigte Britney zuviel Gesicht

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Im Arsch

Aus familiären Gründen bin ich Udo Lindenberg verbunden. Sehr sehr toll ist da das neue Video zur neuen Single von Jan Delay (Mama, du musst es bis zum Ende gucken, Udo kommt erst relativ spät).

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Danke, Jever!

Dass ihr immer noch den mindestens zehn Jahre alten Werbespot ausstrahlt und mich so immer wieder zum Seufzen bringt. Was für ein Mann, der Jever-Mann! Ich danke euch, dass ihr nicht auf die Idee kommt, ein Remake zu machen, damit wir womöglich sehen können, wie der Jever-Mann heute aussieht. Das wäre nämlich wirklich kein Zuckerschlecken.

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(via)

Überfällige Worte zum Contest

Netterweise hat Spiegel Online für mich ja die ganzen Songs von gestern abend noch einmal zusammengestellt. So kann ich mir auch eine Meinung bilden und sagen, ob ich den Sieg von Serbien für gerechtfertigt halte. Das ist ja schließlich Dienst am Leser, dass man noch einmal einen einordnenden Kommentar abliefert. Man kann ihn (also, den Leser, also du da) ja nicht völlig alleine lassen. Meine Favoriten beim Durchhören waren:

Frankreich mit der Band „Les Fatals Picards“ und dem Titel „L’amour À La Française“. Die landeten sogar hinter Rocheeee auf dem 22. Platz. Und das andere Lied, was ich gut fand, kam aus Georgien: Weil’s ein bisschen an Musik von Björk erinnerte: Die Frau hieß wohl Sopho“ und das Lied „Visionary Dream“ und das klang auch ein bisschen housig. Das landete wenigsten auf dem 12. Platz.

Sowohl der Beitrag aus Serbien als auch der aus der Ukraine waren mir ziemlich egal. Aber ich bin ja auch nicht von dort.

So und jetzt fiebere ich der nächsten wichtigen Entscheidung im TV entgegen: Anni oder Fiona – wer schafft es ins Finale? Bleibt dran, es lohnt sich.

FILM: Shoppen

Da ist die eine, die viel zu viel redet, die andere, die eigentlich nur auf der Suche nach ein paar neuen Liebhabern ist, die, die einen Ersatz für ihre Familie sucht, die kürzlich erst verunglückte, und die, die diesen Abend von ihren Kollegen zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Auf der anderen Seite ein einsamer Koch, ein Unternehmensberater, der irgendwann merkte, dass ihm bei der ganzen Arbeit nicht einmal der Sex fehlt, der Schüchterne, der verschrobene Politologe und natürlich der viel zu klein geratene Casanova.

Sie alle hat es in diese Speeddating-Runde verschlagen, in der sie jeweils fünf Minuten mit einem der Kandidaten verbringen – neun mal fünf Minuten. Danach müssen sie sich entscheiden, ob sie einander noch einmal wiedersehen. Und auch da sind sie natürlich alle vertreten, die eine, die an die wahre Liebe glaubt, und der andere, der vorsorglich alle Namen ankreuzt, um seine Chancen optimal zu nutzen.

Diese Geschichte erzählt „Shoppen“, ein wunderbarer Film, der von den vielen kleinen Details lebt. Von den Begegnungen dieser völlig unterschiedlichen Menschen, die so skurril sind, wie Blind Dates sein können/müssen. Die sinnlosen Gespräche, die meist zu nichts führen, das Abklopfen von Fakten, die Sprüche, die provozieren sollen und es meist tun.

Und trotzdem ist es dem Regisseur sogar gelungen, einen Film über das unromantische Speed Dating zu drehen und Hoffnung auf die große Liebe zu machen. Die Hoffnung auf die Begegnung, die beinahe zufällig auf dem Wochenmarkt stattfindet, und nach der man weiß, dass man mit dem anderen ein bisschen Zeit verbringen könnte.