DSDS-Wahn (1)
Wer kennt eigentlich noch Lauren Talbot?
Musikvideo – Lauren Talbot – A whispered promise – MyVideo
Und hier der Link zum Trailer des Films, in dem sie mitspielt.
Wer kennt eigentlich noch Lauren Talbot?
Musikvideo – Lauren Talbot – A whispered promise – MyVideo
Und hier der Link zum Trailer des Films, in dem sie mitspielt.
Ich weiß nicht was schlimmer war: Der anbiedernde Stil von Thomas Leif, in Denis-Scheck-Manier in die Kamera zu gucken und durch das Bild zu stapfen, oder die schier unglaubliche Unverfrorenheit, mit der er dem Zuschauer verkaufen wollte, wie doof all diejenigen sind, die auf die Wettbewerbsverzerrung durch gebührenfinanzierte Internetauftritte hinweisen: ARD und ZDF super, alle anderen böse.
Schlimm, echt.
(Und ja: Diese Meinung hätte ich auch ohne meinen Arbeitgeber.)
Diesmal waren wir im Wohnzimmer von Knüwi und haben „Topmodel“ geschaut. Und das war ein bisschen langweilig. Weil es erst 15 Minuten vor Schluss Zickenkrieg gab.

Letzte Woche war ich mit Daniel und Thomas im „Naan Namak“ Essen. Das ist ein afghanisches Restaurant im Süden Düsseldorfs.
Einen Text hat Herr Knüwer (Er mag nicht, wenn wir „Knüwi“ sagen) bei „Gotorio“ geschrieben.
Unsere Videokritik kann man freundlicherweise auch hier anschauen:
Link: sevenload.com
Link: sevenload.com
Früchte hab ich ja durch.

Rolf Eden: „Ich hab jetzt meine ganz große Liebe, die hab ich schon dreieinhalb Jahre – das ist sehr lange für mich – und die Liebe wird immer stärker“

Bruce Darnell über Heidi Klum: „Sie ist wirklich sehr lieb – nee wirklich!“

Christine Kaufmann: „Ich hatte immer wahnsinnige Angst, mich in der Außenwelt zu verlieren, deswegen habe ich mich in meiner Innenwelt verloren.“

Judith Holofernes: „Zuschriften bitte an wirsindhelden.com.“
Jürgen Vogel ist Buchhalter Max und erfährt, dass er Bauchspeicheldrüsenkrebs und nicht mehr lange zu leben hat. Sein Selbstmordversuch per Auto geht schief und er landet auf Emmas Bauernhof, die dort ein einsames aber glückliches Leben zwischen Schweinen und Hühnern lebt. Klar, dass sich die beiden verlieben. Und klar, dass es mit Max bald zu Ende geht.
Ich hatte mich die ganze Zeit davor gedrückt, diesen Film zu schauen, weil ich wusste, dass ich danach wahrscheinlich sehr traurig sein werde. Das war auch so. Schon nach dem ersten ernsthaften Kotzanfall von Mr. Vogel kullerten hier die Tränen. Weil doch ein paar Erinnerungen hochkamen. Und doch machte dieser Film klar, wie wichtig es doch ist, wenn man einem Sterbenden seine letzten Tage und Wochen so gestaltet, wie er sie möchte. Nicht im Krankenhausbett, sondern dort, wo er sich am wohlsten fühlt.
(Mannmannmann, dieser Jürgen Vogel…)
Für die nicht-wissende aber mitlesende ältere, und erst recht jüngere Generation: Ich meine Jarvis Cocker, Pulp-Frontmann. Klingelt’s?

Achtung: Hier wird das Ende verraten!
Ich war davon ausgegangen, dass wirklich jeder, der so ungefähr in meiner Generation lebt, irgendwann zwischen 12 und 15 „Die Welle“ von Morton Rhue gelesen hat. Das war ein Fehler, aber so hat man eine gute Erklärung dafür, warum es dann doch irgendeinen Sinn ergibt, dass dieses Buch jetzt noch verfilmt worden ist (Außer natürlich wegen Jürgen Vogel.). Doch es gibt immer den einen, der den Stoff nicht kennt und heute wird dieses Buch wahrscheinlich nicht einmal mehr im Unterricht durchgenommen, ich weiß es nicht und vielleicht bedarf es in Zeiten von Amokläufen, Waffen und dem bösen Internet an Schulen auch einfach einer Aktualisierung des Stoffes. Sprich: Jürgen Vogel spielt den wirklich coolen Lehrer, der mit Ramones-Shirt in die Schule geht, der von den Schülern geduzt wird und den wirklich alle mögen, weshalb sie auch die Projektwoche mit ihm, aber dem langweiligen Thema „Autokratie“ wählen.
Na und dann geht’s los mit dem Experiment. „Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!“, schreibt Jürgen Vogel an die Tafel, alle tragen plötzlich weiße Hemden, grüßen sich mit dem Welle-Gruß, sind Teil einer großen Gemeinschaft und fühlen sich super. Wer nicht dabei ist, fühlt sich nicht ganz so super und rebelliert und lernt die Macht dieser Gemeinschaft von der anderen Seite kennen. Weil er ausgeschlossen ist.
So, und wo wir die Handlung gerade mal zusammengefasst haben, kommen wir auch schon zu den Problemen des Films.
Erstens: Max Riemelt, der Marco den Super-Sportler spielt. Er hat ne Freundin, die mit dem ganzen Welle-Quatsch nicht so richtig klarkommt und sich deshalb auch mit ihm streitet. Und deshalb auch einer der Auslöser für Lehrer Vogel ist, das Experiment „Welle“ abzubrechen. Aber dieser Max Riemelt, den man vielleicht als Liebhaber deutscher Filme schon aus „Napola“ kennt und der für diese Rolle damals sogar den bayerischen Filmpreis bekommen hat, ist so langweilig und so farblos, das man sich wirklich fragt, warum dieser Regisseur anscheinend so darauf steht, mit diesem Typen zu drehen. Versteht man einfach nicht.
Zweitens: der Regisseur Dennis Gansel. Einmal, weil er irgendwie darauf steht, Max Riemelt in seinen Filmen dabei zu haben. Aber auch weil es ihm nicht richtig gelingt, ein Drehbuch zu schreiben und umzusetzen, dass in sich schlüssig ist. Da weiß man gleich zu Beginn des Filmes, bei welchem der Schüler der ganze Welle-Kram besonders gut funktionieren wird, genauso wie man gleich weiß, dass die Öko-Frau vermutlich schnell aussteigen wird. Da werden Figuren angedeutet, da hat dieser Marco zwischendurch was mit einer anderen (Cristina do Rego, die der eine oder andere vielleicht aus „Pastewka“ kennt) und am Ende hat er dann doch wieder seine Freundin lieb. Das ist alles sehr unbeholfen und vielleicht reicht es ja auch für einen Jugendfilm, aber für was richtig Gutes nun mal leider nicht.
Drittens: der Schluss. Ganz schlimm. Denn in der heutigen Zeit reicht es wohl nicht, dass ein „jüdischer Schüler Gewalt erfährt“, (Sorry, konnte mich nicht mehr an das Ende des Buches erinnern und habe dreist die Wikipedia abgeschrieben), damit das Projekt ein Ende erfährt. Nein, in der heutigen Zeit muss erst ein Schüler angeschossen werden und der Schießende sich selbst hinrichten. Ganz so, wie wir es mittlerweile von den Amokläufen an Schulen kennen.
Mannmannmann, diese Hannah Herzsprung. Jetzt weiß ich endlich, warum sie all die Preise für diesen Film bekommen hat. Für diese Figur, die so unberechenbar scheint, die so voller Emotionen ist, diese scheinbar unkontrollierbare Leidenschaft, die immer wieder unkontrolliert aus ihr herausbricht.
Sie spielt die wegen Mordes verurteilte 21-jährige Jenny, die ganz wunderbar Klavier spielen kann. Im Gefängnis trifft sie auf die schrullige Klavierlehrerin Traude Krüger, 80, die zerbrechlich von Monica Bleibtreu dargestellt wird. Alles läuft auf die vier Minuten Auftritt hinaus, vier Minuten Auftritt bei einem Wettbewerb in der Oper. Und genau die vier Minuten sind so intensiv, dass ich mich dann doch erst mal erholen muss.
Tolle Frau, diese Hannah. Doof nur, dass der Mann meines Herzens mich gerade daran erinnert hat, dass sie die Tochter von Dschungel-Hexe Baba und Seitensprung-Bernd ist. Kann man sich halt nicht aussuchen.