Die Soundso Chatham-House-Rule

Gestern abend erfahren, dass die Taxifahrer in Düsseldorf alle einen Base-Vertrag haben. Weil telefonieren untereinander umsonst ist. Und deshalb telefonieren die ständig miteinander. Auch wenn sie gerade Fahrgäste haben. Dann liegt das Telefon einfach neben ihnen und sie lauschen, worüber sich Taxifahrer und Fahrgast so unterhalten. Weil ich ein bisschn skeptisch guckte, stellte mein Taxifahrer dann auch noch den Lautsprecher seines Handys an. Worüber die im anderen Taxi gesprochen haben, konnte ich leider nicht verstehen, nur ein Stimmengewirr und lautes Lachen. Soviel zum Schutz der Privatsphäre in Taxis.

Leider konnte der Taxifahrer mir auch nicht sagen, wie dieser Begriff hieß, den die Herren am gestrigen Abend verwendeten, um mitzuteilen, dass die Worte, die den Raum füllten, auch bitteschön dort bleiben sollten. Sie sagten nicht „off the record“, „unter drei“ sondern sprachen von einem Soundso-Rule. Könnte sehr gut aus diplomatischen Kreisen stammen. Nun würde ich gerne meinen Wortschatz (zumindest den passiven) erweitern. Wer hilft mir?

Nachtrag: Per Mail erreichte mich die Lösung: Es ist die Chatham-House-Rule. Danke, lieber D.

Trauer ist angesagt

Dies kann kein guter Tag werden: Die Engländer fahren nicht zur EM. Das ist alles so schlimm.

Motto des Tages

Geburtstage muss man nehmen, wie sie kommen. So.

Spice up your life

Die „Times“ über die neue Single von den Spice Girls:

The video is soft porn without the sex – all tricky lighting, ditzy angles, phoney enthusiasm and calculated lies. Victoria is in bondage gear. Those bubbly, boisterous, noisy, tuneful, natural girls have turned themselves into airbrushed, skinny, desperate housewives, overanxious to entice, ribs showing, faces blank from Botox.

Dahinter steckt immer ein dicker Kopf

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Man nehme:

– billigen Fusel, der umsonst vom Inder mitgeliefert wird,
– attraktive Blondine in Schwarz,
– Fotoapparat und
– den Versprecher wörtlich.

Ach ja…

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Meine heutige Lieblingsüberschrift auf der Startseite von derwesten.de

AFP, der Spiegel und Stefan Aust

Irgendwann am späten Nachmittag stellte die Spiegel-Gruppe eine Pressemitteilung auf ihre Seite, dass Stefan Austs Vertrag beim Spiegel nicht über den 31. Dezember 2008 hinaus verlängert wird. Gegen 18 Uhr haben dann eigentlich alle größeren Internetseiten eine Meldung drauf.

Das lag daran, dass sie entweder selbst recherchiert (war ja nicht so schwer) oder die DPA-Meldung auf die Seite geschoben haben, die um 17.19 Uhr versandt wurde, auf die Seite geschoben haben. Manche nahmen auch die EPD-Meldung um 17.44 Uhr oder vermurksten beide.

Doch was war eigentlich bei den anderen Nachrichtenagenturen los? Von denen hörte man nämlich lange nichts. Erst nach 19 Uhr tat sich wieder was. Reuters reagierte um 19.04 Uhr, AFP um 19.26 Uhr, ddp um 19.29 Uhr. AP erwachte um 21.08 Uhr aus dem Dornröschenschlaf.

Richtig lustig, und ja, wir kommen jetzt bereits zur Pointe dieses kleinen Eintrages, war aber das, was AFP um 19.26 Uhr inhaltlich so hinlegte:

Laut dem Online-Medienmagazin „DWDL.de“ gab es in den vergangenen Wochen diverse Querelen innerhalb des Spiegel-Verlags.

Die Kurzkritik

Katharina Thalbach war in dieser neuen Sat.1-Serie „Deadline“ gerade unerträglich. Ts.

Wie werde ich am besten 30?

Ich werde bald ein Jahr älter, ist ja nicht mehr sooo lange hin, aber ist halt eben doch nicht mehr allzu weit entfernt. Und nun überlege ich seit einigen Wochen: 30, eigentlich müssteste das ja feiern. Ist ne runde Zahl, hat in manchen Kreisen auch sowas wie eine Bedeutung. Spricht also viel für ne Feier. Doch das Datum spricht halt dagegen. Feiern, obwohl die meisten eh an Weihnachten denken und auf dem Weg zu ihren Familien sind? Muss auch irgendwie nicht. Zumal viele Menschen, die mir wichtig sind, leider nicht in Düsseldorf wohnen und extra anreisen müssten. Was vor Weihnachten wohl nochmal schwerer fällt. Zumal ich mit einer Einladung jetzt eh Weihnachtsplanungen zerschießen würde.

Tja, und so denke ich seit Wochen vor mich hin (hab ich ja schon mal geschrieben, die Wiederholung soll darauf hinweisen, dass ich wirklich viel denke). Ich kann mich nicht entscheiden. Ich brauche wohl Hilfe.

Hihi.

Und hier übrigens mein Lieblingssatz aus der gestrigen FAS:

Überraschend war, dass ein Erotikvertrieb einen „erstmals“ TÜV-geprüften sogenannten Vibrator auf den Markt bringt, der noch in zehn Meter Wassertiefe funktioniert.