Bei der Jugend in Essen

Heute Nachmittag war ich zusammen mit Daniel in Essen. Beim Jugendmedienevent. Weil wir ein bisschen was über Podcasts und Videoquatsch im Internet erzählen durften. Eindreiviertel Stunden lang. Wir haben gleich einen Podcast gemacht. Und ein paar Videos.

Doch auch ich habe ein bisschen was gelernt. Wenn ich dem glauben kann, was unsere Seminarteilnehmer uns erzählt haben, dann chattet die so genannte Jugend eigentlich nur. Jeder aus der Runde erzählte, dass er chatten würde: ob per ICQ, SchülerVZ oder StudiVZ – wieder ein Zeichen dafür, dass die E-Mail nur noch bei der Ü25-Generation eine größere Rolle spielt. Zwei oder drei von ihnen hatten eine eigene Webseite, nochmal zwei oder drei überlegten, eine aufzumachen.

Alle, wirklich alle, arbeiteten oder arbeiten gerade an einer Schülerzeitung. Während die E-Mail also ausstirbt, man im Netz chattet, flirtet oder spielt – den Journalismus lernt man immer noch über ein Printprodukt kennen. Eigentlich schade, weil man doch im Netz viel mehr ausprobieren, auch gleich ein bisschen Radio- oder Videojournalist spielen kann.

5 comments on “Bei der Jugend in Essen

  1. Sebastian sagt:

    Schon merkwürdig, dieses Festhalten an der Schülerzeitung. Ich glaube aber, dass man die Schüler nicht über eine Nachrichtensite erreichen könnte. Vielleicht eher über eine Community mit Nachrichtenteil.

    Dazu kommt vielleicht: Eine Schülerzeitung baut man mit Word, bringt sie in eine Druckerei und verteilt sie. Fertig. Eine Internet-Site müsste man erst bekannt machen (Flyer auf dem Schulhof sind bestimmt kein guter Weg) und man müsste die Leute regelmäßig neu auf die Site locken. Doch wie oft gibt es wirklich Neues aus der Schule zu berichten? Und wie soll man die Schüler dann locken? Per E-Mail-Newsletter? Wohl kaum, wenn die alle nicht mehr mailen.

  2. Eva sagt:

    Hej Franzi, warum hast du Roman und mir nicht Bescheid gesagt? Wir hätten euch liebend gern zugehört bzw. an eurem Workshop teilgenommen.

    Sebastian: Tatsächlich sind viele meiner Mitschüler Anhänger von Spiegel Online, einige haben es “sogar” als Startseite eingestellt. Die Seite ist auf jedem Fall immer die erste Anlaufstelle, wenn sie sich näher über die aktuelle Nachrichtenlage informieren wollen (z.B. über die Lage im Kaukasus für den Sowi-Unterricht) oder hören, dass gerade irgendetwas passiert ist. Letzteres geschieht – natürlich – per Chat…

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