Was schön war (48/2016)

“Ich habe Euch einen Obstaufguss mitgebracht: Knoblauch mit Vanille.” Wenig später riecht es doch angenehm nach Orange, aber während ich vor mich hin schwitze, denke ich darüber nach, was Knoblauch eigentlich ist. Und ob es irgendwo eine Sauna mit Knoblauchaufguss gibt. 

Ein Abend auf dem Sofa mit Wolle und Stricknadeln entspannt mich sehr, besonders wenn ich die Abende davor mit Arbeiten, Basteln und Fotos für die Weihnachtsgeschenke raussuchen verbracht habe. Ok, New Girl schauen ist auch toll. 

“Mama, machen wir einen Ausflug?”, fragt der kleine Sohn und dann machen wir einen Ausflug. Wir laufen durch die Straßen, bewundern Weihnachtsschmuck in den Fenstern, freuen uns gemeinsam über Polizeiautos und reden über Dies und Das. Es ist mehr ein Plappern, bei dem man am Ende nicht mehr weiß, worüber man geredet hat, es ist aber sehr sehr schön. 

Mit dem großen Sohn plappere ich nicht mehr, da führe ich Gespräche. Und als Vorschulkind überrascht er mich momentan jeden Tag wieder. Wie liebevoll er mit seinem kleinen Bruder umgeht und ihm beim Öffnen des Adventskalendertürchen hilft. Wie er mir lang und breit berichtet, was er beim Vorschulkinderbesuch im Supermarkt über Lebensmittel gelernt hat. Wie er selbstständig den Müll herunterbringt. Wie er im nächsten Moment so gar nicht fünfjährig losweint, weil ihm irgendwas nicht passt.


Die Goldenen Blogger kommen zurück – am 30. Januar in Berlin und ich glaube, es wird toll! Könnt ihr bitte alle eure Lieblingsblogs und Kanäle nominieren? 

abendmode bei Vielmode gruessewuensche.de

Und nun?

Wie konnte das passieren? Seit ungefähr einer Woche mache ich mir dazu Gedanken, lese alle möglichen Beiträge in Medien, deutsche, amerikanische, Aufsätze in Blogs, Newsletter, schaue Videos, höre Podcasts und denke. Eine Antwort auf diese Frage in Bezug auf die US-Wahl habe ich mittlerweile gefunden: Ich habe mich vor der Wahl zu wenig damit beschäftigt, welcher Riss wirklich durch das Land geht.

Es gab immer wieder Momente, die mich zweifeln ließen. Eine Auswahl: Als ich im Sommer den Beitrag von Michael Moore las, warum Donald Trump die Wahl gewinnen wird. Als sich viele Frauen in meiner Filterblase für Hillary Clinton wegen ihrer Bedeutung für die Gleichberechtigung und den Feminismus feierten – der Wahlkampfspruch “I’m with her” befremdete mich von vornherein: Ich stelle mich doch nicht hinter jemanden, nur weil sie eine Frau ist. Die vielen Skandale um Donald Trump, über die täglich berichtet wurde – zunächst im Vorwahlkampf und später im Wahlkampf -, machten ihn eher stärker, als dass sie ihm schadeten. Die unzähligen Menschen, die sich auf Facebook, Twitter und Co. hinter ihn stellten. Und später dann: Mein Interview mit Jeff Jarvis, in dem er so derart mit den US-Medien abrechnete. Und nicht zuletzt zwei Tage vor der Wahl, als die Kollegen zu einem der letzten Wahlkampfauftritte von Donald Trump aufbrachen und zurückkehrten, ohne ihn gesehen zu haben, weil wegen es wegen zu großem Andrang kein Reinkommen gegeben hat.

Aber es gibt noch mehr Antworten darauf, die natürlich auch schon vielfach besprochen wurden. Eine der wichtigsten: Hillary Clinton stand eben nicht für Veränderung. (In diesem Zusammenhang muss ich immer wieder daran denken, dass bereits Barack Obama mit ganz viel “Change” vor acht Jahren das Bush-Regime ablöste. Und wenn man jetzt noch Parallelen zur Brexit-Entscheidung ziehen möchte, dann haben auch viele Briten für den Brexit gestimmt, weil sie etwas anderes wollten als das jahrelange Weiter so. Denkzettel und so.)

Und in diesem ganzen Suchen nach Antworten denke ich darüber nach, was das für uns bedeutet, also nicht nur mein Leben hier in Düsseldorf, sondern eher: Wie gespalten ist eigentlich Deutschland? Wie groß ist der Frust auf das Establishment? Und was genau kann ich eigentlich tun, dass wir nicht in unseren realen und digitalen Filterblasen leben, sondern uns wieder stärker miteinander auseinandersetzen? Anders lautende Meinungen nicht einfach abtun mit dem Argument “Der hat doch keine Ahnung”, “Der spinnt doch”, “Lass die doch labern”? Wäre ein Trump auch in Deutschland möglich? Wie vielfältig ist unsere Medienlandschaft wirklich? Und könnte eine vielfältigere Medienlandschaft wirklich etwas bewirken? Welche Partei mit welchem Kanzlerkandidat wäre diejenige, die Ängste glaubhaft aufgreifen und gleichzeitig für einen notwendigen Wandel sorgen könnte? Wie bekommen wir es hin, dass Politikersprech wieder Menschen besser erreicht? Wird auch bei uns im nächsten Jahr ein Wahlkampf unterhalb der Gürtellinie geführt? Und darf ich das überhaupt so schreiben, oder stecke ich mich dadurch sofort in die Schublade “Linke PC-Städterin”?

Ich mache mir einfach Sorgen. Weil ich glaube, dass unser Land gespaltener ist, als wir es zugeben wollen. Weil ich immer wieder auf Menschen treffe, die mit dem Typ Berufspolitiker, der unser Land derzeit regiert, wenig anfangen können. Weil unsere Wirtschaft aufgrund von Globalisierung und Digitalisierung gerade so durchgerüttelt wird und diese Kräfte auch ganz andere Fähigkeiten von Arbeitskräften verlangen, die derzeit nicht vermittelt werden. Weil wir eine Verschiebung in der Mediennutzung haben, die mit einer anderen Informiertheit einher geht. Weil die digitale Filterblase die reale noch verstärkt und wir noch immuner gegen andere Meinungen werden, ja diese schneller verurteilen und meiden. Weil es schon jetzt Kräfte gibt, die auf Kosten bestimmter Gesellschaftsgruppen Stimmung machen.

Was tun? Reden, ja. Klar. Erziehen, natürlich. Rausgehen. Auf jeden Fall: machen. Aber das sind alles Dinge, die im Kleinen passieren.

Und ich glaube nicht, dass das reicht.

(To be continued.)

3. November 2016

“Geh lieber noch nicht zu Bett, sagt die Kollegin. Es ist halb elf Ortszeit, doch mein Körper kann nicht mehr, nach 22 Stunden auf den Beinen braucht er eine Pause und deshalb liege ich nun im Bett und versuche mich mit dem Schreiben dieses Textes noch ein wenig wach zu halten. 

Wenn man so kurz vor der US Wahl auf dem Weg nach Washington unterwegs ist, ist es sehr einfach mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das fängt mit dem kleinen Sohn an, der, während ich die letzten Dinge in meine Tasche packe, fragt, ob ich heute nach Amerika reise (und ob er mit darf). 


Im Zug nach Frankfurt sitze ich neben einer Frau aus der Finanzbranche, die sich sogleich besorgt zeigt, sollte Donald Trump die Wahl gewinnen. Sie geißelt zudem den Einfluss von Hedgefonds auf politisches Geschehen wie im Fall von Griechenland und fragt sich, in was für einer Welt ihre Kinder immer leben werden, wenn all die Werte die ihr wichtig sind derzeit erschüttert werden.


Im Flieger sitzt neben mir ein US-Soldat, der gerade auf dem Weg nach Hause ist. Washington ist für ihn nur ein Zwischenstopp, am Ende seiner Reise wird er fast zwei Tage unterwegs gewesen sein. So lange dauert es von Afghanistan nach Florida reisen möchte. “Wie ist die Lage in Afghanistan?”, frage ich. “Worse”, antwortet er nur und will aber nicht ins Detail gehen. Eine verrückte Wahl sei das in diesem Jahr fügt er später noch hinzu.

Der Taxifahrer ist ja deutlich positioniert. Er ist ein Immigrant und werde Hillary Clinton seine Stimme geben. So wie die meisten Ausländer sagt er. Mr. Trump ist crazy, fügt er hinzu. Seine Wortwahl fällt mir auf: Während er von Mr. Trump erzählt und die gute Wirtschaftslage während Bill Clintons Ära lobt, spricht er immer von Mister Trump und Mister Clinton. Redet er von der jetzigen demokratischen Kandidaten sagt er “Hillary Clinton”. Vier Stimmen werde er ihr geben, die seiner Frau, seiner beiden Söhne und seine eigene. “So bekommen wir das schon hin”, gibt er sich optimistisch. 

Und während die anderen alle beim Termin in der deutschen Botschaft sind, treffe ich im Hotel ein. Nachdenklich. Und neugierig.

Mal eine Musikempfehlung

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Die Kinder hören ja meistens eher anstrengendes Zeug. Derzeit hoch im Kurs beispielsweise Feuerwehrmann Sam und das kann ja dann auch ziemlich schnell ziemlich nervig werden. Im Auto laufen oft “Benjamin Blümchen”, “Mia&me”, “Playmos” und wer von all dem Kram keine Ahnung hat, der sollte sich einfach nur glücklich schätzen. Glücklicherweise gibt es aber zwei CDs, die wir wirklich alle gerne hören, weil sich ein paar deutsche Liedermacher zusammengetan haben und tolle Musik geschrieben und eingesungen haben. Also nicht dieser Giraffenaffen-Quatsch, wo bekannte Lieder ein bisschen auf modern getrimmt und abgewandelt werden, sondern neue Songs, tolle Songs, mit toller Musik und guten Texten.

Die Rede ist von “Unter meinem Bett” (Als die erste CD rauskam, habe ich hier schon mal rumgeschwärmt) und vor ein paar Wochen ist die zweite Ausgabe erschienen. Nicht wieder mit Olli Schulz und Bernd Begemann, sondern anderen tollen Künstlern. Zu einem der Lieder gibt es jetzt auch schon ein Video, es ist das erste Lied auf der CD, es ist nicht das stärkste, aber die Jungs mögen es.

Mein Lieblingslied von dieser zweiten CD ist das vom Stachelschwein, “Quatschmachen” von Das Bo kommt hier aber auch gut an und am Ende gibt es auch noch ein schönes Gute-Nacht-Lied.

Wer also mal nach einem Geschenk sucht für die Kinder, Patenkinder oder Enkel kann hier meiner Ansicht nach ohne Bedenken zuschlagen. (Und nachdem wir im vergangenen Jahr auch mit meiner Mutter im Auto sehr viel Spaß mit diesen Liedern hatten, hat selbst sie sich diese CD gekauft. Ich empfehle diese CD also auch als Geschenk für Omas und Opas.)

Bei Brigitte.de könnt ihr auch drei Songs probehören

Hamburger könnten im Januar auch zu einer Release-Party gehen.

Amazon-Link zu “Unter meinem Bett 2″
Amazon-Link zu “Unter meinem Bett”

Was schön war (43/2016)

Das Wochenende: Halloweenvorbereitungen mit den Kids, also Kürbisschnitzen, Kekse backen und verzieren, Geister basteln. Herbstspaziergänge bei blauem Himmel und mit ganz viel buntem Laub auf dem Boden und in den Haaren. Bücher vorlesen. Endlich mal wieder in den großen Wimmelbüchern den Papageien suchen und Gänsefan Oskar. Auf dem Sofa rumliegen und Tee trinken, die Ingwerteesaison ist hiermit eröffnet. Und immer im Hinterkopf haben, dass ich jetzt wirklich nicht richtig krank werden darf. 


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Nashornbaby.


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Das große Kind in der Schule angemeldet. Und ja, es fiel mir nicht leicht, den Mund zu halten, als die Direktorin ihm all die Fragen stellte, die man dann offenbar so stellt, stellen muss, aber ich habe mich nicht eingemischt, musste ich auch gar nicht, weil er die Situation etwas nervös, aber dennoch selbstsicher und überzeugend meisterte. (Und sich für Baupläne interessiert.) Bei der Einschulung werde ich sehr sicher heulen wie ein Schlosshund. 


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2016 ist das Jahr, in dem ich auf Journalistenkongressen spreche, obwohl ich ja nur noch indirekt journalistisch tätig bin. Das ist ein bisschen lustig und so kommt es, dass ich vor einigen Monaten auch einmal auf dem Medienforum in Köln und diese Woche bei den Münchner Medientagen gewesen bin (Letztere lohnen sich eher).


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“New Girl” für mich entdeckt. 

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So, und nun drückt die Daumen, dass ich einigermaßen fit nach Washington komme. 

Was schön war (42/2016)

Ein Tag mit dem Mann in Hamburg, also nur wir zwei und das fühlt sich ungewohnt an. In den vergangenen Monaten (Jahren?) war das ja meist so: Entweder gibt es keine Städtetrips oder ich bin beruflich irgendwo und nutze die Stunde vor dem Abflug nochmal. Aber nun also ein Tag, zu zweit, mit keinen festen Zeiten, die wir einhalten müssen, gutem Essen (Matjes!), ohne Kindergebrabbel und ohne Rücksicht auf irgendwelche Befindlichkeiten (Ich muss aufs Klos, ich hab Durst etc.). Nur ein bisschen Hamburg auf uns wirken lassen, durch die Gegend schlendern und am Abend zu The Cure.

(Was ich mich ja schon die ganze Zeit frage: Wie oft habt ihr euch kurz vor einem Konzertbesuch mal mit der Frage gestellt: “Och, heute besorg ich mir noch schnell ne Kreditkarte, komme ich ja sonst nie dazu”? Frage für einen Kreditkartenanbieter, der nicht nur Sponsor einer Arena in Hamburg ist, sondern dort auch mit fetten Ständen auf Kundenfang ist.)

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Zahnfee spielen.


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Elternabende sind ja eigentlich nicht so große Highlights der Woche. Aber da sitzen wir beieinander, ich werde den Job als Elternrat nach zwei Jahren wieder los und ich lerne, dass es sowas wie Instant Gardening gibt. Also dass man für irgendwelchen sehr reichen Menschen mal eben ganze Gärten und Alleen aufbauen mit Kastanienbäumen, die keine Früchte tragen (wtf) und die genauso groß sind, dass darunter Autos fahren und Pferde die Blätter nicht erreichen können. Und ich sitze da in dieser Runde, freue mich, weil ich das Kitateam so gerne habe und auch die anderen Eltern und bin wehmütig, dass damit jetzt schon bald Schluss sein wird.

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Mal wieder was geschrieben.

#12von12 im Oktober

Ich habe es endlich mal wieder geschafft, bei #12von12 mitzumachen und das Ergebnis wollte ich euch nicht vorenthalten.

Verspäteter Morgenkaffee. #1von12 #12von12

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Warten aufs Taxi #12von12 #2von12

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Warten auf die Kollegin. #12von12 #3von12

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Warten auf den Flieger #12von12 #4von12

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Warten auf den Abflug #12von12 #5von12

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Warten aufs Aussteigen. #12von12 #6von12

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Warten auf #ada16 #12von12 #7von12

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Es gibt ein BVG-Wifi? #12von12 #8von12

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#12von12 #9von12

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Berlin. #10von12 #12von12

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Vorabend-Event. #12von12 #11von12 #ada16

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Es gibt also noch Hotels ohne Steckdose neben dem Bett. #12von12

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Was schön war (41/2016)

Zwei wahnsinnig volle Tage in Berlin mit tollen Frauen und viel Inspiration beim Ada-Lovelace-Festival. Ich habe damit vermutlich meine Timeline am Donnerstag und Freitag zugespammt, aber was soll’s. Einmal im Jahr muss das gehen.

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Innerhalb von fünf Tagen einen Termin im US-Konsulat für ein Visum zu bekommen, ist sportlich, aber machbar. Ich war wirklich erleichtert. Und das Gefühl nach dem Termin vor dem Konsulat zu stehen, nach dem Smartphone greifen zu wollen, um die Mytaxi-App zu öffnen, dann zu merken, dass das ja wegen der Sicherheitsbestimmungen in Moabit bleiben musste und zu überlegen, wie man nun ohne Google Maps irgendwie zurück in die Innenstadt kommt, das war jetzt nicht unbedingt schön, aber doch auch erhellend. 
(Ob so etwas auch mit deutschen Behörden ginge? Ich würde diese Frage gerne mit “Na hoffentlich” beantworten.)

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Sich am Mittwochabend beim Essen und Apfel- und Mangoschorle verquatschen, so dass aus eigentlich zwei Stunden vier werden. 

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Am Samstag durch die alte Heimat laufen, einmal durch den gesamten Ortskern. Schauen, was sich so getan hat, ob irgendwas alt Bekanntes geschlossen und was Neues aufgemacht hat. In die alt gewordenen Gesichter schauen, um doch vielleicht jemanden zu erkennen und immer freundlich zurück grüßen, wer weiß, wen man da gerade wieder nicht erkennt. Am schönsten war es am Wasser, ein Kanal. Alles ruhig, kaum Wind, keine Leute weit und breit. Dann der Blick auf den See, so vertraut irgendwie, Wasser beruhigt ja immer ungemein.

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Hirschragout.


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Das Klingeln an der Haustür und die vertrauten Stimmen der Kinder. 

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Ein wunderbarer Tag in Bremerhaven mit Zoobesuch, Matjes und ganz viel Kinderquatsch.

Was schön war (40/2016)

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Heute wieder schwimmen gewesen. Mit dem großen Sohn. Ich hatte mir im Sommer vorgenommen, dass jetzt nahezu jedes Wochenende zu machen. Parallel zum Schwimmkurs unter der Woche am Wochenende ein bisschen mehr im Wasser toben, Spaß haben und vielleicht ein paar Dinge aus dem Schwimmkurs nochmal ausprobieren. Das lustige daran ist eigentlich, dass der Sohn zunächst eigentlich immer keine Anstalten macht, auch nur eine Sache nochmal auszuprobieren, also so ganz von alleine. Bis dann ein Mädchen auftauchte, mit Badekappe auf dem Kopf und gelben Tauchring und keine Anstalten machte, nach ihrem Ring zu tauchen. Ich ging zum Schwimmmeister, um mir ebenfalls einen solchen Ring auszuleihen und plötzlich waren wir nur noch dabei, nach dem Ring zu tauchen. Und ein paar Minuten später traute er sich sogar vom Rand in meine Arme zu tauchen/paddeln. Knoten geplatzt. Es dauert halt nur immer eine Weile, bis man den Knoten gefunden hat.

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Nachmittags um halb sechs bemerken, dass man den gesamten Nachmittag vertrödelt hat und sich jetzt echt beeilen muss, um das Kind vom Kindergeburtstag abzuholen.

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“Mama, Frühstück machen!”

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Schon eine ganze Weile denke ich darüber nach, warum mir am Sonntag, wenn ich diese Zeilen aufschreibe, eigentlich fast nur die vielen Kinderanekdoten einfallen. Ob es liegt, dass das Wochenende mit den Kindern dann eben so präsent ist? Oder liegt es daran, dass unter der Woche einfach keine Dinge passieren, die ich in die Kategorie “Schön” packen mag? Oder sind diese Momente zu flüchtig, als dass ich sie erinnern mag?

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Schön war dann aber doch noch was: Der Twitwoch #twdus war schön. Andre und Daniel haben diesmal eine verdammt coole Location ausgewählt – den Air-Berlin-Hangar am Düsseldorfer Flughafen. Ich hatte eigentlich fest damit gerechnet, dass Air Berlin nach den Nachrichten vom Wochenende noch einen Rückzieher macht, doch dem war dann doch nicht so. Das allerschönste am Twitwoch – neben dem Wiedersehen vieler bekannter Gesichter: diese Bratwurst vom so genannten Kultmetzger Inhoven. Kauft eure Wurst nur noch da!

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Und die Aussicht, die ich am Mittwochvormittag hatte, war jetzt ganz schön.

(Geht doch.)

Timehoppen.

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Timehop ist großartig. Ich erlebe gerade live mit, wie ich mir vor sieben Jahren mein erstes iPhone kaufte, mit welchen Hürden ich zu kämpfen hatte (der Zoom-Griff) und welche Apps man damals so nutzte, zum Beispiel um zu twittern.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich das Leben derzeit verändert hat. Smartphones gehören zum Leben dazu wie die Butter aufs Brot, Tastentelefone sind völlig verschwunden und dank Cloud lassen sich mittlerweile auch alle Geräte untereinander perfekt synchronisieren.

Und das alles ist erst sieben Jahre her.