In der Weihnachtsbäckerei

Kekse oder wie wir sagen: Plätzchen backen ist mit Kind ein tagesfüllendes Projekt. Und das wurde in diesem Jahr bei uns gebacken:

Kokosmaronen, nicht so meins, aber die Herren im Haus stehen drauf.

Vanillemännerl. Einfach Vanillekipferl-Teig nehmen, ausrollen, ausstechen usw.

Und dann noch die klassischen Mürbeteig-Plätzchen in den unterschiedlichsten Formen. Meine Lieblingsausstechform ist der Elefant. Vorher:

Und nachher:

Vielleicht lege ich in den nächsten Tagen nochmal mit Aniswaffeln nach, da gab es bei Pinterest so ein leckeres Rezept.

Und was habt ihr so gebacken?

flattr this!

21. November

Ich habe ihr angesehen, dass sie geweint hat. Zwei Kinder, das eine kränkelnd und ihr den Schlaf raubend, das andere fordernd. Ob ich einen Babysitter hätte, fragt sie mich. Ihr Mann ist noch einige Tage beruflich unterwegs, sie plagt die Aussicht auf ein weiteres Wochenende allein. Der Rest der Familie ist weit weg, keine Chance, wenigstens mal eine Stunde Ruhe zu haben, Kraft zu tanken. Einen Babysitter habe ich nicht, nur mein offenes Ohr und meine Telefonnummer.

In solchen Momenten habe ich noch mehr Respekt vor alleinerziehenden Eltern.

Wenn ich die Brigitte Mom in diesem Tempo weiterlese, bin ich am Erscheinungstag der nächsten Ausgabe damit fertig. Offlinelesen ist derzeit wirklich schwierig.

flattr this!

Der Sundayshawl

Bisher habe ich tolle Strick- oder Häkelprojekte auf Pinterest oder Ravelry gefunden. Bei diesem Schal war das anders. Der tauchte plötzlich in meiner Instagram-Timeline auf und schon stand fest: Den willst du häkeln. Das schöne an diesem Schal von The Little Bee: Ich konnte meine Häkelfähigkeiten weiter ausbauen. Zum einen habe ich bei diesem Projekt gelernt, um die Ecke zu häkeln, so dass ich mich vielleicht doch irgendwann mal an dieses Zickzackmuster herantrauen könnte. Zum anderen habe ich das so genannte Doppelstäbchen gelernt, kannte ich nämlich bisher nicht.

Ein sehr schönes Muster, finde ich, auch gut beschrieben. Neuerdings gibt es die Anleitung übrigens auch in deutscher Sprache.

Auch wenn ich ihn sehr gelungen finde, werde ich mich von dem Schal trennen und ihn verschenken. Aber noch einen häkeln. Etwas größer.

flattr this!

St. Martin mit den Jungs

IMG_5505.JPG

“Guckmal, meine Laterne schleift!”
“Mein Licht flackert, meine Laterne ist blöd!”
“Mein Licht flackert, ich mach meine Laterne gleich kaputt!”
“Das Licht flackert immer noch!”
“Mein Arm tut weh, kannst du meine Laterne nehmen?”
“Kann ich meine Laterne wiederhaben?”
“Mama, ich habe einen Tropfen abgekriegt!”
“Es regnet, meine Laterne geht kaputt, kannst du sie nehmen?”
“Wo ist der St. Martin?”
“Wo ist der Leonhard?”
“Wo ist der St. Martin und sein Pferd?”
“Mama, ich bin nass.”
“Wann singen wir?”

flattr this!

Digitales Quartett: die Freezing-Debatte

Seit Tagen wird diskutiert: Sind Apple und Facebook besonders moderne Arbeitgeber, weil sie ihre Mitarbeiter finanziell beim Einfrieren ihrer Eizellen unterstützen? Oder ist allein das Angebot dieser Unterstützung verwerflich? Wollen Facebook und Co. ihre Mitarbeiter dazu antreiben, ihrer Karriere den Kinderwunsch unterzuordnen oder müssen Arbeitgeber heutzutage im Kampf um die besten Köpfe ganz anders denken? Darüber wollen wir heute im Digitalen Quartett sprechen!

Um 21 Uhr geht es wie gewohnt los.

Es diskutieren:
Britta Weddeling vom Handelsblatt aka @miss_brizz
Lea Weitekamp von T3N aka @lojanna
Diana Heinrichs von Microsoft aka @dianatells

flattr this!

Zwei Monate zu viert

Lieber E.,
vorhin hast du mich wieder so angeschaut. Du machst das jetzt seit ungefähr zwei Wochen so. Du grinst mich an und strampelst ganz wild mit Armen und Beinen, so als ob du mir jedes Mal zeigen möchtest, was du alles schon kannst. Und ich freue mich sehr, dass du mir das zeigen willst, auch wenn du kurz vorher noch vor Müdigkeit geweint hast und auf den Arm genommen werden wolltest.

Meistens bist du so wunderbar entspannt. Du liegst sehr gerne in dem Kinderwagen und lässt dich durch die Gegend fahren. Nun schläfst du auch nicht mehr die ganze Zeit, sondern betrachtest die Schattenspiele. Du hast das Pferd und Entchen von deiner Kinderwagenkette entdeckt und trainierst mit ihnen das Greifen. Heute hast du mich damit überrascht, dass du auch im Auto kein Auge zugemacht hast, während dein Bruder völlig fertig neben dir schlief.

Alles, was dein Bruder macht, findest du wahnsinnig interessant. Wenn er beim Essen rumkaspert, schaust du dir das genauso konzentriert an, wie wenn er als Pirat wild durch das Wohnzimmer rennt und “Hisst die Segel” ruft. Ich kann mir schon jetzt vorstellen, wie ihr in ein paar Jahren gemeinsam durch die Wohnung lauft.

Wenn du weinst, also weinst und nicht nur rummeckerst, dann zerreißt es mir das Herz. So wie heute, als du dich so sehr erschrocken hast, weil ich so laut niesen musste. Es ist ein gellendes Weinen, mit Tränen, die ich dann ganz schnell wegküssen muss.

Wir alle können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne dich war. Dein Bruder geht morgens erst dann aus dem Haus, wenn er dir einen Kuss gegeben hat. Oder deine Hand gehalten hat. Meist muss ich aufpassen, dass er mit seinem Übermut nicht wehtut. Aber so ist sie wohl, die Bruderliebe. Dein Papa genießt die Momente, in denen du auf seiner Schulter einschläfst, auch wenn das nicht so häufig passiert, weil wir dich oft einfach ins Bett legen und du da auch gut schläfst.

Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich dich mit deinem Bruder vergleiche. Ob ihr euch ähnlich seht. Ob ihr in bestimmten Momenten ähnlich reagiert. Du erinnerst mich ganz oft an die erste Zeit mit ihm, ich entdecke Gefühle und Gedanken wieder, die ich damals gehabt habe und ich bin so unendlich dankbar, dass ich trotz all der Anstrengung, die schlaflose Nächte und all das Drumherum mit sich bringen, das alles erleben darf. Mit dir. Mit euch. Zu viert.

Mein kleiner Mann, ich hab dich lieb.

flattr this!

Gehäkelt: die Decke.

Am 30. November im vergangenen Jahr habe ich damit begonnen, am Montag ist sie nun endlich fertig geworden: meine erste selbstgehäkelte Decke. Was ich bei Projektstart noch nicht wusste: Es ist eine Art Babydecke. Denn das Projekt begleitete mich in meiner Schwangerschaft, auch wenn es über Monate ruhte. Im Juli nahm ich mir vor, sie zu beenden, bevor der zweite Sohn zur Welt kommt. Mitte August war dann klar: Das klappt nicht.

Als Vorlage diente mir der wunderbare Crochetalong eines meiner Lieblingsstrickblogs Schoenstricken.de, aber ich hatte schon früh beschlossen, dass ich keine Babydecke fertigen wollte, sondern eine große. Eine richtig große. In der Breite misst die Decke nun 1,40 m, in der Länge habe ich ungefähr 1,70 m hinbekommen. Dafür habe ich das Muster der eigentlichen Decke einfach noch einmal wiederholt. Und dann nochmal ungefähr 20 Reihen freestyle gehäkelt.

Fazit: Ich finde sie super.

Die Decke bei Ravelry.

flattr this!

Mama, wollen wir Star Wars spielen?

Was der Sohn (3) in den vergangenen 24 Stunden spielen wollte.

Mama, wollen wir…

…Star Wars spielen?
Papa ist Han Solo, E. ein Stormtrooper, du bist Luke Skywalker und ich bin Darth Vader.

…Dinos spielen?
Du bist ein Fleischfresserdino, Papa ist ein Fleischfresserdino, E. (7 Wochen) ist ein Garnichtsesser und ich bin auch ein Fleischfresserdino.

…Ritter spielen?
Du bist ein Ritter, Papa ist ein Ritter, E. ist ein Page und ich bin auch ein Ritter.

…Steinzeitmenschen spielen?
Du bist die Mama, ich bin der Papa von den Steinzeitkindern und Papa ist die Höhle.

…Captain Sharky spielen?
Ich bin Captain Sharky, du bist Michi und E. ist mit mir Sharky.

…Löwen spielen?
Ich bin ein Löwe, Papa ist ein Löwe, E. ist ein Löwe und du bist eine Löwin.

…Wikinger spielen?
Ich bin der Halvar, Papa ist der Ulme, E. ist der Wickie und du bist die Ilva.

To be continued.

flattr this!