Hilfe, wir sind Mainstream oder so toll waren die Goldenen Blogger 2017

Mittlerweile ist Freitag und ich habe mich auch am Freitag noch nicht von Montag erholt. Nicht, weil ich natürlich vorher und nachher viel zu wenig geschlafen habe, sondern eher weil es einfach ein so außergewöhnlicher Abend war, dass ich wohl noch ein bisschen Zeit brauche, um alles zu verarbeiten.

Interview-Marathon, Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Das wird nicht einfacher, denn nach den zahlreichen Beiträgen von Medien wie Tagesthemen, Heuteplus, WDR, RBB, dpa, Welt erscheinen nun jeden Tag die Rückschauen in den Blogs. Kiki, die Notaufnahmeschwester, Frau Kaltmamsell, Fräulein Read on nenne ich hier mal exemplarisch, aber es sind unzählige weitere erschienen. Und dann adelt die "Washington Post" unser kleines goldenes Männchen auch noch als "one of Germany’s top digital media awards". Ganz ehrlich: Dann denke ich ganz schnell an die Zeiten zurück, in denen wir auf meinem Sofa mit Bügelbrett und Webcam ausgestattet saßen und streamten.

Fräulein Read On ist Bloggerin des Jahres Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Ja, es scheint sich einiges in Sachen Blogs getan zu haben. Offenbar gibt es nun unter Medienmenschen doch so langsam ein wenig Demut gegenüber Internetpublizisten. Menschen, die aus Lust am Publizieren publizieren. Die einen aus purer Leidenschaft, die anderen, weil sie sich schon früh dazu entschieden haben, Geld damit zu verdienen und denen es trotzdem gelingt, sich einigermaßen treu zu bleiben.

Frau Kaltmamsell räumte die Kategorie „Tagebuch“ ab Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Nun ist es unser Anliegen, auf die Perlen im Netz zu verweisen. Denen man die Leidenschaft, die Liebe zum Thema anmerkt. Vor denen man sich verneigt, wie wunderbar sie für ihre Sache kämpfen und dabei eben auch die digitalen Publikationskanäle nutzen. 

Und auch im elften Jahr ist uns das meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich noch einmal durch die Gewinnerliste durchzuklicken, sich Bookmarks zu setzen oder sich die Blogfeeds in seinen Feedreader zu ziehen (Ja, ich mach das noch!).

Sophie Passmann gewinnt die Kategorie „Instastories“ Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Über drei Dinge habe ich mich an diesem Tag aber besonders gefreut.

Erstens: Ich glaube, dass die meisten das Basecamp einigermaßen happy verlassen haben. Und das war mir wichtig: Viele haben einen wirklich weiten Weg auf sich genommen und sind zu uns nach Berlin gekommen (Bangkok!, Irland!, Spanien!) und ich habe gehofft, dass es keiner bereut. Wenn ich die vielen Kommentare bei Facebook, Twitter und in den Blogs lese, ist uns das einigermaßen gelungen (Und sogar Jochen hat seinen Preis noch erhalten und konnte sich beim Frühstück am Dienstag darüber freuen.).

Zweitens: Natürlich haben auch wir als Veranstalter geheime Favoriten und wir hoffen inständig, dass diese bei den zahlreichen Online- und Saalvotings gewinnen. Ich sag es mal so: Ein paar Mal hat das auch geklappt.

Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Drittens: Mannmannmann, was hatten wir vor elf Jahren doch für eine Gaga-Idee da bei bei mir auf dem Sofa. Und Mannmannmann, Daniel und Thomas, was für ein Wahnsinn, dass wir das jetzt schon elf Jahre lang machen. 

Danke.
Und bis zum nächsten Jahr.

PS: In diesem Jahren haben uns Amazon, Bayer, Daimler, Facebook, Go Daddy, Google, Telefónica und Xing bei der Umsetzung als Sponsoren unterstützt. Wenn du ein Unternehmen kennst, das Interesse hätte, nächstes Jahr dabei zu sein, lass es mich wissen.

Quelle: Henrik Andree / Basecamp

2 Antworten zu “Hilfe, wir sind Mainstream oder so toll waren die Goldenen Blogger 2017”

  1. Kiki sagt:

    Ihr wart super. Danke!

    Was mir bei der Liveübertragung einmal mehr auffiel: Wie viel toller so ein Event ist, auch am Bildschirm zuhause, wenn man die meisten Leute persönlich kennt. Wie unendlich weit weg und semiinteressant dafür Verleihungen wie Bambi, Echo, Oscars … Vielleicht sind wir die erste Generation, für die das tägliche Mitmachen normal ist und das reine Zuschauen sich irgendwie falsch anfühlt, vielleicht geht’s auch nur mir so. Jedenfalls habe ich viel Spaß gehabt und war auch Dank parallelem Twitterstream so engagiert, als säße ich vor Ort im Publikum oder stünde mit auf der Bühne. Die Grenzen verschwimmen, das ist schön.

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