Zurück

Kurz war es diesmal. Sehr kurz. Genau drei Tage hab ich es ausgehalten. Obwohl der erste Tag eigentlich sehr schön war. Wirklich. Doch schon am zweiten Tag stellte sich diese Stimmung ein. Das Zurückziehen meinerseits. Das Nicht-Beteiligen an Gesprächen, weil meine Worte nur fehl am Platz gewesen wären. Das Verlassen des Raumes, um zu flüchten. Weil ich bestimmte Situationen nicht ertragen konnte.
Eigentlich habe ich immer gedacht, dass ich jetzt, da ich älter bin, diese Tage besser ertragen könnte. Aber nein. Ganz ehrlich: Es wird schlimmer. Sicherlich auch, weil die beteiligten Personen älter werden. Seniler und wirrer. Weil ich mich verändere. Ein anderes Leben führe. Eines, welches sie nicht mehr so richtig nachvollziehen können oder wollen. Obwohl es nicht so eigenartig ist.
Aber irgendwie stört es mich nicht. Fand die Entscheidung heute morgen sehr gut. Beschließen, einfach schon heute Abend zu fahren. Nicht abwarten, bis es morgen passt, dass man zum Bahnhof gefahren wird. Sondern einfach handeln. Weil es dann für alle beteiligten Personen besser ist.
Trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung gestern habe ich es geschafft, ein paar Menschen aus der Vergangenheit zu treffen. Mit denen ich immer Zeit verbracht habe. Es tat unheimlich gut, dem Elternhaus zu entkommen. Raus. Zwar nicht alle gesehen. Aber ein paar. Das Gute ist ja: Nächstes Jahr kann man sie wieder sehen. Wie jedes Jahr. Da kann man auch einmal aussetzen. Finde ich.

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