Die zu Beginn gute, aber dann doch seltsame Newsletter-Strategie der Grünen

Am 19. April war ich ein klitzekleines bisschen begeistert zu beobachten, wie geschickt das Kampagnenteam von Bündnis90/Die Grünen in den Wochen davor auf E-Mail-Adressenfang gegangen war. Das Ziel: Am 19. April um kurz vor 11 Uhr in vielen Postfächern der Republik zu landen mit der Botschaft, jetzt doch bitte schnell mal auf Youtube zu gehen, denn da werde die Kanzlerkandidatin verkündet. E-Mail-Lesende wussten mehr. Tolles Best Practice in Sachen Vorteilskommunikation – so kann man jede Menge Adressen einsammeln. 

Tja, seitdem bin ich auf einem Verteiler, über den mich Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/ Die Grünen, seit Start der Kampagne drei weitere Male angeschrieben hat. Am 4. Juni mit der Betreffzeile „Bereit, weil Ihr es seid!“, um mich zu mobilisieren, ins Wahlkampfteam der Grünen zu kommen. Am 12. Juni mit der Betreffzeile „Mit Dir: für die Freiheit, die wir meinen“, um mich auf die Schmutzkampagne gegen Annalena Baerbock hinzuweisen und gleichzeitig um Spendengelder für die Kampagne zu bitten. Gestern kam die bisher letzte Mail mit der Betreffzeile „Das ist Rufmord!“, in der mich Kellner aufforderte, mit seinem Tweet zu interagieren oder in meinen Kanälen meine Solidarität mit Baerbock zu erklären. 

Vier E-Mails, zweimal eine Schmutzkampagne als Anlass. Dabei – nach dem guten Start ins Wahlkampf-E-Mailmarketing – hatte ich mir wirklich mehr erhofft. Also ganz banal: Inhalte zum Beispiel. Würde ich mich nicht eher dazu bereit erklären, in einem Wahlkampfteam mitzuwirken, wenn ich mehr über Werte, Haltung und Ziele erfahren würde? Wäre ich nicht bereiter, Geld zu spenden FÜR die gute Sache als gegen eine Kampagne gegen die Spitzenkandidatin? Isses wirklich damit getan, ein Zitat von Christian Schertz zu lesen und ein bisschen herumzutwittern? Eigentlich schade, dass die Grünen so wenig mit meiner E-Mailadresse anzufangen wissen. Und keine Sorge: Für die Ausgewogenheit abonniere ich gleich einmal die Newsletter der anderen Parteien.

(Der Text war Teil meines Newsletters. Hier kannst du ihn abonnieren.)

Sieben spannende Erkenntnisse aus dem Digital News Report

Einmal im Jahr erscheint der Digital News Report, der global betrachtet, wie sich Medienkonsum verändert: Wie mobil ist der Nachrichtenkonsum? Wie groß ist das Vertrauen in klassische Medienunternehmen? Und welche Veränderungen haben die vergangenen Monate der Corona-Pandemie gebracht, in denen ohnehin alles noch viel digitaler war als zuvor? Ich habe mir den Report durchgelesen. Hier die spannendsten Erkenntnisse für Deutschland. (164 Seiten selber lesen? Viel Spaß!)

Erstens: Die Pandemie hat gedruckte Publikationen auf unterschiedlichste Weise hart getroffen, auch wenn der Anteil derer, die in der vergangenen Woche eine Papierzeitung gelesen haben, schon seit Jahren rückläufig ist. Seit 2016 sehen wir ein Minus von damals 38 auf nunmehr 26 Prozent.

Zweitens: Der Nachrichtenkonsum übers Smartphone ist weiter gestiegen, liegt jetzt bei 73 Prozent. Also immer schön die mobile Ansicht von deinen Inhalten checken, gell?

Drittens: Grundsätzlich ist das Vertrauen in Nachrichten gestiegen, auch wenn die Lücke zwischen News auf Medienseiten und News in Social Media größer geworden ist. Besonders spannend aber, wie die Menschen die Fairness von Medien beurteilen. Je jünger, desto unfairer werden Medien wahrgenommen: 37 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, sagen dass die Medienunternehmen unfair berichten. Mehr noch: Es sind vor allem die jungen Frauen, die sich unfair behandelt fühlen. Die Auswertung ergab außerdem, dass sich Menschen, die sich eher rechts in ihrer politischen Gesinnung einordnen und die, die im Osten Deutschlands und vor allem in Thüringen und Sachsen wohnen, ebenfalls unfair behandelt fühlen.

Viertens: Klassische Medien laufen Gefahr, die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen – die sogenannte GenZ – immer weniger zu erreichen. Apps und Nachrichtenseiten werden von ihnen als eher unwichtige Quelle für Nachrichten angesehen: Sie informieren sich auf Social Media, mit Aggregatoren oder mobilen Pushnachrichten. Die Autor*innen sehen das Erreichen dieser Zielgruppe als die größte Herausforderung für klassische Newsrooms an, denn die dort arbeitenden Journalist*innen konsumieren und produzieren News meist noch auf klassische Art und Weise.

Fünftens: Obwohl es in den vergangenen Monaten in einigen Ländern signifikante Bewegungen gegeben hat hin zu mehr Paid-Newsangeboten, liegt in Deutschland der Anteil derer, die im vergangenen Jahr für Online-News gezahlt haben, stabil bei neun Prozent. Wie im vergangenen Jahr. Trotz Corona-Pandemie. Ernüchternd auch der Ausblick der Studienersteller: Subscriptions are beginning to work for some publishers but it is not clear that they will work for all consumers. Most people are not interested enough in news, or do not have sufficient disposable income to prioritise news over other parts of their life. Others may resist because they enjoy being able to pick from multiple sources and do not wish to be confined to one or two publications.

Sechstens: Das Geschäftsmodell Regional- bzw. Lokalzeitung wird immer wackeliger. Die einzigen guten Gründe für die Lektüre sind die Themenbereiche lokale Politik und Kriminalität. Alle anderen Themenbereiche wie Wetter, Immobilien, Jobs und Freizeitangebote finden und suchen die meisten lieber auf Suchmaschinen oder „anderen Seiten“.

Siebtens: Stellt sich die Frage, wer in Zukunft Medien finanziert. Der Staat soll schon mal nicht unter die Arme greifen, sagen immerhin 50 Prozent der deutschen Befragten. Könnte ein Zusammenhang zu der nächsten Zahl bestehen: Rund die Hälfte ist nicht über die finanzielle Ausstattung von Medienunternehmen besorgt.

Mein persönliches Fazit: Die Finanzierung vieler klassischer Medien steht weiterhin auf wackeligen Füßen – denn der von vielen Medienhäusern erhoffte Gewöhnungseffekt an das Zahlen für Online-Nachrichten, bleibt in Deutschland aus. Mehr denn je ist es notwendig, mit sehr spezifische Angeboten unterschiedliche Zielgruppen perfekt zu bedienen. Und dazu zählen auch Angebote für die 18- bis 24-Jährigen. Plus: Ohne Social-Kanäle wird‘s schwierig.

(Dieser Text war Teil meines Newsletters. Hier kannst du ihn abonnieren.)

Kommt jetzt der Abschied von der Öffnungsrate?

Seitdem Apple in der vergangenen Woche auf der Entwicklerkonferenz WWDC genauer darauf eingegangen ist, was sich in Sachen Privacy-Einstellungen verändern wird, wird an vielen Stellen diskutiert, was das denn für die Zukunft des Newsletters bedeutet. Nicht mitbekommen? Dann hier die Schnellfassung: Mit dem Update des Betriebssystems auf iOS 15 wird Apple Mail seine*n Nutzer*innen die Auswahl geben: „protect mail activity“ oder „don’t protect mail activity“. Sprich: Sollen persönliche Daten in Form von Pixeln weitergegeben werden oder eben nicht. Und da die meisten dort mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die erste Option klicken werden, könnten viele Newsletter-Versender schon bald noch weniger über ihre Abonnent*innen wissen. Zum Beispiel, ob ihre Newsletter gelesen bzw. geöffnet wurden. Zumindest wenn sie einen hohen Anteil von Apple-Mail-Nutzer haben. 

Ich schreibe das so, weil die so genannte Öffnungsrate ja schon jetzt zwar eine sehr beliebte Metrik ist, um den Erfolg von Newsletter zu messen. Auch wenn sie bereits jetzt über eine begrenzte Aussagekraft verfügt. Denn schon jetzt verhindern einige Mail-Clients das Laden des Pixels, mit dessen Hilfe sich die Öffnungsrate berechnen lässt. Insbesondere dann, wenn du Newsletter verschickst, die sich vor allem an Menschen in Unternehmen richten: Firewalls und andere Sicherheitseinstellungen verhindern häufig das Laden von Bildern und Pixeln. Was also tun?

Tipp Nummer 1: Nicht verrückt machen lassen. Ein Blick in die Statistik hilft schon mal, um zu verstehen, wie viele Abonnent*innen denn überhaupt Apples Mail-Client verwenden. 

Tipp Nummer 2: Noch bessere Betreffzeilen. Denn: Wer eine gute Betreffzeile wählt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Newsletter auch gelesen wird. Wie man das gut hinbekommt, ist übrigens Teil des Seminars am 9. Juli.

Tipp Nummer 3: Benötigst du für deinen beispielsweise werbefinanzierten Newsletter einen Nachweis für deinen engagierten Verteilerkreis, dann überleg doch mal, wie man dies noch nachweisen könnte. Wie wäre es mit Reply-Quoten? Einem qualitativen Fragebogen? Helfen kann sicherlich auch die gute alte Klickrate. 

Und am Ende bleibt dann natürlich auch noch die Option, sich ein anderes Geschäftsmodell zu suchen. 

(Dieser Text erschien zuerst in meinem Newsletter. Hier kannst du ihn abonnieren.)

Plötzlich Shitstorm am Beispiel von Sat.1

Eine kritische Äußerung, eine auf den ersten Blick unscheinbare Frage, eine echte Beleidigung – und jedes Mal die große Frage: Wie soll ich, wie sollen wir darauf bloß reagieren? Kommunikation in Social Media erfordert häufig Schnelligkeit, eine präzise Wortwahl, aber oft auch einfach einen gesunden Menschenverstand. Wie man es eher nicht macht, konnte man diese Woche mal wieder erleben. Am Beispiel von Sat.1.

Matthias Distel aka Ikke Hüftgold ist Unternehmer und Schlagerstar (weiß ich auch erst seit letzter Woche). Distel sollte Protagonist in der Sat.1-Show „Plötzlich arm, plötzlich reich“ (Kannte ich vorher auch nicht!) werden. Stattdessen veröffentlichte er am Montag ein Video auf Instagram, in dem er erklärte, warum er aus den laufenden Dreharbeiten ausgestiegen ist (20 Minuten echt harte Kost, mir kamen zwischenzeitlich die Tränen). Gleichzeitig erhob er schwere Vorwürfe gegenüber dem Sender und der Produktionsfirma. Das Kindeswohl von schwer traumatisierten Kindern sei mit Füßen getreten worden. Das Video verbreitete sich in Windeseile, Online-Artikel in den Medien erschienen. Für Sat.1 also ein ordentlicher Shitstorm.

Wie hättest du reagiert?

Gar nicht reagieren und hoffen, dass sich die Gemüter von alleine beruhigen? Aussitzen? Öffentlich entschuldigen? Mal ganz grundsätzlich über diese Form von Bloßstellungsformate nachdenken und das öffentlich ankündigen? Oder zur Gegenattacke ausholen und behaupten, dass der Schlagerstar „die Familie ungefragt in die Öffentlichkeit gebracht“ habe?

Nach der Lektüre aller Statements würde ich behaupten, dass Sat.1 den Weg gewählt hat, der am wenigsten schnell aus dem Shitstorm herausführt. Der Debatte ein Ende setzt und nicht dafür sorgt, dass nun auch der Spiegel und andere Massenmedien über den Fall berichten, sich ja bereits erste Gruppen formieren, die Werbende aufrufen, den Sender zukünftig zu meiden.

(Dieser Text erschien zuerst in meinem wöchentlichen Newsletter, den du hier abonnieren kannst.)

Für Twitter bezahlen? Warum ich noch skeptisch bin

Vor ein paar Wochen hatte ich 14-Jähriges auf Twitter. Ich habe es mit einem Tweet gefeiert. Ein paar gratulierten. Vor ein paar Tagen verkündete der Pianist Igor Levit, eine Twitter-Pause zu machen. Es sei unerträglich geworden, schrieb er. Immer wieder hatte er sich in der Vergangenheit politisch positioniert und war dafür angefeindet worden. Konnte sich teilweise nicht ohne Polizeischutz in der Öffentlichkeit bewegen.

Twitter hat erkannt, dass es sich nach 15 Jahren neu erfinden muss. Zunächst gab es die Möglichkeit, die Sichtbar- und Kommentierbarkeit von Tweets einzuschränken. Vor einigen Wochen der Start von Twitter Spaces, die kommende Integration des Newsletterdiensts Revue, eine mögliche Ausweitung von Shopping-Funktionen und die Einführung der virtuellen Kaffeetasse.

Vieles davon Versuche, die Erlösströme auf neue Säulen zu setzen. Und so überraschte es nicht, als die Entwicklerin Jane Manchun Wong vor einigen Tagen entdeckte, dass womöglich bald ein Abomodell namens „Twitter Blue“ starten könnte. Wong hat in den vergangenen Jahren schon mehrfach neue Features sozialer Netzwerke entdeckt, bevor diese offiziell kommuniziert wurden.

2,99 Dollar könnte „Twitter Blue“ pro Monat kosten, monatlich kündbar mit ein paar für viele lang ersehnten Features: ein Undo-Timer, einer Art Bibliothek für favorisierte Tweets, um sie leichter auffindbar zu machen. Auch die Möglichkeit, Werbung aus der eigenen Timeline zu verbannen, scheint denkbar. Die Rede ist auch von gestaffelten Preisen pro Monat für weitere exklusive Features.

Die Frage, die mich allerdings in diesem Zusammenhang bewegt: Genügen diese Features, um ein solches Abo abzuschließen? Ich glaube nicht. Natürlich ist Twitter eine höchst attraktive Plattform für den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, zur Meinungsbildung und zur Darstellung zahlreicher Multiplikatoren. Gleichzeitig ist Twitter attraktiv und verflucht zugleich wegen seiner Schnellig- und Schnelllebigkeit. Denn die Hürde, irgendwelchen Emotionen freien Lauf zu lassen, vor allem eben Wut, Hass und Hetze, ist aus diesem Grund nicht sonderlich hoch.

Und solange Twitter dies nicht in den Griff bekommt und sich Menschen wie Igor Levit frustriert abwenden, wird es schwierig werden, ein Abomodell zu etablieren.

Dieser Text erschien in einer ähnlichen Version in meinem persönlichen Newsletter, der wöchentlich in deinem Postfach landen kann. Hier kannst du ihn abonnieren.

Wieviel Radikalität verträgt unsere Sprache?

„Ich gucke seit Monaten kein Fernsehen mehr.“ Einer dieser Sätze, den ich in den vergangenen Tagen vermehrt gehört habe. Ausgangssperren, Corona-Leugner, Verbote, Rassismus, Klima – macht alles nicht wirklich Spaß. Viele meiden gar den täglichen Blick in die Nachrichten und auch ich muss zugeben, dass mir derzeit an einigen Tagen die Logo-Nachrichten völlig ausreichen. 15 Minuten investieren, in denen nur das Schlechte dieser Welt berichtet wird – muss nicht sein.

Ja, wir leben in in Zeiten kräftigster Zuspitzung. Alles ist schwarz ODER weiß, aber meistens mindestens dunkelgrau. Man könnte meinen, die Welt stünde kurz vor dem Untergang. Zwischentöne, Schattierungen, um in der Farbwelt zu bleiben – nö. Und auch unsere Sprache ist geprägt von Zuspitzung, Radikalität.

Ausgangsbeschränkungen werden zu Ausgangssperren. In einem Papier des „Expertenrats“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen werden Menschen, die sich an die Regeln halten zu „Lockdown-Fanatikern“ in Abgrenzung zu den „Corona-Leugnern“. Der vergleichsweise sanfte Shutdown wird zum Lockdown, zwischenzeitlich drohte gar ein Mega-Lockdown. Wie würden wir eigentlich das nennen, was beispielsweise in Chile praktiziert wurde? Dort durfte man monatelang nicht ohne Grund und Passierschein (online zu beantragen, personalisiert und limitiert) – das Haus verlassen. Und das Militär kontrollierte, ob man seinen Passierschein auch dabei hatte. Einen Passierschein, der einem erlaubte, einmal am Tag sieben Mal die Woche, manchmal aber auch nur zweimal pro Woche, vor die Tür zu gehen. Und das muss reichen für Gassigehen, Einkaufen, Arztbesuche. Wäre das ein Mega-Superduper-Lockdown? Und erinnerst du dich noch an Armin Laschets „härtestes Weihnachtsfest, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben“?

Ohne Radikalität geht es offenbar nicht. Laufen wir hier nicht Gefahr, dass uns für die Phänomene unserer Zeit die Worte ausgehen? Und warum machen wir das eigentlich?

Ich sehe vor allem drei Trends.

Erstens: Wir leben in einer Zeit, in der sich die Herausforderungen unserer Zeit nicht mehr einfach so mit Abwarten oder moderater – nicht radikaler – Politik lösen lassen. Und das spüren wir gerade jetzt sehr. In der Digitalisierung ging Deutschland einen, sagen wir mal, moderaten Weg – und wurde jetzt auf radikale Weise eingeholt – siehe die Schulen. Oder der Pflegenotstand, das Artensterben, die fast schon unvermeidliche Klimakatastrophe.

Zweitens: Wir leben in Zeiten von einer Emotionalisierung von Nachrichten. Und das wird natürlich stark getrieben durch soziale Netzwerke. Der Kampf um Aufmerksamkeit wird über klare, emotionale Botschaften gewonnen und wer von sozialen Netzwerken profitieren will, muss zuspitzen und emotionalisieren.

Drittens:
Die Aufmerksamkeitsökonomie hat zudem den Nebeneffekt, dass noch mehr Medien, Unternehmen, Einzelpersonen um die Aufmerksamkeit der Menschen buhlen – und das führt dazu, dass Themen zugespitzt werden. Je einfacher die Botschaften, desto besser. Je emotionaler, überraschender die Geschichte – umso besser. Bei der Beurteilung von Nachrichten dominiert der Unterhaltungs- und Gesprächswert die anderen. Journalismus zur Bestätigung der eigenen Gefühle.

Aber ich will hier auch drei Vorschläge machen.

Erstens: Mehr Medienkompetenz für Medien.
Wie lange hat es gedauert, bis verstanden wurde, dass es vielleicht nicht allzu klug ist, jeden einzelnen Tweet von Donald Trump in eine Nachricht zu gießen, sich darüber lustig zu machen und so diesen Aussagen noch ein viel größeres Gewicht zu geben – vier ganze Jahre! Medien haben eine Verantwortung. Sie müssen noch besser verstehen, wie digitale Medien funktionieren und missbraucht werden können.

Zweitens: Emotionalisierung, wenn es wirklich sinnvoll ist.
Gegenüber Spektrum sagte Umweltjournalist Dirk Steffens: „Man braucht Emotionen, um Handlungsimpulse zu erzeugen. Im Journalismus dürfen wir emotionalisieren – vorsichtig und verantwortungsvoll. Aber vielleicht sind wir zu vorsichtig.“ Die Klimakrise wäre ein Thema, dem MEHR Emotionalität gut tun würde.
Fünf Milliarden Jahre Erdgeschichte bedeuten fünf Milliarden Jahre Klimawandel, so könnte man meinen. Mit diesem Begriff verstellen wir den Blick auf die Ursache, Dringlichkeit, er ist so schön abstrakt und schön weit weg von unserer Verantwortung.

Drittens: Wenn schon schlechte Nachrichten, dann in Verbindung mit Konstruktivem!
2019 haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, für die sie u.a. getestet haben: „Für welche Form von Journalismus entscheiden sich Menschen, wenn sie unter Zeitdruck stehen?“ Traurige Antwort: Negatives wird eher wahrgenommen und verkauft sich deshalb auch besser. Könnte man dann nicht aber versuchen, Negatives mit Positivem in Verbindung zu bringen! Mit Lösungen und Perspektiven.

(Dieser Text ist eine Version eines Vortrags, den ich beim Creative Morning gehalten habe.)

So waren die Goldene Blogger 2021

Teresa Bücker ist Bloggerin des Jahres

Rund 2.000 Einzelvorschläge aus der Community, mehr als 26.000 Menschen, die beim Online-Voting mitmachten, fast 8.000 Zuschauer*innen im Livestream, 20 glückliche Gewinner und Nominierte, die zwar nicht gewannen, sich aber trotzdem freuten, plus ein ausgewachsener Shitstorm. Die 14. Verleihung der Goldenen Blogger war in vielerlei Hinsicht eine ganz Besondere. Gesendet aus dem Green-Screen-Studio, keine Nominierten vor Ort – nur unser kleines und das Technik- und Kommunikationsteam der Deutschen Post DHL.

Ich könnte jetzt eine lange Liste der Highlights teilen, die ich an diesem Tag erlebte. Alleine das Erlebnis, mal wieder unter so vielen Menschen zu sein – getestet, mit Maske und auf Abstand, aber immerhin. Aber ich möchte jetzt darüber schreiben, was mich gestern am allermeisten faszinierte und inspirierte: Die Leidenschaft der Nominierten und Gewinner*innen: Blogger*in des Jahres, Teresa Bücker setzt sich seit Jahren dafür ein, dass sich die Rolle von Frauen, Müttern und Kindern verändert. Das Team von „Bruchstücke“ möchte einen Beitrag leisten, um den Wandel in der Welt konstruktiv zu gestalten.

Leidenschaft sorgt dafür, dass selbst Themen, die den Ruf haben, für die Masse nicht kommunizierbar zu sein, eben doch ein Publikum erreichen können – mit guten Ideen und ein paar Kniffen: “Wir wollten unsere Marke emotionalisieren und menschlich sein. Wir wollen auf Twitter mit einer anderen Emotionalität rausgehen. Damit wollen wir rausbringen, dass wir durchaus wichtige Dinge tun, gerade im letzten Jahr“, sagte der DB-Cargo-Vertreter bei uns im Livestream. 

Ebenfalls wurde klar, wie wichtig die Community bei all diesen Projekten wirklich ist. Gemäß der Regel „Was dir gut tut, tut anderen (vielleicht) auch gut und andersrum“. Ich war total gerührt, als ich sah, dass Schauspielerin Elena Uhlig in ihrem Kölner Hotelzimmer nicht nur für einen passenden Hut und Hintergrund gesorgt hatte, nein, sie streamte die Verleihung parallel über ihr Smartphone an ihre eigene Community und ließ diese so an den Erlebnissen im Backstage-Zoomcall teilhaben. „Ich bin Künstlerin, um Menschen zu unterhalten – ich mache das, was ich tue, um Menschen zum Lachen zu bringen. Ich bekomme auch viele positive Rückmeldungen, das hilft einem sehr durch diese Zeit“, ließ sie uns wissen. Wie wichtig die eigene Zuhörerschaft ist, wurde auch bei der Aussage der Macher des Podcasts „Geschichten aus der Geschichte“ deutlich: „Jede Woche eine Geschichte zu erzählen, dafür ist unsere Community ein ganz großer Antrieb!“ 

In diesem Zusammenhang freue ich mich auch darüber, dass uns Deutsche Post DHL, Facebook, Xing, Mumm und Godaddy in diesem Jahr unterstützt haben: Jede*r Nominierte konnte so eine Dinner-Box erhalten mit Gala-Dinner, Getränken seiner Wahl, Keksen, ja selbst ein Katerfrühstück war so drin plus Goldene-Blogger-Briefmarken. Und beim Nominierten-Dinner im Vorfeld auf Wonder.me hatten alle nicht nur Verpflegung, sondern auch gleich das erste Smalltalkthema als Eisbrecher.

Leidenschaft hat aber bekanntlich nicht nur gute Seiten. Sie kann zum Beispiel dazu führen, dass man den Blick auf das große Ganze verliert. Dass man zum Beispiel nicht mehr in der Lage ist, andere Positionen wahrzunehmen, bzw. auf Gegenpositionen mit Hass, Beleidigungen und Hetze reagiert. Für den Kontext: Die Nominierung des Bocholter Landschwein in der Kategorie „Berufsbotschafter*in“ gefiel nämlich nicht jedem und die Reaktionen darauf wiederum nicht den Anhängern des Landschweins. Ein konstruktiver Diskurs ist dann nicht mehr möglich, Veränderungen schon gar nicht. Unser offizielles Statement, das Thomas‘ in der Show vorgetragen hat, könnt ihr hier nachlesen.

Umso mehr freut mich, dass sich viele der Preisträger*innen dennoch für ihre (gute) Sache einsetzen so wie die Newcomer-Gewinner*innen Rosamag, Rice and Shine, Mailab oder Katja Scherers „Wirtschaft in Afrika“.

Ein weiser Mann namens Georg Wilhelm Friedrich Hegel soll mal gesagt haben: „Nichts wirklich Wichtiges ist ohne Leidenschaft erreicht worden.“ Und das Internet ist dafür eben auch ein guter Ort.

Und so wird es wohl auch 2022 wieder eine Ausgabe der Goldenen Blogger geben. Hoffentlich mit allen Nominierten vor Ort und Party danach. Es wird schließlich eine Jubiläumsausgabe werden.

Weitere Reaktionen
Was Thomas Knüwer schreibt
Was DWDL schreibt
Was der Bayerische Rundfunk schreibt
Unsere Pressemitteilung beim Tagesspiegel


Die Goldenen Blogger 2021 – alle Preisträger im Überblick

Blogger*in des Jahres

  • Teresa Bücker
  • Newcomer*in des Jahres

  • RosaMag
  • Bester Einzelbeitrag

  • Joachim Leitenmeier: Ich bin ja kein Rassist, aber halt schon
  • Ludger Wess: Wir brauchen die Kartoffelwende
  • Minh Thu Tran und Vanessa Vu: Hamburg 1980 – Als der rechte Terror wieder aufflammte
  • Beste(r) Blogger*in ohne Blog

  • Joko und Klaas für ihre „15 Minuten“ bei ProSieben
  • Bestes Nischen- oder Themenblog

  • Wirtschaft in Afrika
  • Bester Podcast

  • Geschichten aus der Geschichte
  • Bester Instagram-Account

  • Museum of Deutschland
  • Bester Twitter-Account

  • DB Cargo
  • Bester TikTok-Account

  • Elisa Valerie
  • Bester Social-Media-Account einer Celebrity

  • Die Maus auf Instagram
  • Bestes Wissenschaftsblog

  • Methodisch Inkorrekt
  • Beste(r) neue(r) Medienmacher*in

  • Sportfrauen.net
  • Beste(r) Lockdown-Tröster*in

  • Discovery Panel und ihr Quarantäne-Qast
  • Beste(r) Berufsbotschafter*in

  • 5_sprechwunsch
  • Beste Comedy

  • Hazel Brugger
  • Bestes Politik-Blog

  • Hinterzimmer-Politik
  • Sonderpreise

  • Mailab
  • NDR Coronavirus Update
  • Warum Journalismus so anfällig für Desinformationsstrategien ist

    In einer der letzten Ausgaben des Corona-Virus-Updates sprach Charité-Professor Christian Drosten mal nicht nur über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Impfen und Co., sondern ging auch auf die Rolle von Medien und Journalist*innen ein, die in der derzeitigen Situation nicht immer nur eine rühmliche ist. Seiner Meinung nach trügen Medien einen großen Teil dazu bei, dass in Deutschland „Grundprinzipien der Wissenschaftsleugnung“ zu erkennen seien. (Denkt in den Redaktionen eigentlich noch jemand nach, wenn dort „Stramme Notbremse verhindert“ in die Dachzeile geschrieben wird?). Ich fand es einigermaßen erstaunlich, dass ein Virologe im Podcast die PLURV-Strategien zur Desinformation erläutert.

    Nun ist das vor allem Drostens Eindruck, doch dieser hat natürlich eine Berechtigung, wenn man sich die unterschiedlichen Strategien einmal genauer anschaut und einordnet, wie anfällig Journalist*innen für diese Form von Einflussnahme sind. (Was (Krisen-)Kommunikatoren natürlich auch in allen möglichen Kontexten nutzen). Aber der Reihe nach und Buchstabe für Buchstabe in PLURV erklärt:

    P steht für Pseudoexperten: Eine unqualifizierte Person wird als Experte hinzugezogen.
    Warum Journalist*innen hier anfällig sind: Um den Vorwurf der einseitigen Berichterstattung vorzubeugen, sollen möglichst alle Seiten eines Problems dargestellt werden und viele Perspektiven gezeigt werden. Problematisch wenn Minderheits- bzw. nicht wissenschaftlich gestützte Meinungen hier auf gleicher Höhe präsentiert werden. Das ist umso verlockender, weil steile Thesen häufig überraschender sind und im Online- und Social-Media-Zeitalter so leichter Aufmerksamkeit bringen.

    L steht für Logikfehler: Argumente sind bei näherer Betrachtung unlogisch.
    Warum Journalist*innen hier anfällig sind: Einfache Worte, verständliche Argumente, Zuspitzung das wollen die Leser*innen, Zuhörer- und Zuschauer*innen – das kann zu Lasten der Korrektheit gehen. Personalisierung ist ein gern verwendetes Mittel, um komplexe Sachverhalte darzustellen (Gefahr der Ad-Hominem-Argumentation), Analogien können irreführend sein, mehrdeutige Begriffe können anders interpretiert werden.

    U steht für unerfüllbare Erwartungen: zum Beispiel an die Wissenschaft.
    Warum Journalist*innen hier anfällig sind: Ein aktuelles und vor allem relevantes Thema bringt Aufmerksamkeit, Klicks, Traffic, Abos, also braucht es immer wieder neue Drehs, Wendungen, Argumente. Wissenschaftler*innen können im Fall der Corona-Pandemie nur gebetsmühlenartig wiederholen, was die geeignete Maßnahmen sind. Doch der immer gleiche Hinweis auf AHA-Regeln und Co. bringt ebendiese Aufmerksamkeit nicht.

    R steht für Rosinenpickerei: Informationen werden bewusst lückenhaft ausgewählt, so dass sie die eigene Position zu stützen scheinen.
    Warum Journalist*innen hier anfällig sind: Auch hier kommen wirtschaftliche Interessen zum Tragen – verkürzt: je besser die Geschichte, desto mehr Aufmerksamkeit, desto mehr Umsatz.

    V steht für Verschwörungsmythen: Geheimbünde, Komplotte, abstruse Zusammenhänge werden konstruiert.
    Warum Journalist*innen hier anfällig sind: Im Kampf um Aufmerksamkeit werden immer wieder neue Drehs, neue Aspekte gesucht – Hauptsache die Story stimmt. Zudem: In vielen Redaktionen gilt das Credo bei Geschichten um eine Person: Auch keine Reaktion ist eine Reaktion. Menschen, die hier nicht so erfahren im Umgang mit Medien sind, können hier ganz schnell in Ecken gestellt werden, in die sie ganz und gar nicht reingehören.

    Warum ich das aufschreibe? Weil ich hoffe, dass sich Journalist*innen gerade jetzt ihrer Verantwortung bewusst sind, auch wenn sie monetäre Interessen verfolgen.

    Grafik kennst du, oder?

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    Vier null, Medium oder Das Ding mit der eigenen Plattform

    Zwei Nachrichten haben mich in dieser Woche besonders beschäftigt, also abseits des Auftritts der Bundeskanzlerin bei Anne Will und all den anderen Corona-bedingten Meldungen oder dem querstehenden Schiff im Suez-Kanal. Die erste: Es tut sich was in Düsseldorf, der Stadt, in der ich seit mittlerweile 17 Jahren lebe. Also journalistisch. Denn vier Männer (Ja, ich hab mich auch schon gefragt, warum hier nicht wenigstens eine Frau dabei sein kann) wollen ab Mai der lokalen Medienlandschaft Konkurrenz machen.

    Zwar gibt es schon den einen oder anderen Konkurrenten für die Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung und Co., allerdings verfügt keines der bisherigen Projekte über so gut vernetzte Lokal-Journalisten. Christian Herrendorf und Hans Onkelbach, beide lange Jahre Lokalchefs, tun sich mit dem Fotografen Andreas Endermann und dem Werber Boris Bartels zu Viernull zusammen und sammeln derzeit bei Startnext für ihr Crowdfunding. Der Plan: eigene Plattform, tägliches Videoformat plus Newsletter. Ich bin sehr optimistisch, dass sie das Geld für den Start zusammenbekommen und bin gespannt, was sie draus machen. Es scheint derzeit eine gute Zeit zu sein, ein solches Projekt zu gründen – in Düsseldorf aber sicherlich auch anderswo.

    Und das hat auch ein bisschen mit der zweiten Nachricht zu tun, über die ich in diesen Tagen eine Weile nachgedacht habe: Denn der Versuch des Twitter-Gründers Evan Williams die Blogging-Plattform Medium zu einer Plattform für bezahlten Journalismus umzubauen, ist gescheitert. Medium will kein Medienunternehmen mehr sein, Williams kein Verleger. Warum ich darüber nachgedacht habe? Weil gerade große Tech-Player wie Facebook, Revue, Substack und Co. Content Creator*innen und Journalist*innen für sich gewinnen wollen. Hier liegt natürlich Chance und Gefahr zu gleich: Schnelles Wachstum mit Hilfe der Plattformen und gleichzeitig die große Abhängigkeit.

    Mein Tipp für alle Medienmacher*innen, egal wo: Nutze die Chancen der Netzwerke, aber vergesse nicht, auch im Digitalen direkte Beziehungen aufzubauen – ob mit einer Website, einem Newsletter oder anderen Instrumenten.

    Und solltest du gerade ohnehin drüber nachdenken, einen eigenen Newsletter zu starten, dann empfehle ich dir die Teilnahme an meinem Seminar am 23. April – wenige Plätze sind noch frei.

    (Dieser Text war Teil meines wöchentlichen Newsletters. Hier kannst du ihn abonnieren.)

    Quelle: Internet – oder: Wie medienkompetent bist du?

    Wie gut können Menschen selber einschätzen, ob ein Post bei Facebook von einer vertrauenswürdigen Quelle kommt? Wie gut können sie unterscheiden, ob sie es mit einer Nachricht. einem Kommentar oder gar Werbung zu tun haben? Diese und weitere Fragen zur Medien- und Nachrichtenkompetenz hat die „Stiftung Neue Verantwortung“ mit Hilfe eines dafür konzipierten Tests untersucht und ist zu erstaunlichen und durchaus beunruhigenden Ergebnissen gekommen (Den Test kannst du hier übrigens selbst mal machen – schreib mal in die Kommentare, was bei dir herausgekommen ist!):

  • Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden hält ein Advertorial für eine Information und gerade einmal 7 Prozent erkennen den Hinweis „Advertorial“ als Werbekennzeichnung auf einem Nachrichtenportal.
  • Ein Drittel hält einen Kommentar für eine tatsachenorientierte Berichterstattung.
  • Immerhin 35 Prozent erkennen nicht, dass ein Geschäftsführer eines Flugreiseportals bei seiner Berichterstattung über Flugreisen evtl. einen Interessenkonflikt haben könnte.
  • Nur 50 Prozent der Befragten weiß, dass Nachrichten über einen Bundesminister ohne die Genehmigung des Ministeriums veröffentlicht werden dürfen.
  • Nur die Hälfte der Befragten weiß, dass Bundestagsabgeordnete nicht darüber entscheiden, worüber der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet.
  • Bei 46 Prozent derjenigen, die den Test gemacht haben, liegt die digitale Nachrichten- und Informationskompetenz im (sehr) geringen Bereich – wobei Jüngere tendenziell kompetenter sind als Ältere, auch die politische Grundhaltung ist hier ein entscheidender Faktor: Die besten Ergebnisse erzielen FDP- und Grünen-Anhänger*innen, die schlechtesten AfD-Sympathisanten.
  • Liest man das alles, bleibt auch für die Studienmacher*innen nur ein Fazit: Es gibt viel zu tun. Drei Punkte werden hier vor allem genannt: eine bessere digitale Schul- und Erwachsenenbildung (oh well), mehr Transparenz im Journalismus (und mehr transparenten Journalismus) sowie bessere Plattformarchitekturen und klarere Kennzeichnungen.

    Doch ein paar Fragen bleiben noch unbeantwortet und auch ich habe da derzeit noch keine befriedigenden Antworten gefunden: Wie erreiche ich die Erwachsenen und vor allem die Älteren (noch)? Und wie vermittle ich, dass Kompetenzen fehlen bzw. Defizite vorliegen und dass es ein Gewinn wäre, diese Lücken zu schließen? Gutes Storytelling ist hier sicherlich hilfreich und ein solcher Test ist wohl keine schlechte Idee. Besser wäre es, direkt im Anschluss Angebote zu erhalten, die eigenen Kompetenzen zu verbessern.

    Also: Wer hat Interesse, seine Medienkompetenz zu verbessern? Ich helfe gern – einfach Mail schreiben! :)

    (Der Text war Teil meines wöchentlichen Newsletters. Hier kannst du ihn abonnieren.)