Abschied?

Sicher, irgendwie schimpft man immer darüber, dass die eine oder andere Zeitung schlechter wird.

„Der Spiegel ist auch nicht mehr das, was er mal war.“ – Nach dem Tod des Herausgebers vermutete man, dass der Chefredakteur erst einmal all die Themen auf den Titel hob, die der Chef bisher verhindert hatte. Vielleicht nur böse Unterstellungen. Aber wirklich gut ist er wirklich nur, wenn er Hintergrundberichte zu aktuellen Themen bringt. Wenn er rekonstruiert: So könnte es gewesen sein. Legendär: Der Artikel über die Regierung und deren Zeit, damals in den Achtzigern. Dann kann er brillieren.

Aber ich wollte ja eigentlich über die Sonntags-FAZ „Sie ist auch nicht mehr das, was sie mal war“ – Auch in diesem Fall. Ich hab sie immer gern gelesen. Wirklich. Doch wie immer: Seit einigen Monaten ließ sie nach. Und jetzt denke ich, dass die Zeit gekommen ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Grund: Nicht einmal die Medienseite kann mich jetzt noch glücklich machen. Denn seit einigen Wochen ist er weg, der verantwortliche Redakteur. Ersetzt durch einen anderen. Finde die Auswahl der Themen nicht mehr spannend – die Spritzigkeit fehlt.

Was da noch hilft? Abschied. Und Trennung. Was soll’s. War ja schließlich schon ein Abschied auf Raten.

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