„Wir sollten mal wieder tanzen gehen“

Früher ging man ständig tanzen. Mindestens einmal in der Woche wurden die Hüften geschwungen, die Becken gekreist. Manchmal war es auch so, wie in diesen unsäglichen RTL2-Reportagen, in denen sich Jugendliche zuerst aufbrezeln, und dann das Ritual des Vorglühens vollzogen wird. Gemeinsam versteht sich, mit viel Gegacker bei den Damen und prolligen Sprüchen bei den Herren.
Menschen, die diesen Satz austauschten, belächelte man. So werde ich bestimmt nie!
Später dann wurden diese Happenings seltener, immer öfter ging man mal „was trinken“, traf sich manchmal sogar Zuhause und trank zusammen eine Flasche Wein bei gutem Essen.
Und mittlerweile: Der besagte Satz tröpfelt über die eigenen Lippen, nicht einmal einen Gedanken verliert man daran, dass es irgendwie spießig, langweilig oder sonst irgendetwas sein könnte. Irgendwann werden dann doch Erinnerungen wach. Erinnerungen an besagte Zeiten.
Doch bereuen. Ohne mich.

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