Meine Mutter

Nach einer ganzen Weile mal wieder ausgiebig mit ihr telefoniert. Die letzten Neuigkeiten ausgetauscht, ihr den Raum gegeben, mal über den einen oder anderen zu schimpfen, sich über ihre Kollegen auszulassen, von denen ich die meisten auch kenne. Irgendwann regt sie sich über einen Spiegel-Artikel auf, der auf Seite 126 im aktuellen Heft zu finden ist: „Führt die Präsentations-Software „Powerpoint“ zu einer Verflachung des Denkens?“
Ich habe ihn nicht gelesen, weil ich den aktuellen Spiegel nicht da habe, sie aber. Lässt sich darüber aus, wie blöde sie diese Präsentationen findet. Was für eine Aussage von einer Frau, die noch nicht einmal in der Lage ist, eine E-Mail so zu versenden, dass sie den Adressaten auch erreicht.
Aber nein, ich will mich nicht über die Computerfähigkeiten meiner Mutter auslassen und auch dieses Programm nicht in Schutz nehmen, sondern vielmehr den Spiegel-Autoren dafür loben, dass er wohl so plastisch geschrieben hat, dass meine verehrte Frau Mama anscheinend alles verstanden hat, beipflichtend schimpfen konnte und nun ein glücklicher Mensch ist. Vielleicht sollte eben dieser Autor ihr mal erklären, wie das nun mit den E-Mails geht …

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