Spieleabende

Samstag Abende. Ich wusste nicht mehr, dass man auch solche miteinander verbringen kann. Zu lange hatte ich mich vor ähnlichen Versammlungen gedrückt. „Nee, lass mal“ – „Hab schon was vor…“ – oder die ehrliche Variante: „Steh ich nicht so drauf…“ dienten immer wieder als Ausreden.

Die Zutaten: Ein herrliches Essen. Mit Suppe, Hauptgang und Nachtisch. Ein Trivial Pursuit-Spiel, Globetrotter-Ausgabe, in englischer Sprache versteht sich. Wahlweise Wein, Bier, Saft oder Wasser. Drei Pärchen.

Und was macht man dann den lieben langen Abend? Spielen. Während des Essens, nach dem Essen. Bloß keine wirkliche Unterhaltung beginnen. Und so erfährt der geneigte Mitspieler nicht, was die Menschen um ihn herum gerade treiben, wer sich mit wem versteht, welche neuen Herausforderungen anstehen, welche Perspektiven sich durch eine Kündigung auftun könnten. Warum auch? Unterhalten kann man sich ja auch wann anders.

Auch als zu späterer Stunde dann noch Tabu herausgekramt wird, wird’s nicht viel besser. Weder der Spielewechsel noch die bisher zugeführten Alkoholmengen sorgen dafür, dass die Stimmung aufkocht. Schade. Und wohl der letzte Spieleabende für die nächste Zeit.

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