Die Stadt

Da sach nochmal einer, wenn du Zug fährst, erlebste nix. Na gut, stimmt natürlich nicht, weil eigentlich ist eine Zugfahrt immer erlebnisreich. Mal sind es Dosenbier trinkende Männer, die einen unterhalten, mal quäkende Kinder oder gestörte Frauen oder eben ungeplante Stops in Bohmte.

Bohmte – bereits in der Anfahrt auf dieses kleine Städtchen ließ sich vernehmen, dass etwas vorgefallen war. Im Bordrestaurant. Das verriet nämlich die charmante Stimme des Zugkapitäns, der einen sich zufällig im Zug befindenen Arzt zu einer Visite dorthin bat. Und weil die Herren in weiß ja einmal diesen Eid geschworen haben, eilten sie zahlreich davon.

Wenig später dann der Stop – und die Bitte um Verständnis, dass man hier wegen eines Notarzteinsatzes halten würde. Und dann – mittlerweile warteten wirklich alle Zuggäste gespannt auf die nächste Ansage, die dann auch gleich folgte: Angehörige einer Frau W. sollten doch bitte nun auch ins Bordrestaurant kommen.

Wenig später – Auftritt untersetzte ältere Dame in blond mit zitronengelben Pulli. Die Angst steht ihr ins Gesicht. Später kam sie dann nochmal vorbei – der Kopf nicht mehr so überhitzt. In Begleitung des Zugpersonals, die wohl beim Tasche tragen halfen.

Kann man in diesen Fällen sauer auf die Bahn sein, dass man jetzt doch 30 Minuten Verspätung hat?
Und nun zum Serviceteil dieses Beitrags: In Bohmte gibt’s in Bahnhofsnähe einen Edeka, Brillenladen, einen „Stolte“ (keine Ahnung, was die dort verkaufen…), eine Sparkasse. Männer über 50 fahren dort gern Fahrrad. Besonders beliebte Strecke ist die Baustelle neben den Gleisen. So. Das war’s.

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