Cicero

Das war ein Nachmittag: Ein bisschen die Stadt erkunden und dann gemütlich einen Kaffee trinken – leider ohne Kuchen – und lesen. Die neueste Cicero-Ausgabe. Gefessel war ich. Lech Walesas heutige Rolle in Polen, der offene Brief an die Bundespräsidentenkandidatin, die gefallene Generation, das Interview mit Angela Merkel, welches sie – ja, ich selbst kann es nicht verstehen – sympathisch erschienen ließ. Vielleicht ist aber auch der Artikel von Liz Mohn Schuld an dieser Sympathie. Ebenso lesenswert: Der Artikel über Anke Engelke, der offene Brief an Jobst Plog und der Kapital-Teil. Ich bin selbst verwundert darüber, wie euphorisch ich nach dem Lesen dieses Heftes bin, ist Cicero doch vor allem ein Debatten-Magazin. Greift Gedanken auf, dreht sie weiter, lässt andere Meinungshabenden zu Wort kommen. Beim ersten Heft dachte ich noch, ob dieses Konzept wirklich aufgeben kann, doch nun bin ich überzeugt. Gerade als Monatsmagazin ist Cicero großartig. Kein Heft, welches man in einem durchlesen kann und will, weil die Themen zum Nachdenken anregen. Und man das Heft lieber erst einmal beiseite legt, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Den Blick erweitern, und dann wieder zu dem Blatt greifen und so lange lesen, bis man wieder festgehalten wird. Das macht Spaß und lässt auf mehr hoffen. Und auch darauf, dass die Jungs ihre auferlegte Auflage schaffen. Das wünsche ich ihnen von ganzem Herzen. Weil ich dann auch was davon habe, weshalb auch sonst. Oder glaubt ihr wirklich, dass ich so uneigennützig denke???

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