Blind Melon – No rain

Während man am Samstag meist in die im nächsten Dorf gelegende Disko fuhr, wagte man am Freitag oftmals den Weg in die etwas weiter entlegende Location. Der Vorteil: Die Musik war um einiges besser. Auch wenn so immer einer von uns fahren musste und sich aus diesem Grund nicht wirklich so benehmen konnte, wie er vielleicht wollte. Das war auch der erste Ort, bei dem ich lernte, dass man nicht vor halb eins in einer solchen Einrichtung auftauchen sollte. Denn wirklich erst mit dem Gong irgendwann nach eins wurde die Musik schlagartig besser, was man auch daran erkannte, dass der junge Mann im Queens-T-Shirt (er trug es wirklich jeden Freitag) nicht mehr alleine auf der Tanzfläche herumhüpfte. Ich schreibe absichtlich von einem Herumhüpfen, weil rocken war das nicht und tanzen schon gar nicht. Er tanze nicht wie ein Mann, eher wie ein Männchen und seine Bewegungen ähnelten einem Wiegeschritt. Und seine Haare wippten im Takt.

Im vorletzten Jahr war ich mal wieder dort, so dass ich sehen konnte, dass sich manche Dinge wirklich nie ändern. An seiner Art sich zu bewegen, erkannte ich ihn wieder. Nur sein T-Shirt war ein anderes. Zeiten ändern sich doch, er trug schwarz auf weiß die Marke ‚Afri-Cola‘.
Insipiriert durch Erinnerungen von Jens.

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