Der Herr Wagner…

richtet sich heute an den lieben Wind.

„Höchste Zeit, dich zu fragen, was für ein flüchtiger Geist du bist. Mal wehst du, mal nicht. Wo bist du, wenn du nicht wehst? Und wenn du wehst, warum bist du so grausam? Du entwurzelst Bäume, machst die Menschen obdachlos, nimmst ihre Häuser mit in die Luft. Du bist das seltsamste Element, das ich kenne. Da ich nachts schwitze, mag ich dich. Zart wehst du durch den Kastanienbaum, unter dem ich mit meinen Freunden einen Weißwein trinke – danke, kühler Wind. Auf der anderen Seite der Welt aber hast du gerade ein Inselvolk ermordet. (…) Du bist der letzte Partner, dem ich vertraute. Du bist weder horizontal noch vertikal kalkulierbar. (…)“

Und morgen schreibt er an den Regen?

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