Ich liebe es!

Der kleine Junge mit einem Gutschein-Blatt von McDonald’s in der Hand. Quengelnd: „Die Bahn kommt nicht, dann können wir gar nicht zu McDonald’s gehen.“ Sein Bruder angesteckt. Höchstleistungen bei den Eltern sind gefordert. Beschwichtigen, trösten, ablenken. „Die Bahn kommt doch gleich“, und obwohl nichts zu hören ist, wirklich nichts, lauschen die beiden Jungen gemeinsam mit dem Vater, ob denn die Bahn endlich kommt. Aber es nützt nichts, der Blick des Kleinen wird immer verzweifelter, er bangt um das „leckere“ Essen. Tränen kullern die Wange herunter – das ist wahrer Schmerz. Dann kommt die Bahn endlich, aber: immer noch kein Lächeln auf seinem Gesicht. Einsteigen, abfahren, an der nächsten Station müssen sie auch schon wieder raus. Diesmal ein anderes Problem: Der Größere will den Türöffner drücken. Er tut es auf der falschen Seite, und damit nicht noch mehr Tränen kullern müssen, weise ich ihn darauf hin. Erleichtert schaut der Vater mich an: Endlich angekommen, bereit zum Abendbrot und weitere Tränen vermieden. Freuen sich Eltern eigentlich, endlich mal wieder zu McDonald’s zu gehen? Dieses Ab-und-zu-ist-es-ja auch-ganz-ok-Gefühl beim Biss in den Burger, zuhause gibt’s ja nicht so oft Cola und die Pommes sind ja auch ganz knusprig. Würde mich mal interessieren.

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