Nein danke, Anke?

… schreibt Herr Mohr gerade bei Spiegel Online. Er habe genug von ihr, würde sich sogar gern schützend vor sie stellen, damit sie nicht verheizt werde. Selbst Kritiken schreiben über Anke Late Night mache keinen Spaß mehr.

Irgendwie nerven sie mich langsam. All die Kritiker, die ständig nur schreien, dass Late Night nur von einem gemacht werden könne, dass Anke Engelke der nötige Zynismus fehle, dass sie einfach nicht in dieses Fach passe. Ja, auch ich bin bekennende Schmidt-Guckerin gewesen, würde auch heute noch den Spruch von seiner Nachfolgerin „Harald ist Gott…“ unterschreiben. Aber: Er ist weg. Macht Urlaub und sucht nach neuen Herausforderungen. Das ist in Ordnung und gerade deshalb sollte man anderen eine Chance geben. Es wird niemals jemanden geben, der Late Night so wie er machen kann. Nie.

Ich habe in den vergangenen Wochen immer mal wieder in ihre Sendung geschaltet und fand, dass sie von Mal zu Mal besser geworden ist. Nicht so politisch, bissig, aber lockerer und mit spontaneren Sprüchen – hat sie sich gestern nicht sogar über einen ihrer blöden Gagschreiberwitze lustig gemacht? Wirklich gut fand ich das Interview mit dem Herrn Küblböck, in dem sie ihn nicht nur direkt fragte, wie er denn seine Musik finden würde. Es war amüsant.

Gebt der guten Frau doch noch ein bisschen Zeit, die Quoten können nach dem Sportsommer auch wieder steigen und bis dahin hat Anke genügend Zeit, sich selbst zu finden. Auch wenn das Publikum ein kleineres ist. Oder vielleicht gerade.

Falls sie dann immer noch schlecht ist, könnt ihr sie ja gerne tot schreiben. Und dann ersetzen. Aber Harald wird so schnell nicht wiederkommen, glaube ich. Und was könnte die Alternative sein?

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