Wuschelig

Bereits im vergangenen Jahr empfingen mich die Kollegen jeden Morgen mit einem freundlichen Lächeln. Zunächst glaubte ich an ihre ganz hervorragende Laune, die Sonne schien, es war warm, keine Vorfälle also, warum man die Kollegen bei dem morgendlichen Gang durch die Gänge mit einem finsteren Gesicht begrüßen musste. Viele grinsten auch, als sie mich sahen. Darüber machte ich mir meist keine Gedanken, war ich doch auch viel zu sehr damit beschäftigt, den aufgeheizten Körper wieder einigermaßen auf Zimmertemperatur herunterzukühlen. Fahrrad am Morgen macht nun mal einen roten Kopf.

Eine sehr liebe Freundin begrüßte mich in ihrem morgendlichen Überschwang eines Morgens mit den Worten, wo ich mich denn rumgetrieben hätte. Sie zeigte auf meinen Kopf und wunderte sich über mein Haupthaar, welches ich meist – aus Mangel an Zeit – vom kühlen Fahrtwind auf dem Rad zu einem 1A-Wuschelkopf werden ließ.

Und nachdem mich heute die Sonne wieder einmal mit ihren warmen Strahlen begrüßte, schwang ich mich dynamisch auf mein Rad, was den Kollegen heute morgen dann zu einem ‚Na, Fahrrad gefahren?‘ hinreißen ließ. Wie es auf meinem Kopf aussah, erklärt sich von selbst.

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