Hochzeiten

Nach einem langen Telefonabend steht nun fest: Während andere Menschen aus meiner Umgebung ständig zu Hochzeiten eingeladen werden, werde ich übergangen. Entweder will mich niemand auf seiner Hochzeit haben oder die Freunde, die ich habe, heiraten schlicht und ergreifend nicht.

An beiden Gründen ist wohl etwas dran. Denn bisher hat aus meinem engen Freundeskreis wirklich niemand geheiratet. Darüber bin ich froh, denn so muss ich nicht darüber nachdenken, ob ich diesen Bund fürs Leben auch irgendwann einmal schließen möchte.

An diesem Wochenende nun heiratet nun endlich eine Person aus meinem Bekanntenkreis. 31, da kann man schon mal ‚Ja‘ sagen. Wie gesagt geschrieben, eingeladen bin ich nicht. Zu selten habe ich mich wohl in den vergangenen Jahren im Heimatort blicken lassen, zu selten, um einen Platz auf der Hochzeitsgästeliste zu ergattern.

Oder mir eilt ein seltsamer Ruf voraus, der es unmöglich macht, mich dazu zu laden. Haben besagte weibliche Parts Angst davor, dass ich mir den männlichen Part zu eigen mache und die Hochzeitsnacht aufgrund von hervorragenden Alternativen für sie ausfallen muss? Glauben Sie, dass ich vor lauter Romantik Heulkrämpfe bekomme und weil Trost nötig wäre, ihnen die Schau stehle? Oder mögen Sie mich einfach nicht?

Vielleicht ist es auch falsche Rücksicht. Mich nicht einladen, um nicht irgendwann eine Gegeneinladung zu erhalten. Aber da kann ich euch beruhigen. Kann mir wirklich nicht vorstellen, das es irgendwann soweit sein könnte. Ehrlich.

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