FILM: Sommersturm

Eine Zeit lang habe ich jeden neuen deutschen Film gesehen. Dann irgendwann, ich weiß nicht wann, hatte ich keine Lust mehr. Jetzt hatte ich wieder Lust und nach dem Hype der letzten Wochen auf allen TV-Kanälen und in den verschiedenen Kinos (ich habe in den letzten zwei Wochen so viele Mitarbeiter mit blauen Sommersturm-T-Shirts gesehen) war ich auch ein bisschen neugierig auf diesen Film.

Und was soll ich sagen: Muss man nicht sehen, diesen Film. Schon allein, weil so viele Klischees abgehandelt werden. Da ist die Figur dieser Sächsin, die nicht mal richtiges Sächsisch spricht, und die auf verbissene Ossi-Frau machen soll. Natürlich nur um die pubertierenden, sich selbst noch nicht gefundenen Zuschauer zu erheitern. Da ist die schwule Rudergruppe, von denen zwei natürlich furchtbar tuckig rüberkommen. Da ist der eine von ihnen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Hetero-Männer zur Bisexualität zu bekehren. Natürlich nicht ohne die Szene, in der er im Blaumann mit freiem Oberkörper die Muskeln spielen lässt. Da ist der hagere Blondi, der sich seiner Sexualität nicht sicher ist und sich in seinen besten Freund verliebt.

Ich könnte noch so viel weitermeckern, will ich aber gar nicht. Kinder, die nicht wissen, ob sie lieber mit Männlein oder Weiblein in die Kiste hüpfen sollen, können sich den Film ja gerne anschauen. Alle anderen sollten es lieber lassen. Alles schon mal dagewesen. Und nur um den Stadlober nun mit nem Kerl knutschen und fummeln zu sehen, lohnt sich der Gang an die Kinokasse wirklich nicht. Nur eins war gut an dem Film: das Nada-Surf-Lied (Blonde on Blonde) zu Beginn und am Ende. Vergesst Rosenstolz!

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