Alexander Gorkow: Kalbs Schweigen

Und dann noch das. Ist ja heutzutage in, dass irgendwelche Journalisten auch mal ein Buch schreiben. Vielleicht ist der Gorkow nicht irgendeiner von der SZ, schließlich leitet er die Wochenendbeilage, besser wird das Buch dadurch aber auch nicht. Was Alexander Osang mit ‚Die Nachrichten‘ gelang, nämlich ein interessantes Bild der TV-Medienwelt zu zeichnen, liest sich bei Gorkow weniger spannend. Die Geschichte um den TV-Moderator, der verstummt, kann man ja mal erzählen. Und auch die Details, nämlich, dass er Vater von vier Kindern ist, von seiner Frau, die das Fernsehen hasst, aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, klingen durchaus nach einer Geschichte, die man schön erzählen könnte. Wie gesagt: könnte. So wirkt das ganze arg nach einem Abklatsch von Osangs Buch aus dem Jahr 2000. Aber was soll’s. Muss ja nicht jeder Bücher schreiben können. Wenn ich mir gestern für die lange Zugfahrt noch ein paar Zeitungen gekauft hätte, dann hätte ich es wohl auch nicht beendet.

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