Tagebuch einer Hamburg-Besucherin (2)

Nach einem langen Tag müsste ich mich jetzt eigentlich über diese furchtbaren Journalisten ärgern. Diese Menschen, die so selbstverliebt durch die Welt laufen, denken, dass sie die Größten sind. Kritikunfähig, hängen an Worten, merken nicht, wenn ihren Artikeln der Pepp fehlt. Ich müsste mich fragen, ob ich vielleicht den Job mache, weil ich nur wirklich selten an Worten hänge. Aber egal. Es ist spät, ich bin nicht dazu gekommen, mir was zu Essen zu kaufen. So habe ich mich vorhin in ein gefährliches Unterfangen gewagt: Pommes am U-Bahnhof Schlump. Vorher bin ich allerdings durch die Gegend geirrt. Wer geht schon in Imbissbuden, wo keine Menschenseele zu sehen ist? Zu risikoreich. (pommes kann man da meiner meinung aber essen. gab ja auch leute da drin.)

Was sind das eigentlich für Leute, die jeden Abend im Internetcafé sitzen? Seltsam ist vor allem diese abgetrennte Ecke, in der die Spieler sitzen. Sie reden nie, starren auf den Bildschirm und navigieren Autos durch die Wüste. Egal, wie spät, die Plätze dort sind immer besetzt. Haben die kein Zuhause? Oder: Haben die zuhause keinen Rechner? Kann man solche Spiele nur in vorhergesehen Locations spielen? Und was passiert, wenn ich mich einfach mal an einen von „ihren“ Rechnern setze und einfach nur ein bisschen surfe? Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.

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