FILM: Napola

Achtung, wird wieder mal der Schluss verraten.

Nachmittagsvorstellungen sind sehr entspannend. Man guckt einen Film, um einem herum 207 freie Plätze und wenn man das Kino wieder verlässt, ist es zwar dunkel, doch der Abend liegt noch vor einem. Der gemeinsame.

Friedrich Weimer ist ein ganz normaler Junge aus dem Berliner Wedding. Bei einem Boxkampf wird er von einem Lehrer einer nationalpolitischen Anstalt entdeckt, der ihm zu einem Aufnahmeverfahren einlädt. Er wird an der Eliteschule aufgenommen und trifft dort auf Albrecht Stein, dem Sohn des Gauleiters Stein, mit dem er sich sehr bald anfreundet. Die beiden können verschiedener nicht sein. Friedrich geht in seinem Sport auf, Albrecht hingegen ist feinfühlig, liebt das Schreiben und entspricht schon allein von der Statur nicht dem arischen Ideal. Auch aus diesem Grund missachtet sein Vater ihn. Stattdessen säubert er mit miesen Methoden seinen Gau von unwertem Leben. Der Konflikt zwischen Vater und Sohn eskaliert, als die Jungs in der Nacht ausrücken müssen und die Truppe unschuldige, unbewaffnete, russische Kinder ermordet.

Tja, was soll ich zu diesem Film sagen. Ich hatte gehofft, ein wenig mehr über diese Schulen zu erfahren. Ich weiß nicht, ob ich nun mehr weiß. Ein bisschen vielleicht, allerdings hätte ich mir auch einfach nur Evil noch einmal anschauen müssen und wäre genauso schlau. Klar, ohne diese ganze Jungenfreundschaft und dem hohen Konfliktpotenzial kann man wahrscheinlich niemanden ins Kino locken, aber ganz so flach muss es doch auch nicht sein, oder? Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass Friedrich im ‚wahren Leben‘ einfach nur von der Schule verwiesen worden wäre. Da hätte es doch sicherlich unkomfortablere Methoden gegeben.

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