Baby-Shopping

‚Tja, wo geht man da hin?‘, fragte ich mich heute, weil ich mir selbst den Auftrag gegeben habe, ein schönes Geschenk für die gerade gewordenen Eltern und das Erstgeborene zu besorgen. Ja, da war ich schnell überfordert: Ich, 27, bisher jeden Kontakt mit Baby-Fachgeschäften gemieden, ab und zu tickt die Uhr ein wenig lauter, aber immer noch die Gewissheit, dass es schon noch ein paar Jahre dauern kann, bis die Nachwuchsplanung aktiv angegangen wird. Also auf in die Düsseldorfer Innenstadt, irgendein Fachladen wird mir schon über den Weg laufen, irgendwie müssen die Eltern ja an ihre Ausstattung kommen. Dort angekommen ging dann eigentlich alles ganz schnell. Kein ewiges Rumgesuche, ich stieg aus der Straßenbahn und entdeckte relativ schnell ein solches Etablissement, das ich bisher schlichtweg übersehen hatte. Ich betrat die Wunderwelt für Kinder. Oh oh, schnell erwischte ich mich dabei, mit glänzenden Augen vor süßen Schuhen zu stehen, bestaunte x-verschiedene Fläschchen, Schnuller, Lätzchen, Bademäntel und wunderte mich, dass der Mann an der Kasse anscheinend den ganzen Laden leerkaufen wollte: Nuckelflaschen, mehrere Strampler, Nuckel, Unterhemden ließ er von der Mutter Verkäuferin als Geschenk verpacken. ‚Für das Mädchen lieber das rote oder das lilafarbene Lätzchen?‘, fragte sie, lila sollte es sein. Wenig später entschied auch ich mich für die Präsente und zwang mich beim Weg aus dem Geschäft strikt geradeaus zu gucken. Soll ja noch ein paar Jahre dauern, bis der Nachwuchs angegangen wird.

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