Wochenende

Es ist 14:02 Uhr und ich liege noch immer im Bett. Um mich herum liegen Relikte der vergangenen Woche. Ein Paar Strümpfe, die ich wegen kalter Füße immer erst im Bett ausgezogen habe. Die Tasse, die mir den morgendlichen Tee gereicht hat, aber nicht allein den Weg in die Küche zurück fand. Die Fernbedienung, TV-Zeitschrift und Telefon – das reichte, um die wenigen Stunden am Abend zu füllen. Ich denke nach, versuche mich daran zu erinnern, wann ich zuletzt einen solchen Tag verbracht habe, allein in meiner Wohnung, ohne den Zwang jetzt endlich mal aufzustehen. Es ist lange her. Zu sehr waren die letzten Wochenenden verplant, mal hier, mal dort, aber nie so richtig allein. Ich merke, dass sich das wieder ändern muss, dass ich ab und zu diese Tage brauche, an denen ich nur kurz das Haus verlassen werde. Kurzes Zusammentreffen mit der Außenwelt, um die Nahrungsaufnahme für die kommenden Tage zu sichern. Mehr nicht.

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