Nach den Babyleichen

Puh, gewagte These, die der in der FAZ zitierte Chefarzt aus Halle da aufstellt. Bei der Suche nach einer Erklärung dafür, dass nicht einmal ihr Mann, also das nächste Umfeld bemerkt haben will, dass die Frau neun Mal schwanger war.
Hans-Joachim Maaz sagt zum einen, dass einige der Menschen im Osten Deutschlands auf das Verleugnen konditioniert seien. Das wiederum schiebt er auf den gesellschaftlichen Einfluss. Ich zitiere: „Das muss man der DDR anlasten. Die ganze Wahrheit über das Regime oder über Andersdenkende war tabuisiert oder bei Strafe verboten. Von daher ist die Verleugnung auch eine gesellschaftlich unterstützte und eingeübte Abwehr.“

Wie sich diese Diskussion in den kommenden Tagen entwickeln könnte – nicht auszudenken.

7 Antworten zu “Nach den Babyleichen”

  1. kreuzblogger sagt:

    Diese These ist nicht gewagt, sondern einfach eine Frechheit.

    So ein tragischer Vorfall sollte für jedermann Anlass sein, seine eigenen Sinne zu wieder schärfen um ähnliches in seinem Umfeld zu vermeiden anstatt via Zeitung Klugscheisserei zu verbreiten.

  2. Paul sagt:

    Nun da hat der liebe Doktor zwar recht mit dem Veleugnen. Aber in diesem Fall liegt dir Ursache ganz woanders und hat nichts DDR Prägung zu tun.

  3. […] e gefunden Babyleichen, von denen keiner was mitbekommen haben soll … im Osten. via franziskript

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    […]

  4. naja das der mensch zur selbstverleugnung neigt ist nix neues. das dies was mit der ddr zu tun hat ist hingegen absoluter schwachsinn.

    http://www.objektivismus.de/5Begriffe/W1Begriffschart.htm

    so sähe das idealerweise aus. wo hier der fehler in der kette lag ist eigentlich sofort sichtbar.

    vorallem aber auf alles anwendbar…

  5. Simon sagt:

    Puh.. Ich hab genug von diesen Babyleichen…

  6. Remington sagt:

    Na Hauptsache, die Mutter kriegt nicht die Schuld. DAS darf ja nun wirklich nicht sein.

  7. Anke Gröner sagt:

    Wenn ich mal ganz schamlos zu mir linken dürfte — da gibt es durchaus Zustimmung für die These, wenn auch absolut nicht von mir.

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