Mächtige Verbände?

Mann, Mann, Mann, diese ganzen in die Jahre gekommenen ARD-Magazine. Meine Fresse.

„Lobbyarbeit ist in einer Demokratie wichtig, damit Öffentlichkeit und Politik über das Für und Wider der Argumente informiert sind und die richtigen Entscheidungen treffen können. Anders sieht es aus, wenn mächtige Verbände sich hinter scheinbar neutralen Organisationen verstecken und mit viel Geld die öffentliche Meinung in Ihrem subjektiven Sinne beeinflussen, ohne dass das Publikum das erkennen kann.“

Plusminus hat sich in seiner heutigen Ausgabe ein bisschen auf die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft eingeschossen und kritisiert im großen Stil seine nicht offen kommunizierte Nähe zum so genannten Arbeitgeberforschungsinstitut „Institut der Deutschen Wirtschaft“. Derweil werden eine Menge Köpfe genannt, die im Auftrag der Initiative in Talkshows und anderen Medien unterwegs sind. Das Volk müsse auf Linie gebracht werden durch die Meinungsmache von Redakteuren und Werbern, die ein Budget von 100 Millionen Euro zur Verfügung haben.

Dann wird ein Politologe zitiert, der im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie über die politischen Strategien der Initiative geschrieben hat. Und siehe da: Allein ein Blick auf die Internetseite verrät (auch Wikipedia), dass besagte Stiftung als „Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes“ fungiert. Und das verrät Plusminus natürlich nicht. Muss wohl daran liegen, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nicht zu den „mächtigen Verbänden“ Deutschlands gehört.

PS: Herr Metzger stellt ein paar Dinge klar.

5 Antworten zu “Mächtige Verbände?”

  1. Paul sagt:

    Hach das finde ich immer lustig. Jede Interessengruppe versucht sich durchzusetzen und gleichzeitig die jeweils anderen zu kritisieren. Im Mittel gleicht sich das sowieso mehr oder weniger aus.

  2. in der theorie. die praxis sieht da etwas anders aus.

  3. Setza sagt:

    Ich bin in der Tat der Ansicht, dass der DGB und/oder die Einzelgewerkschaften aufgehört haben, mächtige Verbände im eigentlichen Wortsinn zu sein.

    Essentiell sind sie doch längst auf den Rückzug. Und soetwas geschieht nicht, wenn man nicht an Macht verliert.

    Vielleicht sollte man Mitgliederzahlen – die ja auch zurückgehen – und Einfluss nicht verwechseln.

    Siehe fdp.de…

  4. wen interessieren denn die gewerkschaften? die sind schon seit jahren ausm boot gekickt worden. das war denen selbst spätestens dann klar, als sie im ruhrpott mehr und mehr als insolvenzverwalter und abwickler wirkten…

    es geht da mehr um die nicht öffentlichen gruppierungen wie bspw. den verein zur förderung der transatlantischen freundschaft und ähnliche scherze, die seit jahrzehnten die fäden in politik und wirtschaft aneinanderspinnen.

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