FILM: Silberhochzeit

Na gut, dann schreib ich doch noch ein paar Worte zu „Silberhochzeit“, dem Film, den ich am Freitag auf Arte geschaut habe und der heute um 20.15 Uhr im Ersten noch mal gezeigt wird.
Alma und Ben sind seit 25 Jahren verheiratet und wollen dieses Jubiläum mit ihren Freunden begehen. Vier Freunde sollen kommen. Heinz, der langjährige „Versicherungsfuzzi“ mit seiner naiven Freundin Vivien, Leo mit der neuen Flamme Alexandra, Almas älteste Freundin Anita und Bens bester Freund, der Schriftsteller Jonathan. Während der Feierlichkeiten kommen alte Geschichten ans Tageslicht, längst verdrängte Sehnsüchte aber auch alte Konflikte, die den Abend im vermeintlichen Desaster enden lassen.

Das ganze erinnert stark an „Nackt“ von Doris Dörrie, der vor einigen Jahren in den Kinos war. Alles in einer Wohnung, sehr konzentriert, wunderbare Charaktere. Sicher könnte man sagen, welch Abklatsch, aber ich finde diesen Film weitaus den Ton treffender als „Nackt“, der mir im Nachhinein zu effektheischend war. (Beruht übrigens auf einer Geschichte von Elke Heidenreich.) Hier geht es um alternde Menschen, die viele Jahre miteinander verbracht haben, die sich in- und auswendig kennen sollten und es dennoch nicht tun. Und dann ist da noch diese wahnsinnig gute Besetzung (Axel Milberg, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Matthias Habich). Schöner Fernsehfilm. Für alle, die sowas mögen (Hahaha, was sonst.).

Eine Antwort zu “FILM: Silberhochzeit”

  1. Setza sagt:

    Interessant.
    Für mich fällt der Film in zwei Teile.

    A) In einen gut gemachten Film; weswegen ich allem, was Du zur Dramaturgie und zur Bestzung sagst, nur beipflichten kann.

    B) In einen unglaublich schlechten Plot.
    Nur zwei Aspekte:
    1) Wie kann man es 25 Jahre mit solchen Freunden aushalten (dieser scheinbar sympathische Schrifsteller ist doch einfach nur zum Kotzen, na und Corinna zählt ja nicht zum Freundeskreis…)?! Ich hätte es keine 25 Wochen geschafft.
    2) Wie kann eine Briefbeziehung eine dermaßen gestandene (das sollen doch die Selbstgespräche zu Beginn suggerieren?!) Frau dermaßen umhauen? Sorry, also entweder ist das durch und durch und schlecht konstruiert oder Frau Heidenreicht hat die Kurve nicht gekriegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.