FILM: Der ewige Gärtner

Justin Quaile ist Diplomat und das Gegenteil seiner Frau. Mit großer Hingabe pflegt er die Blumen in Büro und Garten und vermeidet offen ausgetragene Konflikte. Getreu dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ verliebt er sich in Tessa, eine Studentin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und ihren jugendlichen Revoluzzergeist noch nicht abgelegt hat. Als Justin den Auftrag erhält, nach Afrika zu gehen, heiraten die beiden und gehen gemeinsam.
Dann werden Tessa und ihr schwarzer Kollege ermordet und der Diplomat legt alles daran, die Umstände des kaltblütigen Mordes aufzuklären. Dabei kommt er den Recherchen seiner Frau auf die Schliche, die herausgefunden hatte, dass ein britischer Pharmakonzern jahrelang in Kenia und anderen afrikanischen Staaten Medikamentenversuche durchgeführt hat, mit verheerenden Nebenwirkungen. Doch den Unternehmern gefällt Quailes neuerlicher Übermut nicht, so dass er schon bald selbst zur Zielscheibe wird.
Fernando Meirelles, der auch schon bei „City of God“ Regie geführt hat, hat einen berührenden Film geschaffen. Über die unterschiedlichen Welten in Europa und Afrika und das Aufeinanderprallen der Gegensätze. Dadurch dass Meirelles immer wieder zwischen den Handlungssträngen umherspringt und Erinnerungen einbaut, saß ich die ganze Zeit wie gefesselt im Kinosessel. Die Mischung aus Thriller und Liebesfilm, die durch die Handkamera hervorgerufene Authentizität, die durchaus beachtliche Leistung Ralph Fiennes (nein, ich habe „Der englische Patient“ nicht geschaut, auch wegen ihm), der die Wandlung des zurückhaltenden Diplomaten zum kämpfenden Rächer gut umgesetzt hat – all das macht „Der ewige Gärtner“ zu einem wirklich guten Film.

Eine Antwort zu “FILM: Der ewige Gärtner”

  1. Setza sagt:

    Seltsam.
    Nicht ein einziger Kommentar.
    Na. Ich geh den trotzdem gucken.

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