Gestern, als ich las, dass Christian Ströbele die deutsche Nationalhymne auf türkisch übersetzen will, habe ich lange darüber nachgedacht. Was bedeutet mir eigentlich diese Hymne? Ich höre sie auf diversen Sportveranstaltungen, ja, aber sonst? Wozu benötigt ein Land eigentlich ein solches Lied? Ist das nicht alles furchtbar antiquiert? Wenn ich an dieses Land denke, dann nicht an die Nationalhymne. Allerdings denke ich auch nicht an Sauerkraut, Bier und Würste.

3 Antworten zu “”

  1. Setza sagt:

    „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland…“ auf Türkisch? Und das vor dem Hintergrund von 1848…

    Spannend auch, dass ein eher Linker in Zeiten der heraufziehenden Bedeutungslosigkeit des Nationalstaates eines seiner Symptome hervorhebt.

    Aber es sind zuweilen die (vermeintlich) abwegigen Ideen („Atomkraft. Nein danke!“), die dann schließlich etwas Nützliches, Realistisches deutlich machen…

    Warten wir es ab und trinken wir Tee, ähem, Cai.

  2. Och, hiesse ich Hoffmann von Fallersleben und lebte somit noch, ich würde mich zumindest ob der zusätzlichen Gema-Einnahmen sehr über eine Internationlisierung meins Hits freuen. Hiesse ich hingegen Haydn, ich wüsste wohl nicht, wie ich mich ob eines orientalisch angehauchten Remixes meines Kaiserwalzers fühlen sollte.

  3. Simon sagt:

    Ich hab mal gehört, dass immer noch ein Großteil der Deutschen glaubt, dass die deutsche Nationalhymne mit „Deutschland, Deutschland über alles“ losgeht.. :D

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