Eurovision Song Contest 2006

So, ihr Lieben, ich mach mal wieder mit. Liveblogging mit den Kollegen Popkulturjunkie und Sichelputzer.

1. Schweiz: six4one – if we all give a little
Hui, ne Sechser-Kombi. Hat ein bisschen was von Bro’Sis. Nur in älter.

2. Moldau: Arsenium & Natalia Gordienko – loca
Noch eine Kombo, diesmal wird aber die Hip-hop-Karte gespielt. Und viel nackte Haut gezeigt. Sehr belanglos.

3. Israel: Eddie Butler – together we are one

Und schon wird’s erbärmlich langweilig. Auf der Bühne singen und tanzen wiederum sechs Menschen, doch oh, Wunder, sie tragen diesmal wieder ein bisschen mehr Kleidung. Schleimiges Rumgesinge ganz in Weiß.

4. Lettland: Cosmos – i hear your heart
Lettland traut sich was und lässt eine A-Capella-Truppe ran. Übrigens diesmal wieder sechs, ebenfalls in weiß und nur Typen. Keine Siegeschancen. Zu plätscherich, falls die Fachwelt etwas mit diesem Wort anfangen kann.

5. Norwegen: Christine Guldbrandsen – alvedansen
Wie es scheint, ist weiß DIE Trendfarbe des diesjährigen Song Contests. Singen kann die blonde Schönheit, auch wenn sie meinen Geschmack nicht trifft. (Übrigens sind sie wieder zu sechst.) So lala.

6. Spanien: Las Ketchup – bloody mary
So, jetzt raten wir mal gemeinsam, wie viele in rot gekleidete Schönheiten auf der Bühne herumhüpfen? Richtig! Die vier Damen von Las Ketchup und zwei in schwarz gekleidete Tänzer. Das Lied kommt allerdings überhaupt nicht an den damaligen Sommerhit heran, was sicher positiv ist, aber die Siegeschancen der Spanier nicht erhöht.

7. Malta: Fabrizio Faniello – i do
Iiiih, die sind ja nur zu fünft. Und leider klingt die Stimme von Herzchen Fabrizio scheiße schief. Da kann der gute auch noch so viel grinsen. Schlimmschlimmschlimm.

8. Deutschland: Texas Lightning – no no never

Und nun die deutsche Truppe: zu fünft. Ich mag das Lied ja ganz gerne. Sehr erfrischend nach all den versuchten Hymnen.

9. Dänemark: Sidsel Ben Semmane – twist of love

Die ist 17? Da sieht Britney Spears ja jünger aus. Für die Statistik: Sie sind zu fünft. Moderner Rock’n Roll, wenn es sowas gibt. Zumindest was anderes.

10. Russland: Dima Bilan – never let you go

Oh scheiße: Die Matte kommt wieder. Der Typ hat ein bisschen viel US5 geguckt, zumindest bewegt er sich so. Das Lied ist eingängig. Darauf kommt es doch an, oder?

11. Mazedonien: Elena Risteska – ninanajna

So, und endlich hat dann auch die Ostpop-Keule zugeschlagen. Ich kann damit ja nix anfangen. Aber unsere europäischen Nachbarn mögen das ja, wie wir aus den vergangenen Jahren wissen.

12. Rumänien: Mihai Traistariu – tornero
US5 auf rumänisch, also insbesondere die Tanz-Kombo im Hintergrund. Der Typ sieht leider nicht wirklich schnuckelig aus. Hat der ne Dauerwelle? Urg. Sehr ostpoppig. Und Breakdance ist doch eigentlich auch schon ziemlich out.

Puh, netterweise ist jetzt Pause. Sind die Haare der Moderatorin heute morgen unterm Fön explodiert?


14. Bosnien-Herzegowina: Hari Mata Hari – lejla

Mal wieder was Ruhigeres. Harter Tobak. So ein Rumgeschleime.
Übrigens ist Andreas von mepris.de so flink, dass er neben dem Livebloggen auch noch Fotos von den einzelnen Kandidaten reinstellt. Respekt!

14. Litauen: LT United – we are the winners

Ich hab das Lied bereits beim Vorentscheid am Donnerstag gesehen und muss sagen, dass es der absolute Ohrwurm ist, auch wenn ich das Lied nur ein einziges Mal gehört habe. Und ich find’s auch ganz witzig. Von mir aus könnten die gewinnen.

15. Großbritannien: Daz Sampson – teenage life

Das Sympatischste an diesem Song ist der wunderbar britische Akzent dieser Schulmädchen. Dieses „Todaaay“. Aber abgesehen davon: Ziemlicher Dreck.

16. Griechenland: Anna Vissi – everything

Griechenland versucht sich im Hymenhaften. Sehr Grand-Prix-mäßig. Aber warum auch was Neues wagen?!

17. Finnland: Lordi – hard rock hallelujah

Den Mut, den die Griechen nicht hatten, haben die Finnen. Lustige als Monster verkleidete Kerle singen ne Bon-Jovi-Hymne. Und die finde ich ebenso wie Lordi eher scheiße.

Dank Anke läuft hier BBC Prime, hat Urban auch die „famous kiosks“ ebenfalls kommentiert? Hihi.

18. Ukraine: Tina Karol – show me your love

Ost-Pop die X.te. Boah, diese Oberschenkel! „Bring back these Kosacks!“ (Schreibt man das so? Ach egal.) Hahaha.

19. Frankreich: Virginie Pouchain Рil ̩tait temps
Ich will der guten Frau ja nicht zu nahe treten, aber wenn sie ein wenig öfter die Töne treffen würde, wäre dieser Beitrag sicherlich erträglicher.

20. Kroatien: Severina – moja Å¡tikla

Äh, kann das sein, dass die Lippen ein bisschen zu dick geworden sind beim Aufspritzen? Ganz schlimmer Folklore-Pop.

21. Irland: Brian Kennedy – every song is a cry for love

Puh, Ob’s auch noch ein bisschen langweiliger geht?

22. Schweden: Carola – invincible
Diesen Song hätte auch Ralph Siegel schreiben können. Endlich mal wieder was Schnelles. Sehr eingängig.

23. Türkei: Sibel Tüzün – superstar
Irgendwoher kenn ich das Lied, aber vielleicht ist das ja das Konzept. Ich bin ja ein wenig anfällig für diesen Türk-Pop.

24. Armenien: Andre – without your love
Die haben auch zuviel US5 geschaut. Allerdings geben sie die Bondage-Variante.

Geschafft.

Nana Mouskouri „zündet“ die Sanduhr. Wie? Darf die nicht singen? Jetzt geht’s ans Voten. Hahaha. Meine Prognose, wer recht weit vorn liegen könnte: Russland, Litauen, Bosnien-Herzegowina oder Schweden.

(Ich mach jetzt mal mit Zeitangaben weiter.)
23 Uhr: Abstimmphase ist beendet. Die hat die Haare jetzt übrigens anders.

23.07 Uhr: Der BBC-Kommentator ist großartig. Wir lachen gerade gemeinsam über die Tanzperformance. Toll.

23.09 Uhr: Die Moderatorin hat sich umgezogen. Schönes schwarzes Kleid. Muss man ihr lassen.

23.12 Uhr: Was ist das denn für ein Dreck? Die zeigen nur noch die Kategorie 8, 10 und 12 Punkte. Alles andere wurde schon vorher eingegeben. Die schöne Abstimmzeremonie!

23.21 Uhr: Dieses beschissene Lied aus England hat mehr Punkte als Texas Lightening. Und diese blöden Finnen haben gute Chancen, zu gewinnen. Mannmannmann.

23.22 Uhr: Uuuuh. Die Norwegerin im knalligen Rot.

23.31 Uhr: Was hat der Typ aus den Niederlanden denn genommen?

23.37 Uhr: Die Polen konnten auch schon mal besser Englisch…

23.39 Uhr: Selbst die Engländer. Diese Finnen, wirklich, unfassbar. Diese furchtbare Retro-Scheiße.

23.54 Uhr: Finnland hat bereits gewonnen, obwohl noch zwei Länder ausstehen. Das Schlimme an diesem Gewinner ist, dass im kommenden Jahr dann wohl auch die anderen Länder auf die Idee kommen werden, lustige Kostüme anzuziehen.

Fazit: Dass Deutschland keine Chance auf einen der vorderen Plätze mehr hat, ist bekannt und ich denke, dass auch keiner mit einer guten Platzierung gerechnet hat. Aber dass beim Eurovision Song Contest neuerdings Schlagermonster gewinnen? Nun gut, neue Ära. Mannmannmann.

(Endet hier. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.)

Lustige Kommentare der anderen:
Mayweather: „Fehlt nur noch, dass hinter allen Masken der finnischen Sänger Hape Kerkeling steckt.“

Bud Naked: „Manchmal macht mir die Macht meines Blogs Angst.“

(Jetzt aber.)

19 Antworten zu “Eurovision Song Contest 2006”

  1. DrServer sagt:

    Sechs scheint DIE Zahl zu sein, auch bei Norwegen stehen 6 Damen auf der Bühne..

  2. braden sagt:

    klar, max. dürfen sechs personen auf der bühne stehen. und das wird natürlich meistens ausgereizt.

  3. spoonman sagt:

    Apropos Moderatorin: Ganz schlimm wird’s, wenn die nachher bei der Punktevergabe so richtig durchdreht und dem geneigten Publikum ihren furchtbaren US-Akzent nur so um die Ohren schleudert. War am Donnerstag beim Halbfinale jedenfalls so…

  4. Martin sagt:

    Das Motto scheint aber auch „Return of the Windmaschine“ zu lauten.

  5. Platzwart sagt:

    „Griechenland versucht sich im Hymenhaften.“

    Versteh ich den Gag nicht oder ist das ein freudscher Vertipper?

  6. franziska sagt:

    Ich glaub, du hast den Gag nicht verstanden.

  7. […] h endlich mal dazu die anderen live blogger zu lesen. man schaue bitte bei franzi (schweden war mir zu sehr retorte), beim sichelputzer und beim popkulturjunkie. jetzt geht das laa […]

  8. Martin sagt:

    Da hilft nur noch eine Revolution, Zerschlagung in die 16 Bundesländer und sich dann hübsch gegenseitig die 12 Punkte zuschustern.

  9. […] chlich noch mehr so verrückte Blogger wie mich. Hier eine Liste vom Popkulturjunkie: Franziskript Sichelputzer Mayweather Mepris X-Mix Schnatterliese Popkulturjunkie
    Musik |
    […]

  10. Bud Naked sagt:

    Ich habe Finnland zum Sieger gemacht. :)

  11. franziska sagt:

    Ich schmeiß dich gleich von der Blogroll!

  12. spoonman sagt:

    Wirklich erstaunlich. Dass die Finnen hier und da ein paar Exotik-Punkte einsammeln würde, war klar. Aber dass man mit dieser Kacke wirklich gewinnen kann, schockiert mich dann doch.

    Fazit: Seit 1999 haben nur noch Beiträge aus Skandinavien, dem Baltikum, dem Balkan und der Ex-Sowjetunion gewonnen.

    Aber Texas Lightning haben immer Großbritannien und (noch viel wichtiger) Ralph Siegel hinter sich gelassen und sind auf Platz 15 die besten (!) Mitteleuropäer.

  13. […] dabei, grand prix de la chancon) weitere berichterstattung hier, hier, hier, hier, hier, hier […]

  14. Song Contest 2006: Letzte Lese

    Ich htte ja nun nie mit BILD gerechnet, aber nun ja. Vor kurzem fragte man noch bildhaft: Sext die scharfe Kroatin unsere Texas-Jane weg?, wobei die besondere Beotonung auf unsere lag bei Bild liegt Texas vermutlich in Deutschland und Australien

  15. […] kie sowie Mepris.de mit nahezu einem Eintrag pro Teilnehmerland, Mayweather gab sich neben Franziskript, X-Mix (auf ‘nem anderen Subserver), blogotronic, auch das geht vorbei und Error500 au […]

  16. jette sagt:

    Mir tat die Fransösin leid. Die ist nämlich bestimmt sehr nett, aber schrecklich schief.
    Ja, Litauen war geil.

  17. BelleNoir sagt:

    […] May 21, 2006 Gedanken zum Grand Prix II BelleNoir wrote this in the wee hours: Ja bin ich denn die einzige mit Humor? Tatsächlich sind Lordi mit ihrem eingängigem Lied und einem putzig […]

  18. hakan sagt:

    ich finde die Türkei war sehr gut und war einer der wenigen die Ihre heimat sprache gesungen haben,daran sollte man sich ein beispiel nehmen!!!

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