Zeitungsbeilagen im Test: Weekend

070706.jpg

Jaja, die Beilage vom Handelsblatt. Da wird sie durch ein neues Format optisch aufgehübscht, doch inhaltlich kommt sie immer noch so verschnarcht herüber wie zuvor. Männermode im sommerlichen Büro? Schön, dass (mal wieder) darauf hingewiesen wird, dass es kurze Hosen, kurzärmelige Hemden und Knitterfalten gar nicht gehen. Typisches Technikspielzeug, die hoffentlich zumindest die Männer unter den Lesern interessieren, der Manager, der ein Auto testen darf (haben die das geklaut oder war diese Variante des Autotests schon immer im Handelsblatt?) und dann diese Titelgeschichte über den Industriellen, der sich ein Luxusrestaurant leistet. Ein Luxusrestaurant in Osnabrück, ja, ihr lest richtig, in Osnabrück. Nicht zu vergessen, die Werke über Villen in Babelsberg und Umgebung und Wandern in der Schweiz.

Klar, kann mein Unmut mit dieser Beilage damit zusammenhängen, dass ich, 28, weiblich, Journalistin, so ganz und gar nicht zur Zielgruppe gehöre, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich 40, männlich, erfolgreicher Manager, jetzt mehr unterhalten hätte. Und natürlich muss sich das Handelsblatt dann auch mit der Wochenendbeilage der FTD messen, die immer wieder überraschend ist und die etwas anderen Geschichten erzählt. Alles nichts Neues, was ich hier schreibe, aber das mit den kurzen Hosen hatten wir ja auch alles schon einmal.

4 Antworten zu “Zeitungsbeilagen im Test: Weekend”

  1. Setza sagt:

    Jetzt weiß ich, warum das „…im Test“ im Titel steht bei Dir:
    Du testest, ob Du zur Zielgruppe gehörst…

    Bin schon auf die Tests zu „Motz“, „Platte“ und „Straßenfeger“ gespannt.
    Sehr sogar.

  2. franziska sagt:

    Nö, ich teste, ob es mich anspricht, ob ich mich unterhalten fühle, ob das Lesen lohnt. Aber ein Handelsblatt-Redakteur könnte argumentieren, dass sich das Magazin nicht unbedingt an mich richtet. Daher der Einschub.

  3. Setza sagt:

    -> Franzi

    Danke.
    Du hast schon bemerkt, dass das eher rhetorisch gefragt war. Vielleicht sollte ich mich dann eher auf den „Bellevue“-Test freuen… Könnte mir vorstellen, dass Dich die eine oder andere Wohngelegenheit darin anspricht

    ;-)

  4. Eva sagt:

    In der letzten Ausgabe durfte Sabine Christiansen ein Auto testen. Und, was mich noch mehr empörte, in einem Text wurde der japanische Autor durchgehend Murakami Haruki genannt, dabei heißt er doch Haruki Murakami. Arrr! Dabei war eine Abbildung seines Buches mit dem richtigen Namen daneben zu sehen! Grausam. Aber das hab ich nicht laut gesagt.

    Und Franzi, wie wir neulich am Bahnhof entdeckt haben, gibt es tatsächlich eine neue Zeitung, die sich ausschließlich mit Internetdating beschäftigt. Wann kommt die ran?

    Viele Grüße, von Schulz Eva

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.