Das neue Brustkrebsmagazin, das Spaß macht

Ich wundere mich immer wieder, über die Magazine, die sich an eine sehr spezielle Zielgruppe wenden. Das war damals so, als das „Wetter Magazin“ plötzlich am Zeitschriftenhimmel erschien (allerdings auch nur wenige Monate überlebte) und das ist immer noch so, wenn ich sehe, welche Magazine seit eh und je dort ein Dasein fristen („Messer Magazin“ und Co.).

Ganz besonders überrascht mich dann, welche weiteren Zielgruppen durch Neuerscheinungen erschlossen werden sollen. Anlässlich des Brustkrebsmonats erscheint nun eine neue Frauenzeitschrift, die sich an Betroffene, Angehörige und Interessentinnen richtet. Inhalt:

Berichte über Krankheitsbewältigung, Reisen, Wellness, Sport und gesunde Ernährung machen Mut und verführen zum Loslassen. Mamma Mia! informiert über Bücher, Internetlinks und Studien, Therapieangebote sowie über Termine und Veranstaltungen in Deutschland. Und nicht zuletzt unterstützt Mamma Mia! mit jeder Ausgabe eine gemeinnützige Brustkrebseinrichtung.

Nicht weniger überraschend – allein wegen des in meinen Augen bedenklichen Wortspiels – war für mich der Name des Objekts: „Mamma mia„. Kann man machen, muss aber nicht.

In der Pressemitteilung gibt Herausgeberin Eva Schumacher-Wulf, die mit 34 an Brustkrebs erkrankte Auskunft über die Ziele der Zeitschrift:

„Mein Wunsch ist, dass sich alle Betroffenen intensiv mit ihrer Krankheit befassen und als aktive und informierte Patientinnen auftreten. Denn nur wer Eigeninitiative zeigt und über fundiertes Wissen verfügt, wird als Patient ernst genommen“, so Schumacher-Wulf weiter. Mit der Mamma Mia! hat sie ein Medium geschaffen, das es den Betroffenen erleichtert, sich zu informieren.

Die Logik, dieser Zeitschrift den Untertitel „Ein Magazin, was Spaß macht“ zu geben, erschließt sich für mich trotzdem nicht.

2 Antworten zu “Das neue Brustkrebsmagazin, das Spaß macht”

  1. Setza sagt:

    Ich lebe mit einer „Betroffenen“ zusammen. Sie hat das entgegengesetzte Konzept verfolgt und war 6 Wochen nach der OP wieder in der Arbeit, meidet „die larmoyanten Selbsthilfegruppen“ (Zitat) wie der Teufel das Weihwasser und ist der Meinung, dass das „Thema“ für viele nur als Ersatz für anderes fehlende Wichtige im Leben wichtig geworden ist ist…

    Ich kommentiere das nicht, ich füge das hier nur an.

  2. Hallo zusammen!

    Mamma Mia heißt nichts anderes als „meine Brust“. Der Untertitel erschließt sich sicher eher, wenn man das Magazin gesehen hat. Ich habe eine Alternative zu eintönigen, medizinischen Publikationen geschaffen. Das Magazin macht Spaß, weil es positiv geschrieben, bunt gestaltet ist und sich nicht nur mit Krankheit befasst. Und trotzdem neue Forschungsergebnisse im Bereich Brustkrebs erörtert.

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