Und gleich erfahrt ihr…

Gestern und heute morgen wieder einmal gemerkt, was mich am Radiohören am meisten nervt: dieses Ankündigungsdings. Weil es nämlich auch Schwachsinn ist. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre und die mir im Radio sagen, dass in der kommenden Stunde eine wahnsinnstolle Überraschung für alle Hörer kommt. „Nach dem nächsten Song erfahrt ihr es“, „Nach den Nachrichten singt ein goßer Künstler für euch“ oder so Ähnlich lauten die Moderationen zwischen den Titeln, kurz vor den Nachrichten oder kurz danach. Klar, bin ich dann neugierig, aber kann trotzdem nichts daran ändern, dass ich vorher das Radio abschalten, aus dem Auto aussteigen und ins Büro gehen muss.

Das führt dann eigentlich dazu, dass ich, natürlich nur gesetzt den Fall, dass mich das Thema interessiert, eher enttäuscht, genervt oder was auch immer bin, weil man dort, im Radio, eigentlich nie erfährt, was man hören will, sondern nur, was man demnächst hören könnte. Da nun aber viele, viele Menschen insbesondere in den Morgenstunden eher kurzzeitig unterwegs sind, müssten doch alle eigentlich nur enttäuscht sein. So „Ich hätte mir jetzt wirklich gerne angehört, was Bastian Pastewka mir über „Neues vom Wixxer“ erzählt, aber ich muss jetzt ins Büro“ enttäuscht. Oder „Eigentlich hätte ich jetzt viel lieber das neue Lied von Sasha gehört, als das von Shakira, aber das kommt ja erst nach dem nächsten Spot“.

Führen nicht gerade diese ständigen Ankündigungsmoderationen dazu, dass man langfristig eher ab- als einschaltet?

Frag ich mich halt manchmal.

8 Antworten zu “Und gleich erfahrt ihr…”

  1. Sebastian sagt:

    Fahr doch einfach noch eine Runde mehr. CO2 spielt doch keine Rolle ;)

    Aber Recht hast du. Wobei bei meinem Hassobjekt – den Moderatoren – hätte sich mit diesen auch gleich das Ankündigungsproblem gelöst.

    Welchen Sender hörst du denn? Könnte noch was erträgliches für meinen Radiowecker gebrauchen.

  2. Loni sagt:

    Es nervt total. Auch der biedere NDR1 fährt auf dieser Schiene. Dafür sind da die Nachrchten am besten. Wenn sie nur nicht von Roland Kaiser und Familie Cordalis umrahmt wären …

  3. Ich finde das ganz sinnvoll. Da ich umschalte, wenn ein nerviges Lied kommt. Ich bleibe allerdings dran, wenn ich weiß, dass hinterher Philip von Senftleben alias „Der Flirter“ im Einsatz ist.

  4. Hagersfield sagt:

    da ist was dran – diverse Radiosender verhalten sich fast wie Sekten, sie würden uns arme Hörer am liebsten rund um die Uhr und auf Lebenszeit an sich binden. – Ihr lieben Radioleute: Für nur 200 Euro Honorar am Tag höre ich Euren Sender garantiert mindestens 12 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und auf mittlerer Lautstärke!

  5. Claudia sagt:

    Seit ich nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahre, kenne ich diese Situation fast nicht mehr. Mein Tipp: Hörgewohnheiten ändern! Beim Autofahren Lieblings-CD einwerfen und ungestört hören. Dafür zuhause öfter mal in den Sessel setzen und Lieblingssender eineinhalb Stunden lang einfach nur hören. (Das dünnt die Liste der erträglichen Sender auch gleich gehörig aus.) Dafür eignen sich natürlich besonders Deutschlandfunk und Deutschlandradio, und vielleicht das eine oder andere „Alternativ“-Programm.

    Oder auch mal beim Geschirrspülen, beim Putzen, bei längeren Tätigkeiten eben (;-() Radio hören.

    Ansonsten nerven mich die Ankündigungen auch oft. Die sollen lieber mehr INHALT bringen. Als ich noch im NDR-Sendegebiet wohnte, war übrigens meine traumatische Erfahrung, als NDR4 sein Programm umstellte: Die guten Wortsendungen blieben, aber die Musik zwischen den Beiträgen wurde schlagartig unerträglich. Ich konnte den Sender dann gar nicht mehr ertragen, weil ich ja nicht alle 10 Minuten aus- und dann nach 5 Minuten wieder einschalten kann.

  6. Da lobe ich mir Radio Eins.

  7. Torsten sagt:

    Das mit diesen Ankündigungen ist schon verrückt. Bei R.SA sagen die sogar schon am Tag zuvor, welches Lied am nächsten Morgen u.a. gespielt wird.

  8. frauniepi sagt:

    nach einer weile fm4 in wien fand ich sogar radio eins unertraeglich. haette ich nicht gedacht aber sie reden mir zu viel. bin auf motor umgestiegen, wo zwischen der musik selten mal geredet wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.