Buchmesse (2)


Und dann noch ein Stop am gestrigen Samstag am blauen Sofa, auf dem Wolfgang Leonhard (das ist der von „Die Revolution entlässt ihre Kinder“) mit Jens Bisky (das ist der von der SZ) Platz genommen hatten. Das lief dann so: Jens Bisky stellte gefällige Fragen, schien bei den Antworten nicht wirklich interessiert, weil er viel lieber ins Publikum schaute und Wolfgang Leonhard antwortete ausschweifend, nicht ohne mehrfach zu erwähnen, dass die Leipziger (!!) 1989 bei den Montagsdemonstrationen ja schon sehr weit vorne mit dabei waren. Das stimmt natürlich, aber so wie Leonhard darüber redete, hatte man vielmehr den Anschein, als wolle er vor allem das Publikum für sich gewinnen. Brauchte er gar nicht, denn insbesondere Damen im Alter über 60 hatten sich um das Podium versammelt, nicht ohne ihre gezückte Kamera, knipsten fleißig und hingen mehr als an seinen Lippen.

Und weil die Fragen von Herrn Bisky so gefällig waren, hörte ich auch nicht immer zu und beobachtete lieber, wie sehr die Hand von Herrn Bisky zitterte. Dabei war er doch der Jüngere von beiden…

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