Frida

Seitdem der Laden „Frida“ heißt, ist da meist viel los. Vorher hieß das ganze „Fiasko“, wobei ich nicht weiß, ob dieser Name auch Rückschlüsse auf die Qualität des Ladens zulässt, ich war einfach nie drin. Einmal war es fast soweit, es war WM und ein ehemaliger Kollege wollte dort unbedingt eines der Spiele gucken. Doch weil die Luft schon vor Spielbeginn stickig und die Räume überfüllt waren, wurde aus dem Ausflug ins „Fiasko“ nichts. Als der Laden dann irgendwann verschwand und dann umbenannt als „Frida“ wieder auftauchte, ging ich hinein. Gerade mal drei Tage war der neue Laden alt, die Bedienung noch nicht eingespielt, die Speisekarte eher provisorisch. Es war laut, das Essen kam erst nach Stunden, die Bedienung erkannte nicht wirklich, das Gläser gefüllt werden mussten – es war gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem irgendwie nett.

Und deshalb dachte ich mir heute: Gebe ich „Frida“ noch eine Chance. Wieder gab es Tapas, das Essen war frisch, es kam schnell und die Bedienung funktionierte. Zumindest bis wir die Rechnung haben wollten. Sie rechnete und rechnete und nannte einen Betrag: 46 Euro. Nachdem wir bereits geschockt aber doch bereitwillig gezahlt hatten, doch nochmal nachrechneten und die gute Frau noch einmal zu uns baten, stellten wir fest: glatte 20 Euro zuviel bezahlt.

Und doch: Es gab Trinkgeld. Und wieder hingehen würde ich auch.

2 Antworten zu “Frida”

  1. Eva sagt:

    Also mir hat es als Fiasco viel besser gefallen (wenn gerade kein Sport lief), aber das ist natürlich Geschmachssache.
    Ich vermisse vor allem die hervorragenden Salate wie etwa den vom Kellner getauften „Salat du Meck Meck“ (mit Ziegenkäse).

  2. Mandy sagt:

    Well written article.

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