FILM: Emmas Glück

Jürgen Vogel ist Buchhalter Max und erfährt, dass er Bauchspeicheldrüsenkrebs und nicht mehr lange zu leben hat. Sein Selbstmordversuch per Auto geht schief und er landet auf Emmas Bauernhof, die dort ein einsames aber glückliches Leben zwischen Schweinen und Hühnern lebt. Klar, dass sich die beiden verlieben. Und klar, dass es mit Max bald zu Ende geht.

Ich hatte mich die ganze Zeit davor gedrückt, diesen Film zu schauen, weil ich wusste, dass ich danach wahrscheinlich sehr traurig sein werde. Das war auch so. Schon nach dem ersten ernsthaften Kotzanfall von Mr. Vogel kullerten hier die Tränen. Weil doch ein paar Erinnerungen hochkamen. Und doch machte dieser Film klar, wie wichtig es doch ist, wenn man einem Sterbenden seine letzten Tage und Wochen so gestaltet, wie er sie möchte. Nicht im Krankenhausbett, sondern dort, wo er sich am wohlsten fühlt.

(Mannmannmann, dieser Jürgen Vogel…)

2 Antworten zu “FILM: Emmas Glück”

  1. Marlies sagt:

    Danke für diesen wundervollen Filmtipp! Ich hab mir gestern, nachdem ich diesen Eintrag gelesen hab, gleich den Film geholt und ihn angeschaut – und bin absolut begeistert. Besonders das Ende hat bei mir richtig Tränen fließen lassen…

  2. Martin Zopick sagt:

    Wenn ein todkranker Autoverkäufer, seinem Kumpel viel Schwarzgeld gestohlen hat und eine hochverschuldete, einsame Bäuerin zusammentreffen, wäre das ein Stoff für eine romantische Schmonzette. Doch der Film ist alles andere. Die Bilder in warmen Herbstfarben vorwiegend braun, gelb und ocker gehalten zeigen Hessisch-Sibirien von seiner schönsten Seite. Und die Diskrepanz zwischen den beiden Welten von Max und Emma könnte nicht größer sein. Sie verlieben sich in einander, gestehen sich ihre Diebstähle und genießen ihr Glück. Aber wie das so ist mit dem Glück – es ist nicht von Dauer und Emma setzt ihrem Glück auch noch eigenhändig ein Ende. Wer den Schock, wie sie das macht, verkraftet, kann sich eventuell noch mit der Frage der Sterbehilfe gedanklich auseinander setzen.

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